Drei Spielhallen-Überfälle in zwei Jahren

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Diese Spielhalle in Traunreut wurde am vergangenen Freitag überfallen.
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Traunreut - In den vergangenen zwei Jahren gab es insgesamt drei Überfälle auf Spielhallen in Traunreut. Doch stehen die Taten in einem Zusammenhang oder ist es reiner Zufall?

Zweimal wurde im vergangenen Jahr die Spielhalle in der Traunreuter Marienstraße überfallen. Und am letzten Freitag erwischte es nun das Spielecenter an der Trostberger Straße. Ähnlich wie bei den ersten beiden Überfällen war der Täter auch diesmal maskiert und bewaffnet. Er lauerte der 47-jährigen Servicekraft aus Traunreut auf, als diese gegen 3.30 Uhr morgens dabei war, die Außentüre der Spielothek zu versperren. Er bedrohte sie mit seinem Messer und forderte von ihr Bargeld. Die Frau tat, was von ihr verlangt wurde und übergab dem Täter einen vierstelligen Eurobetrag. Nachdem ihm das Geld ausgehändigt wurde, flüchtete er.

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Doch die Kripo Traunstein geht nicht von einem Zusammenhang zwischen den Überfällen aus, erklärteuns Polizeisprecher Stefan Sonntag vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd. "Es ist eher unwahrscheinlich, dass es sich um die gleichen Täter handelt. Dafür sind die Beschreibungen der Räuber zu unterschiedlich." Bei dem ersten Überfall im Juni 2012 auf die Spielhalle in der Marienstraße wurde der Täter als "auffallend klein" (etwa 160 cm Körpergröße) beschrieben. In den beiden anderen Fällen sollen die Räuber etwa 170 bis 175 cm groß gewesen sein.

Doch ist es reiner Zufall, dass sich die Täter immer wieder die Spielhallen in Traunreut als Ziel für ihre Überfälle aussuchen und dabei nach dem gleichen Schema vorgehen? "Das ist zu spekulativ. Wir wissen einfach zu wenig über die Hintergründe der Taten, als dass wir etwas dazu sagen könnten. Fakt ist aber, dass Spielhallen bundesweit ein beliebtes Ziel für Raubüberfälle sind. Wahrscheinlich, weil sich die Täter dort eine große Beute erhoffen."

Was die Suche nach den Räubern anbelangt, so tappt die Polizei in allen drei Fällen noch immer im Dunkeln. "Wir haben im neuesten Fall leider noch keinen einzigen Hinweis bekommen." Daher prüfe die Polizei auch derzeit, ob und wann sie mit einem Fahndungsfoto des Tatverdächtigen an die Öffentlichkeit gehen kann.

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