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Handwerk will Image verbessern

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Plädierten im Rahmen der Veranstaltung „Handwerkskammer vor Ort“ für eine Stärkung des Handwerks und einer „Serviceoffensive“ im Handwerk: Bildungszentrumsgeschäftsführer Max Stadler, Kreishandwerksmeister und Vorstandsmitglied in der Handwerkskammer Peter Eicher der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Dr. Lothar Semper und die Marketingberaterin Umberta Andrea Simonis.

Traunstein - Ein gutes Image und eine hohe Servicequalität sind wichtige Eckpfeiler eines jeden Betriebs. Das heimische Handwerk sieht dabei noch Potenzial nach oben...

Die Handwerkskammer für München und Oberbayern veranstaltete am Montag Abend im Bildungszentrum Traunstein im Rahmen der Reihe „Handwerkskammer vor Ort“ eine Informationsveranstaltung für Handwerksfirmen und deren Mitarbeiter zum Thema Image- und Servicequalitätsverbesserung im Handwerk. Rund 150 Betriebsinhaber, aber auch viele junge Jung-Gesellen, sowie Vertreter aus Politik und Wirtschaft waren zu der Informationsveranstaltung anwesend, die unter Anderem bereits in Rosenheim und Altötting stattfand und auch dort auf große Resonanz stiess. „Ihr Besuch zeigt, dass das Thema 'trifft'. So viele Teilnehmer waren noch nie zu unseren angeboten Veranstaltungen da“ so der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für München und Oberbayern, Dr. Lothar Semper.

Er ging in seinen Ausführungen darauf ein, dass das Handwerk unter der Bevölkerung ein Imageproblem habe. Eine 2008 durchgeführte Forsa-Umfrage hätte ergeben, dass die Arbeit des Handwerks gerade bei jungen Menschen als „wenig moderner Wirtschaftsbereich“ angesehen werde. Würden rund 75 Prozent der Rentner das Handwerk als attraktive Ausbildungsmöglichkeit ansehen, teilen diese Meinung nur 48 Prozent der Schüler. „Manches Handwerk wie der Bäcker oder der Metzger werden heute nicht mehr als Handwerk erkannt, sondern dem Handel zugeordnet“ so der Hauptgeschäftsführer, der darauf hinwies, dass das Handwerk im vergangenen Jahr ein Drittel der Ausbildungsplätze nicht habe besetzen können. „Es wird in der Zukunft einen enormen Kampf um die besten Kräfte geben“ sagte er voraus. Der Rückgang der Schülerzahlen – insbesondere an den Hauptschulen – würde diesen Trend noch verstärken.

Semper wies darauf hin, dass das Handwerk mit fünf Millionen Beschäftigten in einer Million Betrieben in Deutschland der bedeutende Wirtschaftsfaktor in der Binnenkonjunktur sei: „Wir sind eine Wirtschaftsmacht.“

Für die regionalen Handwerker brachte Semper dabei noch eine gute Nachricht mit: Das Bildungszentrum in der Mühlwiese werde in den kommenden Monaten im Rahmen des Konjunkturprogramms II der Bundesregierung für über 2,3 Millionen Euro modernisiert und saniert. Zum Jahresende wolle man in Traunstein einen „Bildungsanbieter vorstellen, der sich sehen lassen kann.“

Serviceleistungen als oberste Priorität

Die Marketingberaterin und Buchautorin Umberta Andrea Simonis aus Augsburg („Mehr Erfolg im Umgang mit Kunden - der erste Knigge für Handwerker“) regte bei den anwesenden Handwerkern eine Service Offensive an. „Liefern sie ihren Kunden ein positives Service-Erlebnis.“ In Anlehnung an eine fussballerische Weisheit vom früheren Bundestrainer Sepp herberger formulierte sie: „Nach dem Auftrag ist vor dem Auftrag.“ Stellten früher Verkaufsabteilungen für Unternehmen den wichtigsten Bereich dar, lege man heute besonderen Wert auf Service, Kundendienst und Reklamationsfälle. Handwerksbetriebe sollten in ihren Serviceangeboten auch einmal zu unkonvetionellen Methoden greifen und Kunden ermutigen die Arbeit der entsprechenden Mitarbeiter vor Ort zu bewerten und zu beurteilen.

Umfangreicher Gesprächsbedarf

Dass das Thema Kundenzufriedenheit im Handwerk auf großes Interesse stieß, zeigte nicht nur die Anwesenheit der vielen Handwerker, sondern auch die an die Vorträge angeschlossene Diskussion unter der Leitung von Jens-Christopher Ulrich von der Handwerkskammer und dem Betriebsberater Christoph Molocher aus München, in denen Firmeninhaber aus ihren Erfahrungen berichteten.

awi

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