Ein Heimatbuch zum zehnten Geburtstag

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Zum Jubiläum des Fördervereins Sondermoning erschien das Heimatbuch „Schloss Neuamerang und das Dorf Sondermoning“. Monika Röder (re.), 1. Vorsitzende des Dorfvereins freute sich mit Bürgermeister Hans Gnadl über das, von Josef Ippenberger verfasste Buch über Sondermoning – der „Geschichte einer Hofmark im Chiemgau.“

Nußdorf - Seit erst zehn Jahren besteht der Förderverein Dorfgemeinschaft Sondermoning. Zum „jungen, aber tollen Geburtstag“ machte sich der Dorfverein ein Heimatbuch zum Geschenk.

Josef Ippenberger, Nußdorfs Ortsheimatpfleger ist der Autor von „Schloss Neuamerang und das Dorf Sondermoning – Die Geschichte einer Hofmark im Chiemgau.“ Bei der Jubiläumsfeier im Gasthaus Zenz wurde das neue Heimatbuch vorgestellt und auf die junge Geschichte des Fördervereins zurückgeblickt.

Kreisheimatpfleger Christian Soika freute sich über die vielfältigen Aktivitäten des Dorfvereins. Heimat- und Kulturpflege könne nicht verordnet werden, das Gespür und Interesse dafür könne sich nur vor Ort bei den Menschen entwickeln. „Heimatpflege ist aktive Gestaltung des Lebensraumes – das macht der Förderverein Sondermoning ganz großartig“ lobte Soika. Das neue Heimatbuch über die Geschichte Sondermonings sei ein sehr wertvoller Beitrag, die Wurzeln und die Vergangenheit nicht zu vergessen. Es hätte keinen geeigneteren Autor als Josef Ippenberger geben können. Seine Enthusiasmus für die Schaffung eines Buches, die Zeit, die er dafür aufgewendet habe, besonders das Schmökern in Archiven, könne nicht hoch genug geachtet werden, betonte Soika. Mit dem Heimatbuch sei ein ideeller Wert geschaffen worden, zu dem er ausdrücklich gratuliere.

Bürgermeister Hans Gnadl würdigte die Mitglieder des Fördervereins für das Engagement, das sie für ihr Dorf aufbringen. Der Geist und die Kraft zum Miteinander, zum Mitgestalten und Mitmachen mögen dem Förderverein erhalten bleiben und auch in Zukunft tragen. Als gebürtigen Sondermoninger freue ihn die Dorfchronik ganz besonders. Die Gemeinde habe die Realisierung des Werkes gerne finanziell unterstützt, weil damit Geschichte lebendig erhalten bleibt.

1. Vorsitzende Monika Röder blickte auf die Entstehung und die zehn Jahre des Vereins zurück: Die Initiativzündung zur Gründung des Vereins ging von einen alten Sondermoninger Gebäude, dem Vogelfangerhaus aus. Die Dorfbewohner wollten das Bauernsachl, das auf den heutigen Dorfplatz stand, erhalten und für die Dorfgemeinschaft nutzbar machen. Um diesem Ansinnen Nachdruck zu verleihen, gründete sich im März 2000 der Dorfverein. Es stellte sich jedoch bald heraus, dass die Bausubstanz zu marode war, um das Haus zu sanieren. Es hätte zu viel Geld gekostet, so dass der Abriss unumgänglich war, so Röder. Die damals 28 Vereinsmitglieder setzten sich darauf weiterhin für die Schaffung eines Treffpunktes ein und so entstand im Rahmen der Dorferneuerung die Idee für einen Dorfplatz mit Brunnen. Die Einweihungsfeier wurde 2003 vom Dorfverein organisiert und seither kümmern sich die Vereinsmitglieder um die Pflege des Dorfbrunnens. Der Dorfplatz ist alljährlich der Veranstaltungsort für den Sondermoninger Dorfadvent, der heuer am 10. und 11. Dezember und bereits zum 9. Mal stattfindet. Von Jahr zu Jahr größeren Zuspruch findet die Motorradweihe, die zu Beginn der Biker-Saison im Mai veranstaltet wird. 180 Motorradbesitzer kamen in diesem Jahr mit ihren Zweirädern, 120 nahmen auch an der zweistündigen Rundfahrt durch den Chiemgau teil. Zur Fußball-WM veranstaltete der Verein zu den Spielen der Deutschen Mannschaft „Public Viewings“. Die Einnahmen daraus wurden dem Helferkreis der Gemeinde gespendet.

Besonderes Augenmerk legt der Förderverein auf die Dorfkirche und hilft finanziell bei kleineren oder größeren Renovierungsmaßnahmen. In Eigenleistung gebaut wurde ein barrierefreier Auf- und Eingang, über den auch Rollstuhlfahrer in das alterwürdige Gotteshaus gelangen können. Vom Anlegen einer großen Bienenweide, der Ausrichtung der alljährlichen Sonnwendfeier, der Ausstattung und Pflege des Kinderspielplatzes bis zu Pflanzaktionen und Reinigungsarbeiten am Eisweiher reicht der Einsatz der Vereinsmitglieder. Das neueste Projekt ist die Kindertheatergruppe „Einfach Mia“, die zum Dorfadvent erstmals auftritt und ein etwas anderes Hirtenspiel präsentieren wird. Als Resümee auf 10 Jahre Förderverein Sondermoning stellte Röder fest, dass die mittlerweile 55 Vereinsmitglieder „fest zusammenhalten, sich einander helfen und viel Gutes für das Dorf und die Gemeinschaft erreicht haben.“ Besonders stolz ist der Verein auf das „Jubiläums-Heimatbuch“. Röder würdigte Josef Ippenberger für seine unermüdliche Recherche und überreichte ihm und Gattin Lilo Blumen und Konzertkarten. Benno Auer würdigte die Mitglieder der Vorstandschaft für ihr Engagement um den Dorfverein und überreichte Geschenke an die Vorsitzende Monika Röder, deren Stellvertreter Robert Baumüller, die Schriftführerin Heike Müller und den langjährigen Kassier Erich Jokisch. Die Jubiläumsfeier ging mit einer Vorstellung der neuen Dorfchronik durch Josef Ippenberger zu Ende. Für die musikalische Unterhaltung sorgten die Hanslgeiger. Das Buch „Schloss Amerang und das Dorf Sondermoning – Geschichte einer Hofmark im Chiemgau“ kann im Rathaus Nußdorf erworben werden.

pv

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