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Bruckmühler Mitglied der Hells Angels vor Gericht

Psychologe vor Gericht: „Dauerkonsum von Kokain“ – Fortsetzung am Mittwoch

Hells Angels Vertrauter in Traunstein wegen Kokain und Zwangsprostitution vor Gericht
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Am Montag (11. Juli) beginnt am Landgericht Traunstein der Prozess gegen ein weiteres Mitglied des Rosenheimer Charters der Hells Angels.

Nachdem bereits mehrere Mitglieder der Rocker-Gruppierung des Charters Rosenheim vom Landgericht Traunstein verurteilt wurden, saß am Montag (11. Juli) ein weiterer Mann mit Beziehungen zu den Bikern auf der Anklagebank. Am Mittwoch (13. Juli) soll nun die Hauptverhandlung fortgesetzt werden, wie gewohnt berichtet chiemgau24.de wieder live und in Ausschnitten aus dem Gerichtssaal.

Das Wichtigste in Kürze:

  • 25-Jähriger aus Bruckmühl angeklagt.
  • Der Mann soll mit Cannabis und Kokain gehandelt haben.
  • Auch wegen Zwangsprostitution und Körperverletzung steht der Mann vor Gericht.
  • Die Verhandlung ist auf vier Tage angesetzt.
  • Der Angeklagte räumt Drogenhandel und versuchte Zwangsprostitution ein.

Update, 16.29 Uhr - Psychologe vor Gericht: „Dauerkonsum von Kokain“ – Fortsetzung am Mittwoch

Das ganze klingt schon nach einem soliden Überreden“, erklärt Richterin Braune, nachdem sie das Protokoll eines aufgezeichneten Gesprächs zwischen der Zeugin und dem Angeklagten durchgegangen ist. Im Vorfeld der geplanten Berlin-Reise habe der Angeklagte immer wieder versucht, die Zeugin am Telefon zur Prostitution zu überreden. Die Münchnerin gibt schließlich an, sich nicht mehr genau an die unzähligen Telefonate mit dem Bruckmühler zu erinnern. Daraufhin wird die 20-Jährige offiziell aus dem Zeugenstand entlassen.

Gutachter macht Angaben zum Suchtverhalten des Angeklagten

Bevor Dr. Franz Obermaier, Chefarzt am Inn-Salzach-Klinikum in Wasserburg, Angaben zum Angeklagten macht, führt die vorsitzende Richterin nun offiziell dessen Vorstrafenregister in die Verhandlung ein. Neben einem Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz findet sich darin auch Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung. Kurz nach Ablauf seiner letzten Bewährung hätten dann die aktuellen Vorkommnisse in der Anklageschrift stattgefunden.

Als Nächstes macht der Gutachter Angaben zur Sache. In den Gesprächen im Gefängnis sei der Angeklagte zwar „freundlich, aber wenig auskunftsbereit“ gewesen. Aus den Untersuchungen ließen sich lediglich Aussagen zur Intoxikation im Zuge der beiden BTM-Taten des Angeklagten machen; nicht aber zu den bereits vorher geschehenen, anderen Taten, so der Arzt weiter. Die Analysen hätten aber gezeigt, dass beim Angeklagten mindestens ein „gehäuft episodischer“, wenn nicht sogar „ein Dauerkonsum von Kokain“ stattgefunden habe. Rückstände von Cannabis habe man dagegen nur in minimaler Konzentration in den Haarproben des Bruckmühlers entdeckt.

Seine kriminellen Handlungen sehe der Angeklagte selbst eher als Bagatelle, so der Gutachter weiter. Auch bei der Verlesung der Anklageschrift heute im Saal habe sich der 25-Jährige ein Schmunzeln schließlich nicht verkneifen können. Gravierende psychische Auffälligkeiten könne der Arzt aber nicht feststellen. Anzeichen für eine antisoziale Persönlichkeitsstörung seien allerdings erkennbar. „Insgesamt bewegen wir uns im Grenzbereich der Abhängigkeit beim Konsum von Alkohol und Kokain“, so Dr. Obermaier, und weiter: „Er hat den doch erheblichen Suchtmittelkonsum aber gut weggesteckt.“ Eine Unterbringung in einer Entziehungsklinik für die Dauer einer langfristigen Therapie sieht der Sachverständige schließlich als sinnvoll an – und das, obwohl andere Bemühungen in dieser Hinsicht bisher fehlgeschlagen hätten.

Prozess wird unterbrochen – Fortsetzung am Mittwoch

Daraufhin unterbricht Richterin Braune die Hauptverhandlung. Der Prozess soll am Mittwoch (13. Juli) fortgesetzt werden. Dann sollen weitere Zeuge Angaben zur Sache und zum Fall der vermeintlichen Zwangsprostitution machen. Auch dann berichtet chiemgau24.de wieder live und in Ausschnitten aus dem Gerichtssaal.

Update, 15.20 Uhr - Angeklagter Bruckmühler zu Münchner Opfer: „Schaff das Geld ran!“

Nach einer kurzen Mittagspause setzt Richterin Christina Braune die Verhandlung weiter fort. Am Nachmittag sollen weitere Zeugen vor Gericht gehört werden. Darunter auch eine der beiden Frauen, die vom Angeklagten zur Prostitution überredet worden sein sollen.

Den Anfang macht die Frau, die beim Kennenlernen mit dem Angeklagten im Jahr 2020 erst 18 Jahre alt gewesen war. Die Münchnerin gibt vor Gericht zunächst an, den Angeklagten nicht zu kennen. Richterin Braune macht die Zeugen erneut darauf aufmerksam, dass sie vor Gericht die Wahrheit sagen müsse. Bei der Polizei hatte die Frau noch ausführliche Angaben gemacht und ihr Vernehmungsprotokoll eigenhändig auf jeder der Seiten unterschrieben.

Erste Zeugin macht Angaben zu den Vorhaben des Angeklagten

Auch auf erneute Nachfrage der Kammer zögert die Zeugin weiterhin. Doch dann redet die heute 20-Jährige: „Es war vor zwei Jahren, ich war 18. Wir haben uns auf Insta kennengelernt. Dann haben wir uns getroffen, doch da wusste ich noch nicht, was er macht“, berichtet die Zeugin. Eines Tages habe der Bruckmühler dann erzählt, dass seine Ex-Freundin für ihn anschaffen gegangen sei, „kannst Du Dir sowas vorstellen“, habe er sie daraufhin gefragt. Eine Frage, die die Frau umgehend verneint habe.

Zuvor habe der Angeklagte sie eingeladen, an einer Fahrt nach Berlin teilzunehmen; „da habe ich aber einen Rückzieher gemacht“, so die Zeugin. Sie habe den Mann noch nicht gut genug gekannt und ihr sei „etwas komisch vorgekommen“. Zu diesem Zeitpunkt habe sie aber schon geahnt, dass es bei der Reise um Prostitution gehen sollte, ergänzt die Zeugin auf Nachfrage der Kammer. Die Münchnerin berichtet auch von einer Prostituierten, die ihr im Vorfeld der Reise alles erklären sollte. Im Gespräch mit der Frau habe diese ihr zu verstehen gegeben, dass sie gegen ihren Willen vom Angeklagten zur Prostitution gezwungen werde.

Angeklagter soll Profile auf einschlägigen Prostitutionsseiten erstellt haben

„Er war sauer. (…) Man hat einfach gemerkt, er war angepisst“, schildert die Zeugin die Reaktion des Angeklagten auf ihre Absage der Reise. Im Folgenden soll er aber auch weiterhin versucht haben, sie zur Prostitution zu überreden. Durch einen Zufall kam die Münchnerin dann in Kontakt mit einer anderen Frau, die damals scheinbar die Freundin des Angeklagten gewesen war. Auch diese Frau berichtete von Zwangsprostitution und dass der Angeklagte ihr Geld weggenommen hätte. Zwischenzeitlich seien bereits Profile auf einschlägigen Seiten im Netz für die Münchnerin angelegt worden. Und es soll dann auch zu einer Einigung gekommen sein, welchen Anteil die Zeugin an den Angeklagten abgeben sollte. „Es kam dann mal zu einem Treffen – aber da lief nichts“, so die Zeugin weiter.

„Ich merke, Du bist eingeschüchtert und machst das nicht freiwillig“, soll der Freier beim Treffen zu ihr gesagt haben. Dann habe sie das Hotelzimmer am Münchner Hauptbahnhof verlassen, das Geld für das vereinbarte Treffen habe sie dennoch erhalten – und danach in voller Höhe dem Angeklagten übergeben. Zur Androhung von Gewalt oder ausgeführter Gewalt soll es im Weiteren nicht gekommen sein, lediglich zu Aufforderungen wie „Schaff das Geld ran!“ so die Zeugin; und schließt: „Ich war einfach so naiv! (…) und ich hatte Angst, natürlich.“

Update, 12.30 Uhr - „Der zu den Engelchen gehört“ – Polizist macht detaillierte Angaben zu Deals des Angeklagten

Richterin Braune steigt anschließend in die Beweisaufnahme ein. Nach der Verlesung eines Protokolls, das bei der Festnahme des Angeklagten von der Polizei angefertigt wurde, erscheint der erste Zeuge vor Gericht. Angaben zur Sache macht der Kriminalbeamte, der mit der Auswertung der Abhör-Aktion der beiden Groß-Dealer aus Taufkirchen betraut war. Bereits in anderen Verhandlungen hatte der Zeuge umfangreiche Angaben zu den Drogen-Deals der beiden Münchner Großhändlern machen können.

Angeklagter mit Bezug zu den Rosenheimer Hells Angels

Bereits Anfang August 2021 hätten die beiden Dealer zum ersten Mal Kontakt mit der Person, die laut deren Aussage „zu den Engelchen gehört“, so der Sachbearbeiter. Gemeint ist dabei der angeklagte Bruckmühler. Die erste feststellbare Drogenübergabe habe dabei rund zwei Wochen später stattgefunden. Kurze Zeit – rund zehn Tage – später dann sogar der zweite Vorgang. Seine detaillierten Informationen zieht der Kriminalbeamte aus umfangreichen Abhör-Protokollen aus dem Auto der beiden Groß-Dealer.

Aus den Protokollen ließen sich genaue Angaben zu Preisen und Mengen der Betäubungsmittel machen, so der Zeuge weiter. Erstaunlich dabei sei, dass die Rosenheimer Hells Angels beim Verkauf des Kokains deutlich mehr Gewinn als die Verkäufer gemacht hätten. „Gegen ihn wurde allerdings schon länger ermittelt, als gegen die beiden Dealer“, ergänzt der Beamte auf Nachfrage des Gerichts, mit Blick in Richtung des Angeklagten. Über die Verflechtungen mit den Hells Angels sei die Polizei auf die beiden Groß-Dealer überhaupt erst aufmerksam geworden, so der Zeuge abschließend.

Mit Drogen in der Polizeikontrolle verhaftet

Nach der Aussage des Zeugen verließt Christina Braune weitere Protokolle und Gutachten; unter anderem zur Sicherstellung von Drogen und sonstigen Gegenständen im Rahmen der Verhaftung des Angeklagten. In dessen Wohnung konnte im Nachgang weiter eine Feinwaage, ein Springmesser samt Sturmhaube und auch eine Schreckschuss-Waffe sowie Bargeld aufgefunden werden.

Danach verließt Richterin Braune noch die persönlichen Daten des Angeklagten. Nach dem Tod seines Vaters habe er begonnen, Drogen zu konsumieren. Gegenüber dem Gutachter vom Innsalzach-Klinikum hatte er angegeben, dass ihn „dieses Ereignis aus der Bahn geworfen“ habe. Erst Cannabis, danach Ecstasy und Kokain, habe er regelmäßig konsumiert. Selbst nach einer früheren Verurteilung nach dem Betäubungsmittelgesetz und einer damit verbundenen Bewährungsstrafe habe er den Konsum weiter fortgesetzt; er „habe gelernt, wie man da tricksen kann.“ Zuletzt habe er fast nur noch Kokain konsumiert; bis zu einer Menge von drei Gramm pro Tag.

Im Bundeszentralregister sind für den Angeklagten gleich mehrere Einträge vermerkt. Vorsätzliches unerlaubtes Handeltreiben mit Betäubungsmitteln, Beleidigung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte wurden in vergangenen Verhandlungen bereits abgeurteilt.

Update, 10.50 Uhr - Prozessauftakt in Traunstein – Angeklagter mit umfangreichen Einlassungen

Pünktlich um 9.30 Uhr eröffnet die Vorsitzende der 7. Strafkammer – Richterin Christina Braune – die Verhandlung gegen den 25-jährigen Bruckmühler vor dem Landgericht in Traunstein. Die Staatsanwaltschaft legt ihm den Besitz sowie den Handel mit Drogen und Zwangsprostitution vor. Der Prozess beginnt mit der Verlesung der Anklageschrift durch Staatsanwalt Filipov.

Im August 2021 soll der Angeklagte bei zwei Groß-Dealern in Taufkirchen bei München insgesamt 150 Gramm Kokain sowie ein halbes Kilogramm Cannabis mit dem Zweck des Weiterverkaufs besorgt haben. Bereits wenige Tage später kaufte er nochmals die gleichen Mengen. Auf dem Weg in seine Heimat wurde der Bruckmühler allerdings von der Polizei kontrolliert: Die Beamten fanden die Betäubungsmittel und nahmen den Mann fest.

Junge Frau (18) zur Prostitution überredet?

Bereits knapp ein Jahr zuvor soll sich der Angeklagte wegen eines ganz anderen Verbrechens schuldig gemacht haben: So soll er über Instagram zu einer damals 18-Jährigen Kontakt aufgenommen haben. Von Anfang an habe er beabsichtigt, so die Staatsanwaltschaft, der jungen Frau eine Liebsbeziehung vorzutäuschen, um sie dadurch zur Prostitution zu zwingen. Nach mehreren privaten Treffen soll ihr der Angeklagte seinen Plan unterbreitet haben – und immer wieder auf sie eingeredet haben. Sogar ein Treffen mit einer Prostituierten in Rosenheim habe er arrangiert; „um ihr etwaige Bedenken zu nehmen“.

Anfangs soll die Frau noch zugestimmt haben, sich auf einer Fahrt nach Berlin zu prostituieren. Auf mehreren einschlägigen Internet-Seiten soll sie sich dazu auch ein Profil angelegt haben. Als es zuletzt zu einem Treffen mit einem Freier kam, habe die Frau dann aber umgehend abgebrochen.

Zweiter Fall der Zwangsprostitution etwa zur selben Zeit

Ende September 2020 kam es aber noch zu einem weiteren Treffen – diesmal mit einer anderen Person, die ihrerseits Kontakt zum Angeklagten aufgenommen haben soll. Nach einem ersten, persönlichen Treffen habe der Bruckmühler auch wieder versucht, seine Bekanntschaft zur Prostitution zu überreden. Wie bereits bei der 18-Jährigen zuvor, soll der Angeklagte auch hier eine finanzielle Beteiligung als Entschädigung für etwaige Kosten wie etwa Dessous gefordert haben.

Im weiteren Verlauf soll die Frau dann allerdings mehrere Treffen mit Freiern nur vorgetäuscht haben. Auf den vermeintlichen Erlös angesprochen gab sie an, das Geld bei ihrer Mutter aufzubewahren. Daraufhin soll der Angeklagte wütend geworden sein und sie schließlich geschlagen haben. Ohne sich jemals prostituiert zu haben, soll die Frau dann dem Angeklagten sogar einen vierstelligen Betrag gezahlt haben; nur aus Angst vor weiteren Schlägen.

Verteidigung regt Rechtsgespräch an

Nach einer kurzen Unterbrechung, in der Verteidiger Andreas Müller ein Rechtsgespräch mit der Kammer geführt hat, setzt Richterin Braune die Verhandlung fort. Während des Gesprächs sei es zu keiner Verständigung gekommen, so die Richterin. Andreas Müller erklärt, dass sich sein Mandant ausschließlich über seinen Verteidiger zu den Vorwürfen äußern werde. In einer Erklärung räumt er dann den Drogenhandel in beiden Fällen und auch die versuchte Zwangsprostitution im Fall der 18-Jährigen vollumfänglich ein. Zum zweiten Fall will er aber keine Angaben machen.

Vorbericht

Der Rosenheimer Charter der Hells Angels beschäftigt die Gerichte nun schon seit geraumer Zeit: Bereits Anfang März verurteilte das Landgericht Frankfurt den ehemaligen Präsidenten des Clubs zu einer Freiheitsstrafe von zehn Jahren und zwei Monaten. Er hatte drei zwischen 17 und 36 Jahre alte Frauen im Zeitraum von April 2019 bis Dezember 2020 in verschiedenen Wohnungen und Hotels in Frankfurt und Bayern untergebracht, wo sie der Prostitution nachgingen. Auf Widerworte soll der Anführer des Rosenheimer Charters mit Schlägen reagiert haben, so dass er neben Zwangsprostitution auch wegen Körperverletzung verurteilt wurde.

Großer Schlag gegen die Hells Angels in der Region

Anfang Juni landete dann der nächste Fall vor dem Richter - diesmal am Traunsteiner Landgericht. Ein Rocker aus Rohrdorf geht für seine Taten für 4 Jahre und 6 Monate hinter Gitter. Ihm warf die Staatsanwaltschaft neben dem Handel mit Betäubungsmitteln auch den unerlaubten Besitz einer scharfen Waffe vor. Bereits einige Wochen zuvor musste sich sein direkter Vorgänger in der Hierarchie der Hells Angels verantworten - und wurde ebenfalls verurteilt.

Jetzt, genauer ab Montag (11. Juli), wird einem weiteren Mann aus dem Rocker-Milieu in Traunstein der Prozess gemacht: Der 26-Jährige aus Bruckmühl soll spätestens seit August 2021 Cannabis und Kokain in nicht geringer Menge gekauft und mit Gewinnabsicht weiter veräußert haben. Als Lieferanten sollen zwei Münchner fungiert haben, die zuvor sowohl ein weiteres Mitglied der Hells Angels, als auch einen Rosenheimer Dealer mit Drogen versorgt hatten.

Angeklagter aus Bruckmühl: Drogen, Zwangsprostitution und Körperverletzung

Darüber hinaus wirft die Staatsanwaltschaft dem 26-Jährigen aber noch zwei weitere Verbrechen vor: Bereits im Jahr 2020 habe er zu einer damals 18-jährigen Frau über die sozialen Netzwerke Kontakt aufgenommen. Nachdem sich beide ein paar Mal getroffen und eine Beziehung begonnen hatten, soll der Angeklagte versucht haben, die junge Frau zur Prostitution zu überreden. Obwohl sie sich anfangs weigerte, übte der Bruckmühler weiter Druck aus - solange, bis die Frau schließlich nachgab.

Etwa zeitgleich soll der angeklagte Biker eine weitere Frau kennengelernt haben. Und auch sie habe er versucht - anfangs mit Worten und später sogar mit Schlägen - zur Prostitution zu zwingen. In beiden Fällen habe der 26-Jährige eine finanzielle Beteiligung an den Erlösen verlangt. Der Prozess gegen den Bruckmühler beginnt am Montag (11. Juni) um 9 Uhr und ist vorerst auf vier Verhandlungstage angesetzt.

***chiemgau24.de berichtet am Montag live und in Ausschnitten von der Verhandlung. ***

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