Ich bin der Nikolaus - nicht der Weihnachtsmann!

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Ein „echter“ hl. Nikolaus mit allen Attributen eines Bischofs, Mitra, Stab und Brustkreuz, samt Krampus und Engeln stattete der BS III einen Besuch ab. Die angehenden Kinderpfleger/innen wurden gelobt und getadelt, aber auch über den Unterschied zwischen St. Nikolaus und Weihnachtsmann aufgeklärt. Der Nikolaus-Brauch soll in unseren Kindergärten nicht aussterben.

Traunstein - Heiligen Besuch bekamen die Kinderpflege-Auszubildenden der Berufsschule III. Eine Projektarbeit um später selbst den Brauch vermitteln zu können.

Man weiß es inzwischen: In Süddeutschland, also auch im Rupertiwinkel und dem Chiemgau, sowie in den Alpenländern kommt zu den Kindern der Bischof Nikolaus mit dem Knecht Ruprecht (Krampus). Er lobt und tadelt und bringt kleine Gaben. Der Weihnachtsmann hingegen ist in den nördlichen Ländern und vor allem in den USA daheim; er kommt mit einem Sack voller großer Geschenke und erfüllt dort eine Funktion, die bei uns dem Christkind zukommt.

In dieser Unterscheidung, mit dem Fokus auf der lokalen Tradition, bringen die meisten Eltern ihren Kindern das Brauchtum nahe. Da jetzt aber manchmal eine Vermischung stattfindet und zunehmend Weihnachtsmänner unsere Kaufhäuser bevölkern und bisweilen sogar bis in Kindergärten „vordringen“, besuchte ein "echter" Nikolaus die Berufsfachschule für Kinderpflege an der BS III. Er stellte in seiner Ansprache an die angehenden Kinderpfleger/innen den Unterschied deutlich heraus und bat sie, in den Kindergärten für einen Fortbestand des schönen alten Nikolaus- Brauchs zu sorgen.

Die Klassen K 11b und K 11c hatten die Vorbereitung des Projekts übernommen und die anderen Klassen aufgefordert, es mit Liedern und kleinen Auftritten auszuschmücken. Der Bischof aus Myra (3./4. Jhd.) stellte sich als Heiliger aus der Türkei vor. Mit lobenden und tadelnden Hinweisen wandte er sich an Klassen und Lehrkräfte. Um seinen Worten Nachdruck zu verleihen, hatte er seinen treuen Knecht Ruprecht mitgebracht, der jedoch nicht eingreifen musste. Fünf Engel begleiteten ihn und verteilten kleine Schoko-Nikolause, die mit den Attributen eines Bischofs, Mitra, Stab und Pektorale (Brustkreuz), ausgestattet waren. Als „handouts“ sollten sie daran erinnern, dass der rot gewandete Weihnachtsmann, als Gegenspieler des St. Nikolaus, dergleichen heilig-fromme „Accessoires“ nicht vorweisen kann. Auch bedient dieser sich nicht der wohlgesetzten Rede, sondern ruft nur sein „Ho, ho“ in die Runde.

Wer Kinder erzieht, sollte sie neben all dem anderen auch im Brauchtum erziehen und dafür sorgen, dass die lokal-regionalen Traditionen nicht verloren gehen. Kinderpflegerinnen sind also auch Heimat- und Brauchtumspflegerinnen. Der Besuch des heiligen Nikolaus an der BS III in Traunstein sollte daran erinnern.

Pressemitteilung - Patzelt / Berufsschule III Traunstein

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