Der Hochwasserschutz im Süden von Traunstein

Traunstein - Bereits im August 2010 war der Baubeginn für die Hochwasserschutz-Maßnahmen im Süden von Traunstein. Derzeit laufen die Baumaßnahmen entlang der Traun auf Hochtouren.

Der Haslacher Mühlbach in Mühlwiesen wurde zum Teil verlegt. Der neue Rad- und Fußgängerweg von Traunstein nach Seiboldsdorf weiter zum Lohfeld mit dem Entwässerungskanal Lohfeld durch Dämme und Staumauern in Seiboldsdorf errichtet.

Traunausbau und Hochwasserschutz

Bereits seit dem 15. Jahrhundert wurde aus dem Einzugsgebiet der Traun Holz nach Inzell zur Reichenhaller Trift gebracht. Nach Inbetriebnahme der Saline Traunstein im Jahre 1619 wurde dieses über die Traun getriftet, die dazu erstmals im großen Umfang ausgebaut worden ist.

Der von 1619 bis 1910 hier verlaufende Triftrechen hatte neben seiner Hauptaufgabe der Holzversorgung der Saline Traunstein auch eine Schutzfunktion für den weiteren Traunverlauf. Durch seine Bauart wurde gefährliches Treibholz aufgefangen und von den übrigen hölzernen engen Brücken ferngehalten. Anläßlich des großen Hochwassers im September 1899 waren über 200 Häuser überschwemmt. Wegen Beseitigung des Triftrechens waren einige Baumaßnahmen notwendig

Die Gesamtkosten des zwischen 1909 und 1913 erfolgten Traunausbaues beliefen sich auf rund 700.000 Mark. Später wurden wegen Hochwasserschäden und Verkehrsverbesserung folgende Brückenbauten ausgeführt: 1975 Salinen - und Kammerer Brücke, 1977 Heiliggeistbrücke, 1978 Ettendorfer - (Gasbrücke), Schwimmbad und Viaduktsteg, 1982 Empfinger Brücke.

Der Baubeginn der weiteren Hochwasserschutz-Maßnahmen im Süden von Traunstein habe bereits seit August 2010 seinen Anfang gefunden. Unter anderem wurde das Traunsteiner Wehr abgerissen und das Flussbett der Traun um bis zu 1,5 Meter eingetieft worden. Seit 2002 haben die Stadt Traunstein und der Freistaat bereits rund sechs Millionen Euro in den Hochwasserschutz an der Traun investiert, für den nächsten Bauabschnitt werden die Kosten auf rund fünf Millionen Euro geschätzt. An den bisherigen Maßnahmen hat sich die Stadt Traunstein mit einem Anteil von 40 Prozent beteiligt.

Karpf

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