Jan Weiler am Chiemgau-Gymnasium

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Jan Weiler: „Ich befolge den Grundsatz, wie ein Philosoph zu denken und wie ein Bauer zu sprechen“.

Traunstein - „Ich befolge den Grundsatz, wie ein Philosoph zu denken und wie ein Bauer zu sprechen“ - Kolumnist und Bestsellerautor Jan Weiler kam zu einer Lesung an das Chiemgau-Gymnasium in Traunstein.

Weiler schaffte es in kürzester Zeit, seine Zuhörer mitzureißen und sie in höchst amüsanter Weise mit den kleineren und größeren Problemen des Alltags zu konfrontieren. Witzig, geistreich, kritisch, aber ohne moralischen Zeigefinger wurde so manche Alltagssituation beleuchtet. So schmunzelten die Gäste über die vom Autor in den Zügen der Deutschen Bahn gesammelten Durchsagen – wurden sie doch an so manche eigene Erfahrung erinnert. Ähnlich ging es dem Publikum bei Weilers Ausführungen zur Erziehung, zu den Problemen im Umgang mit pubertierenden Kindern und auch zu aktuellen politischen Problemen.

Für seine Geschichten zur Erklärung des Phänomens „Helikopter-Eltern“ und seine bissigen Bemerkungen zur Zeiterscheinung der „hochbegabten“ Kinder erntete der Autor tosenden Beifall vom zahlreich erschienen und sehr gut gelaunten Publikum. Zur Erklärung: Helikopter-Eltern sind diejenigen Eltern, die ihre Kinder ständig umkreisen und permanent anwesend sein müssen. Bei den hochbegabten Kindern taucht laut Weiler häufig das Problem auf, dass die Hochbegabung für Außenstehende nur schwer zu erkennen ist. Mütter haben da aber häufig eine ganz einfache Erklärung. Wenn ein Knabe sich beispielsweise weigert zu rechnen, liegt es sicherlich an seiner mathematischen Hochbegabung, die er aber durch ebendiese Weigerung verbergen möchte. Seine Lesung beendete Weiler ohne die obligatorische Fragerunde, um die „mitgeschleppten Ehemänner“ nicht noch weiter zu strapazieren oder gar intellektuelle Höhenflüge zu erzwingen. Auch dieser Abschluss sorgte für einen Riesenapplaus. Schulleiter Klaus Kiesl bedankte sich beim P-Seminar „Literatur lebt“ unter Leitung von Studiendirektorin Emma Häußler für das große Engagement und die hervorragende Organisation der gesamten Literaturwoche. Die Lesung von Jan Weiler hob Kiesl als ein besonderes „Schmankerl“ hervor.

A propos „Schmankerl“: Kulinarisch begleitete die in Weilers Texten so oft thematisierte Verbindung von Italien und Bayern das hervorragende Buffet des italienischen Kochs der Mensa (Wochinger Brauhaus). Musikalisch hat auch bei dieser Lesung wieder die Band „Joe Pretty Musical enframing Clubband“ (Schüler des ChG) für die richtige Stimmung gesorgt.

Chiemgau-Gymnasium Traunstein

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