"Ein weiterer Schritt Richtung Energiewende"

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„Ein weiterer Schritt zur Energiewende“: Über den offiziellen Baubeginn für das neue Wasserkraftwerk der Stadtwerke Traunstein am Triftweg freuten sich (v.l.) Ingenieur Günther Hartmann, Stadtwerke-Geschäftsführer Stefan Will, Oberbürgermeister Manfred Kösterke, der Werkereferent des Stadtrates, Gerhard Schneider, und Stadtrat Florian Schützinger.

Traunstein - Die Bauarbeiten für das neue Wasserkraftwerk der Stadtwerke Traunstein am Triftweg laufen seit einem Monat auf Hochtouren - vor allem dank der hohen Investition.

Die Bauarbeiten für das neue Wasserkraftwerk der Stadtwerke Traunstein am Triftweg laufen seit einem Monat auf Hochtouren, am Montag haben sie auch „offiziell“ begonnen: Auf Einladung der Stadtwerke, die in das Projekt über eine Million Euro investieren, verfolgten die Gäste, wie ein Spezialkran ein 1,4 Tonnen schweres Stahlrohr auf das Fundament des neuen Kraftwerks setzte. Auf der Stahlkonstruktion wird in einem der nächsten Bauabschnitte die Turbine montiert, die sich nach Fertigstellung von Kraftwerk und Kanal vollständig unter Wasser befinden wird und auf eine Leistung von 200 Kilowatt ausgelegt ist.

Traunstein baut am Wasserkraftwerk "Triftweg"

Oberbürgermeister Manfred Kösterke bezeichnete die Millionen-Investition der Stadtwerke in den Ausbau der Wasserkraft als einen weiteren Schritt in Richtung Energiewende. Er sei dankbar für die einhellige Unterstützung der Maßnahme durch die im Aufsichtsrat der Stadtwerke vertretenen Stadtratsfraktionen. Schon heute könnten die Kunden der Stadtwerke sicher sein, dass sie 100 Prozent Öko-Strom aus Wasserkraft erhalten. Das sei durch einen Liefervertrag mit der Salzburg AG gewährleistet. „Langfristig verfolgen wir in Traunstein jedoch das Ziel, die Energie vor Ort selbst zu erzeugen – und dazu ist die Wasserkraft die am besten geeignete Erzeugungsart“, machte Kösterke deutlich.

Noch im Laufe des Jahres soll das vom Ingenieurbüro Hartmann aus Seebruck geplante Kraftwerk fertig gebaut sein. „Mit der Anlage am Triftweg können wir die Kraftwerkskapazität an der Traun fast verdoppeln“, unterstrich Stadtwerke-Geschäftsführer Stefan Will die Bedeutung der Maßnahme für die Stromerzeugung in der Großen Kreisstadt. Genau wie die Pläne zum Bau einer Nahwärmeversorgung auf der Brunnwiese zeige auch das Projekt an der Traun, dass sich die Stadtwerke als kommunales Versorgungsunternehmen für den Ausbau der erneuerbaren Energien einsetzen. „Andere reden nur über Klimaschutz und Nachhaltigkeit.. Aber wir handeln, um diese Ziele zu verwirklichen“, bekräftigte Will. Die Stadtwerke betreiben an ihrem Werkkanal schon zwei Wasserkraftwerke, die eine Jahresmenge von 1,5 Millionen Kilowattstunden erzeugen. Das reicht aus, um den Strombedarf von über 400 Haushalten in Traunstein zu decken.

Möglich wird die Stromerzeugung am Triftweg durch die Veränderungen, die der Hochwasserschutz Traunstein-Süd mit sich bringt. An der Stelle des Kraftwerks stand 90 Jahre lang das Traunsteiner Wehr, das inzwischen abgebrochen wurde. Das Wasser zum Antrieb der Turbine kommt aus dem Verbindungskanal, der in Zukunft den Haslacher Mühlbach mit dem Werkskanal der Stadtwerke verbindet: Wenn die Arbeiten abgeschlossen sind, wird ein Teil des Wassers in den Werkskanal fließen und der Rest durch das neue Kraftwerk zurück in die Traun.

Pressemitteilung Stadt Traunstein

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