"Sich weiter offen in die Augen sehen"

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Dr. Michael Schuhbeck, der Vorsitzende der Bürgerinitiative, gratuliert Bürgermeister Claus Pichler (von rechts) zu dem deutlichen Abstimmungsergebnis.

Ruhpolding - Am Tag nach dem Bürgerentscheid zum "Hoteldorf Zell" sind alle Beteiligten froh über das klare Ergebnis. Bürgermeister Pichler sagte, so sei  "es leichter, weitere Entscheidungen fortzuführen".

Eine große Zahl von Ruhpoldingern hatte am Sonntagabend in der Aula der Volksschule den Ausgang des Bürgerentscheids verfolgt. Bereits 40 Minuten nach Schließung der Abstimmungslokale konnte Bürgermeister Claus Pichler verkünden, dass sich über 72 Prozent der Stimmberechtigten für das "Hoteldorf Zell" aussprechen.

Er sei über die "gute und klare Entscheidung" froh, sagte Bürgermeister Pichler erleichtert. "Bei einem eindeutigen Votum ist es leichter, weitere Entscheidungen fortzuführen." Jetzt könnten weitere planerische Schritte eingeleitet werden. Wie schon im Vorfeld des Bürgerentscheides angekündigt, ist es für ihn wichtig, das sich Gegner und Befürworter des Projektes auch nach der Abstimmung "weiter offen in die Augen sehen können".

Der Vorsitzende der Bürgerinitiative (BI), Dr. Michael Schuhbeck, betonte erneut, dass er grundsätzlich immer noch für ein qualitativ hochwertiges Viersterne-Hotel sei, sich die Bürgerinitiative aber gegen das seiner Meinung nach "überdimensionierte Hoteldorf" gerichtet habe. Die demokratische Entscheidung der Ruhpoldinger sei natürlich zu akzeptierten meinte er und ergänzte: "Mit dem heutigen Votum sehe ich die Aufgabe der Bürgerinitiative für erledigt an."

Helmut Müller, der Vorsitzende des Verkehrs- und Kulturvereins, auf dessen Initiative die Befürworter "Dorfhotel Zell - Wir sind dafür!" auf den Plan gerufen wurden, sagte angesichts des klaren Entscheides: "Wenn der Verkehrs- und Kulturverein und der Wirtschaftsverband zusammen helfen, wird etwas daraus." Für ihn sei die für Bürgerentscheide hohe Wahlbeteiligung und das Ergebnis ein klares Zeichen für die Zukunft des Tourismus. Dieser Meinung schloss sich auch der Vorsitzende des Wirtschaftsverbandes, Michael Mayer an.

Beim ersten Bürgerentscheid in der Gemeinde hatten sich von den 3024 abgegebenen gültigen Stimmen 2184 (72,22 Prozent) gegen das Nein der BI entschieden, 840 (27,8 Prozent) dafür. Die Wahlbeteiligung lag bei knapp 58 Prozent. Damit signalisierten die Bürger, dass sie mehrheitlich für das geplante Tourismusprojekt auf dem Gelände des ehemaligen "Zellerbauernhofes" sind.

hbw

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