Mountainbiker abgestürzt - Frauen in Bergnot

Hubschrauber musste mehrere Male ausrücken: Bergwacht Inzell am Wochenende im Dauereinsatz

Bergwacht und Hubschrauber
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Die Bergretter mussten am Wochenende zu mehreren Einsätzen ausrücken.

Gleich mehrmals musste die Bergwacht Inzell am Wochenende ausrücken. Mehrere Personen gerieten in Bergnot, ein Mountainbiker verletzte sich bei einem Absturz schwer.

Pressemitteilung im Wortlaut:

Am Freitagnachmittag setzte ein Wanderer, der sich auf dem Steg am Frillensee befand, einen Notruf ab, da er Hilferufe aus Richtung Murkar hörte.

Nach Rückruf des Einsatzleiters beim Melder und Abklärung einiger Hinweise die parallel eingegangen waren, wurde ein Fahrzeug zum Frillensee geschickt, um sich vor Ort ein Bild zu machen. Dort konnten die Hilferufe allerdings in Richtung Zwieselsteig im Bereich über der Dunkelwand zugeordnet werden. Nach kurzer Suche mit dem Fernglas war im weglosen Gelände über der Dunkelwand eine Person zu erkennen, die durch Winken auf sich aufmerksam machte und offensichtlich in Bergnot war. Da eine bodengebundene Rettung aus diesem Gelände nur mit großem Sicherungsaufwand und nicht mehr vor Einbruch der Dunkelheit möglich gewesen wäre, entschied man sich einen Hubschrauber hinzuzuziehen. Der Rettungshubschrauber Christoph 14, der auf Rückflug von einem anderem Einsatz war, nahm in Inzell zwei Bergretter auf und setzte diese mit letzten Kraftstoffreserven mittels Winde in der Nähe der Einsatzstelle ab. Von der Einsatzstelle kam zeitnah die Rückmeldung, dass der Patient zwar über ein Schneefeld abgestürzt, aber nur leicht verletzt sei. Da ein Polizeihubschrauber gerade im Bereich Ruhpolding verfügbar war, entschied man sich, die Rettung mit dieser Maschine abzuschließen, da diese ausreichend betankt war und so der Rettungshubschrauber mit Notarzt nach Betankung in Traunstein wieder frei für medizinisch Notfälle war. 

Nach Sicherung des Patienten führten ihn die Bergretter an einen geeigneten Platz zum Aufwinchen, wo sie der Polizeihubschrauber in zwei Anflügen mit der Rettungswinde abholte. Der Patient wurde zur Abklärung der leichten Verletzungen von einem Rettungswagen in eine Klinik gebracht.

Der nicht ortansässige 29-Jährige war mit zwei Begleitern über die Kohleralm auf den Gamsknogel gestiegen. Er entschied sich weiter in Richtung Zwiesel zu gehen und über den Zwieselsteig abzusteigen, wo er über ein Schneefeld abstürzte und blockiert war. Seine beiden Begleiter stiegen über die Kohleralm zurück ins Tal und warteten bereits vergeblich am Wanderparkplatz in Adlgass, wo sie sich wieder treffen wollten. 

Komplett erschöpft: Frauen in Bergnot geraten

Am Samstagvormittag waren zwei Frauen, beide im Alter von 27 Jahren, vom Inzeller Ortsteil Hausmann über den Weittalsteig in Richtung Gruberhörndl aufgebrochen. Auf einer Höhe von ca. 1300m mussten sie aufgrund völliger Erschöpfung einen Notruf absetzten. Da die beiden offensichtlich nicht mehr in der Lage waren alleine abzusteigen und sich unmittelbar in absturzgefährdeten Gelände befanden wurde erneut ein Hubschrauber mit Bergeeinrichtung angefordert um einen Bergretter möglichst schnell zur Einsatzstelle zu bringen. Der Rettungshubschrauber Christoph 14 nahm an der Bergrettungswache einen Luftretter auf und setzte diesen nach kurzem Suchflug mittels Winde in der Nähe der Einsatzstelle ab. 

Nach Sicherung der Patientinnen und Lageeinschätzung des Retters wurde ein zweiter Luftretter zum Einsatzort geflogen, um die beiden Patientinnen mit zwei Doppelwinch-Vorgängen ins Tal zu fliegen.

Mountainbiker abgestürzt und schwer verletzt

Am Samstagnachmittag war ein Mountainbiker in Weißbach a.d.A. am sogenannten Plattensteig abgestürzt und blieb schwer verletzt im steilen Waldgelände liegen. Da es sich um eine Notarztindikation handelte, war der mitalarmierte Rettungshubschrauber „Alpin Heli 6“ aus Zell am See bereits auf Anflug und auch der Bergwachtnotarzt aus Ruhpolding meldete sich auf Anfahrt.

Beim Eintreffen am Unfallort wurde der Patient mit Verdacht auf Unterschenkelfraktur und Schockanzeichen von Bergwachtmannschaft und -notarzt versorgt und im Bergrettungssack mit Vakuumbett transportfertig gemacht. Der Rettungshubschrauber nahm zur besseren Lokalisation der Einsatzstelle in Inzell einen Bergretter auf und flog den Patienten im Anschluss mittels Rettungstau zum Zwischenlandeplatz nach Weißbach, wo bereits ein Rettungswagen zum Transport in die Klinik wartete.

Pressemitteilung der Bergwacht Inzell

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