Neue Versorgung: Wasser marsch in Inzell!

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Inzell - Zeit is' worn, werden sich manche denken. Aber jetzt ist es endlich soweit: Inzell hat eine neue Wasserversorgung. Am 19. Juli ist die feierliche Einweihung.

Seit dem Jahre 1910 bemüht sich die Gemeinde um eine allgemeine Wasserversorgung. Wegen grundrechtlicher und finanzieller Probleme und unterbrochen durch die beiden Weltkriege und die direkte Zeit danach blieben die Bemühungen ohne Erfolg. Bis 1951 hatte fast jeder Bauernhof für sich oder mit Nachbarn eine eigene Quellwasserversorgung. Die Häuser im Dorf hatten Pumpbrunnen oder später elektrische Pumpen zur Förderung des Grundwassers.

Im Jahr 1951 begann die Gemeinde mit dem Bau einer gemeindlichen Wasserversorgung in den nördlichen Ortsteilen. Das Wasser kam aus Quellen am Teisenberg, Ortsteil Holzen. Die rasche Entwicklung der Gemeinde, besonders des Fremdenverkehrs, machte eine weitere Suche nach einwandfreiem Trinkwasservorkommen erforderlich. Mehr als 30 Versuchsbohrungen wurden im Laufe der Zeit im Inzeller Tal niedergebracht. Die dabei erreichten Vorkommen waren zwar vielfach ausreichend konnten aber die Qualitätskriterien nicht erfüllen oder die erforderlichen Schutzgebiete standen wegen bereits bestehender Bebauung nicht im vorgeschriebenen Umfang zur Verfügung.

Im Bereich Niederachen- Sulzbach und anschließend in Wildenmoos zwischen dem „Inzeller Kienberg“ und dem „ Kienbergl“ wurden Tiefbrunnen errichtet. Beide Förderungen waren nicht problemfrei. Eine stabile dauerhafte Lösung ist letztlich die Mitversorgung der Gemeinde Inzell aus der Wasserversorgungsanlage der Stadt Traunstein in der Laubau, Gde. Ruhpolding. Dort musste dafür ein weiterer Brunnen gebohrt werden.

Im August 2011 wurde der Wasserlieferungsvertrag zwischen den Stadtwerken Traunstein und der Gemeinde Inzell unterzeichnet und mit dem Bau der Verbindungsleitung Ruhpolding- Inzell begonnen. Es handelt sich dabei um eine 6973 m lange Rohrleitung aus duktilen Gussrohren GGG mit Zementmörtelauskleidung, die von Laubau zum Hochbehälter der Inzeller Wasserversorgung im Ortsteil Schmelz auf eine Höhe von 774 NN führt. Aufgrund des Höhenunterschieds war ein Überhebepumpwerk mit Standort Ramsler, Gde. Ruhpolding erforderlich. Die Wasserförderung erfolgt mit drei Hochdruckkreiselpumpen, von denen zwei Pumpen zusammen 32 l/sec fördern.

Nach einer langen Winterpause wurden die Arbeiten im Mai 2012 fortgesetzt. Der Einsatz von Spezialmaschinen machte eine schnelle und schonende Verlegung der Leitung möglich. Diese konnte im September 2012 nach erfolgreicher Druckprüfung abgenommen und im Frühjahr 2013 probeweise in Betrieb gehen.

Am 19. Juli erfolgt nun die offizielle Inbetriebnahme mit Segnung der neuen Wasserversorgung der Gemeinde Inzell. Damit wird eine der bedeutendsten Maßnahmen für die Inzeller Bevölkerung abgeschlossen. Sollte der Wasserverbrauch ansteigen können zukünftig auch größere Wassermengen wirtschaftlich nach Inzell gefördert werden.

Pressemitteilung der Gemeinde Inzell

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