Die inszenierte Realität als Prüfung

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Massenanfall von Verletzten: Neben der Erstversorgung von Verletzungen musste auch die Registrierung durchgeführt werden.

Trier/Traunstein - Große Freude beim Malteser-Hilfsdienst: Die Traunsteiner Teams gehören zu den Siegern des Malteser-Bundeswettbewerbs in Trier.

Beim Bundeswettbewerb der Sanitätseinheiten in Trier gehörten die Traunsteiner Teams zu den Siegern. Die Erwachsenengruppe holte sich den 3. Platz und die Buben und Mädchen der Jugendgruppe erreichten den 6. Platz. Die erstmals bei einem Malteser-Bundeswettbewerb mitwirkenden Schulsanis des Annette-Kolb-Gymnasiums Traunstein dürfen sich mit dem 14. Platz über einen Achtungserfolg freuen.

Über 400 Teilnehmer zwischen 11 und 63 Jahren traten beim 17. Bundeswettbewerb des Malteser Hilfsdienstes gegeneinander an. Vom Wissenstest über einen Rollstuhlparcours bis zum Motorradunfall, einer Gasexplosion und einem Chemieunfall mussten die Teilnehmer ihr Können unter Beweis stellen und zeigen, wie sie im Notfall reagieren. Die Unfallszenarien wurden täuschend echt simuliert. Unfalldarsteller wurden mit Schminke und Kunstblut zu Schwerverletzten mit Wunden und Knochenbrüchen präpariert und mimten Schock- und Schmerzzustände. An den jeweiligen Stationen schauten Schiedsrichter den Einsatzkräften genau auf die Finger: Bewertet wurden Einsatztaktik, die Erstversorgung der Verletzten, die psychologische Betreuung und der Selbstschutz der Helfer. Je nach Leistung der Teams verteilten die Unparteiischen Pluspunkte.

Am Ende jubelte das Traunsteiner Erwachsenenteam mit Karl-Heinz Blaschko, Johanna van Eck, Martin Eichschmidt, Stefan Fuchs, Maximilian Geppert, Christine Heuschneider, Sebastian Sedlmeier, Katharina Mörtl, Birgit Wolkersdorfer und Gruppenführer Manfred Schnitzlbaumer über den 3. Platz, nur wenige Punkte hinten den Siegern aus Aachen und Saarbrücken. Die Traunsteiner Jugendgruppe unter Leitung von Dr. Michael Winklmaier mit Johannes Fellner, Maxi Letschert, Isabella Kleeberg von Spreti, Maria und Julia Schnitzlbaumer, Philipp Thiele und Dominik Winklmaier, die für die Malteser-Jugend in der Erzdiözese München-Freising antrat, durfte sich über einen hervorragenden 6. Platz freuen. Die ersten drei Plätze belegten die Jugendteams aus den Diözesen Bamberg, Augsburg und Trier. Der olympische Gedanke „Dabei sein ist alles“ überwog bei den Schulsanitätern des AKG Traunstein mit Gruppenführerin Christiana Mitterer. Zwar reichte es nur für den 14. Platz, dennoch freuten sie sich über die tollen Erfahrungen beim Bundeswettbewerb und die Begegnung mit den Schulsanis von Hamburg bis Freiburg. Sieger wurden die Nachwuchs-Sanitäter der Theresienschule in Berlin.

Die drei Wettbewerbsgruppen aus dem Landkreis Traunstein nahmen mit 25 Personen an der Deutschen Meisterschaft teil. Sie hatten sich durch Siege beim Diözesanwettbewerb für die Teilnahme qualifiziert und vertraten damit den Diözesanverband München-Freising. Für Max Rauecker, Kreisbeauftragten der Malteser ist das gute Abschneiden beim Bundeswettbewerb ein Leistungsnachweis für den hohen Ausbildungsstand. „Die Traunsteiner Malteser gehören zu den besten Sanitätseinheiten in Deutschland. Darüber freuen wir uns sehr und dafür werden wir uns weiter anstrengen.“

Malteser Hilfsdienst e.V. Traunstein

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