"Ludwig Schwabl Sportpark"

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Die fast fertige Eishalle in der Nacht.

Inzell - Der neue Straßenname der Max-Aicher-Arena in der Postanschrift lautet "Ludwig Schwabl Sportpark". Damit wird der verstorbene Inzeller Altbürgermeister Ludwig Schwabl gewürdigt.

Er hatte sich sehr für den Eisschnelllaufsport eingesetzt und war früher Namensgeber des Stadions. Darauf verständigten sich einstimmig die Gemeinderäte.

"Der Name ,Ludwig Schwabl Campus' hat uns nicht gefallen", berichtete Josef Rieder, Sprecher der Fraktionsgemeinschaft SPD und Unabhängige/Bürger für Inzell. Er schlug als Alternative "Ludwig Schwabl Sportpark" vor. Die anderen Fraktionen pflichteten ihm bei. Nur Annelie Gromoll (Offene Bürgerliste) plädierte zunächst für "Ludwig Schwabl Platz", da ihr die Eingrenzung auf "Sport" und "Park" nicht so gefiel: "Für mich ist das ein Platz, wo technische und menschliche Hochleistung erbracht wird, und ein Ort des Zusammenkommens und des Feierns." Am Ende stimmte Gromoll ebenfalls der Sportpark-Variante zu.

Die Kosten für die Eisschnelllaufhalle und die im Haushalt separat auszuweisenden Umsatz- und Vorsteuern von rund zwei Millionen Euro blähen den Haushalt 2011 der Gemeinde Inzell etwas auf. Insgesamt sind für den Bau der Max-Aicher-Arena heuer gut 9,43 Millionen Euro angesetzt.

Im Haushalts-Vorbericht gab Kämmerer Peter Pauser einen Überblick über die Verteilung der gesamten Baukosten in Höhe von 36,91 Millionen Euro auf die Haushaltsjahre: 1,10 Millionen Euro wurden 2008 investiert, 6,98 Millionen Euro 2009, 19,40 Millionen Euro 2010 und der Rest 2011. Für heuer wird auch noch der restliche Zuschuss von den insgesamt 32,4 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II eingeplant: rund 7,75 Millionen Euro.

Bis Ende Oktober muss die Gemeinde die Baumaßnahme abgerechnet und den so- genannten Verwendungsnachweis bei der Regierung von Oberbayern vorgelegt haben, sagte Pauser auf Rückfrage. Erst danach wird eine Schlussrate des Zuschusses ausbezahlt.

Es bleiben für die Gemeinde ungedeckte Kosten vom Eishallenbau in Höhe von 4,51 Millionen Euro. Dazu wird ein mündlich zugesagter Kreiszuschuss in Höhe von 1,5 Millionen Euro erwartet. Ausgezahlt wurden davon bisher 360.000 Euro. Weitere Raten des Kreiszuschusses wurden in den Finanzplan übernommen: 240.000 im Jahr 2011, 300.000 im Jahr 2012, 480.000 im Jahr 2013 und 120.000 Euro im Jahr 2014. Laut Pauser sind dies jedoch unverbindliche Zahlen und bedeuten keine Zusage zur Auszahlung.

Im Verwaltungshaushalt sind bei der Eishalle Einnahmen in Höhe von 844.000 Euro prognostiziert. Enthalten sind Zuschüsse, Eintrittseinnahmen und Vermietungserlöse, 100.000 Euro von Max Aicher für die Namensrechte sowie 20000 Euro für Bauleistungen der Eisstadion-Bediensteten.

Dem stehen Ausgaben in Höhe von 1,1 Millionen Euro gegenüber. Für den vorgesehenen Sommerbetrieb wurde ein Zuschuss in Höhe von 80000 Euro berücksichtigt. Ausgaben für Strom wurden in gleicher Höhe angesetzt. Der Kommune verbleibt aus dem Betrieb des Bundesleistungszentrums ein Minus von 259.000 Euro. Zum Vergleich: 2008, vor dem Eishallenbaubeginn, waren es 233.000 Euro Defizit. Letzteres waren jedoch laut Kämmerer gesicherte Kosten, während die Zahlen für heuer auf Prognosen des Projektsteuerers "Hitzler Ingenieure" beruhen. Erst mit ersten Erfahrungswerten seien genauere Zahlen möglich. Durch bessere Vermarktung der Halle, etwa durch Veranstaltungen wie die Sat1-Winterspiele, lässt sich die Bilanz auch noch aufbessern.

Für den Bauunterhalt am Eisstadion wurden heuer im Vermögenshaushalt 60.000 Euro angesetzt. 50 Prozent davon schießt der Bund zu, 22,3 Prozent das Land. Die Gemeinde muss 27,7 Prozent, also 16.620 Euro, selber tragen. 

vm/Chiemgau-Zeitung

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