Hubschrauber mit Pistenraupe geborgen

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Inzell - Nach dem Hubschrauber-Absturz am Kienberg mit einem lebensgefährlich verletzten Piloten ermittelt die Polizei mit Hochdruck. Der Helikopter wurde mittlerweile geborgen.

Der Leichthubschrauber war am Mittwoch, 20. Februar, gegen 16.40 Uhr am Kienberg bei Inzell in ziemlich unwegsamem Gelände auf einer Höhe von 1700 Metern abgestürzt. Dabei wurde der Pilot schwerst verletzt.

Am Donnerstagmorgen hat dann Polizeisprecher Andreas Guske auf Anfrage von chiemgau24 erste weiterführende Details bekanntgegeben. Demnach handelte es sich bei dem Helikopter um ein einsitziges Fluggerät der Marke CH-7 und hatte eine Schweizer Zulassung. Der Hubschrauber hatte einen Wert von etwa 80.000 Euro und wurde beim Aufprall völlig zerstört.

Pilot aus Salzburg schwebt in Lebensgefahr

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Bei dem Unfall-Piloten handelt es sich um einen 43-jährigen Mann aus Salzburg, der nach ersten Polizei-Erkenntnissen rund 40 Minuten vor dem Unglück im Raum Braunau (Oberösterreich) gestartet war. Sein Flugkollege, der mit einer anderen Maschine unterwegs war und den Unfall live miterlebte, stammt aus dem Landkreis Traunstein. Der 38-Jährige war - mit einem baugleichen Hubschrauber - zu einer ähnlichen Zeit direkt aus dem Landkreis Traunstein losgeflogen, ehe sich die beiden im Luftraum über Inzell getroffen hatten. "Es war ersten Erkenntnissen zufolge sozusagen ein Flug ohne besonderen Zweck", sagte Polizeisprecher Guske. Offenbar seien die beiden Männer geflogen, weil es ihnen Spaß machte. Guske nannte es "wie Motorradfahren in der Luft".

Zweiter Heli nicht in Unfall involviert

Ausgeschlossen werden könne zum jetzigen Zeitpunkt allerdings das Szenario, dass möglicherweise der zweite Klein-Helikopter in den Absturz verwickelt war. Darauf hätten sich keine Hinweise ergeben, so die Polizei.

Während die Kriminalpolizei in Zusammenarbeit mit Gutachtern nun klären will, wie es zu dem tragischen Unfall kommen konnte, kämpft der 43-Jährige im Traunsteiner Krankenhaus weiterhin um sein Leben. "Der Mann hat schwerste Verletzungen erlitten", so Guske und kündigte eine umfassende Aufklärung an. Mit einem Ergebnis der aufwendigen Untersuchungen sei aber erst in einigen Wochen zu rechnen, teilte das Polizeipräsidium am Vormittag mit.

Hubschrauber mit Pistenraupe geborgen

Die Bergung des Helikopters gestaltete sich zunächst als schwierig. Zunächst plante die Polizei, den verunfallten Hubschrauber bei guter Witterung mit einem Helikopter der Bundespolizei zu bergen. Kurzfristig kam am Donnerstagnachmittag aber eine Pistenraupe der Rauschbergbahn zum Einsatz. Das Wrack wurde auf die Pistenraupe geladen und zur Bergstation gebracht.

Hubschrauberabsturz bei Inzell

Polizei sucht Zeugen

Außerdem sucht die Polizei noch Zeugen, die den Absturz möglicherweise beobachtet haben. Sollten Sie zur Aufklärung beitragen können, dann melden Sie sich doch bitte bei der Kriminalpolizei Traunstein unter der Telefonnummer 0861 / 98730.

redch24/mw

Rubriklistenbild: © pa/FDL/Hans Lamminger

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