Amerikanische Faulbrut: Sperrbezirk ausgeweitet

Bienenpest rund um Inzell breitet sich weiter aus

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Inzell - Sie kann ganze Bienenvölker dahinraffen und auf andere Bienen übergreifen: Nach dem Ausbruch der amerikanischen Faulbrut in Inzell muss der Sperrbezirk nun ausgeweitet werden.

Wegen eines weiteren, amtlich festgestellten Ausbruchs in einem Bienenstand hat das Landratsamt nun ein zweites Sperrgebiet bei Inzell festgelegt: Es gilt für die Gemeindeteile nördlich von Inzell rund um Gschwall, Windgrat und Schwarzberg. Bereits Ende März musste das Landratsamt eine Anordnung erlassen und ein Bienen-Sperrgebiet für Inzell und die östlich gelegenen Gemeindeteile rund um Eck bis Kapell festlegen. 

Alle Bienenvölker und Bienenstände in den Sperrbezirken sind unverzüglich auf Amerikanische Faulbrut amtstierärztlich zu untersuchen, alle Imker müssen ihre Bestände dem Landratsamt melden. Bienenvölker oder Bienen dürfen nicht in den Sperrbezirk verbracht werden.

Die Sperrbezirke in und um Inzell

Nördlich von Inzell rund um Gschwall - hier gilt die Anordnung des Landratsamtes seit dieser Woche.
Inzell und die östlichen Gemeindeteile: Der Sperrbezirk wurde Ende März errichtet.

Für Menschen oder andere Lebewesen ungefährlich

Für den Menschen oder andere Lebewesen stellt die "Amerikanische Faulbrut" keine Gefährdung dar. Bei der amerikanischen Faulbrut werden die Maden infiziert, die sich bereits in der mit einem Wachsdeckel verschlossenen Brutzelle befinden. Die Körperstruktur der Larven löst sich auf, es bleibt nur eine braune, schleimige Substanz übrig. Jede zersetzte, infizierte Larve hinterlässt bis zu 2,5 Milliarden neuer Sporen. Wenn andere Bienenvölker das infizierte Bienenvolk ausräubern, übertragen sich die Sporen auch in deren Völkern

Mehrere Ausbrüche in vergangenen Jahren

Bei der amerikanischen Faulbrut handelt es sich um eine anzeigepflichtige Tierseuche. Bienenvölker in Teilen des Landkreises waren in den vergangenen Jahren immer wieder betroffen: voriges Jahr bei Grassau und Übersee, im Herbst 2016 gab es einen Ausbruch in Wonneberg, Surberg, Traunstein, Nußdorf und Traunreut, 2012 in Vachendorf und Siegsdorf

xe

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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