Bürgermeisterkandidaten für Inzell

Inzell: Kandidaten stellen sich vor

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Die zwei Bürgermeister-Kandidaten für Inzell: Martin Hobmaier (links) und Hans Egger.

Inzell - Zwei Kandidaten treten bei der Bürgermeisterwahl in Inzell gegeneinander an. Wir haben Sie gefragt, was es in der Gemeinde zu verbessern gilt und was jetzt schon gut läuft.

Die Kandidaten:

Martin Hobmaier, CSU (amtierend): 52 Jahre, verheiratet, 3 erwachsene Töchter, Bürgermeister seit 2002

Hans Egger, Bürger für Inzell: 56 Jahre, verheiratet, 4 erwachsene Kinder, im Gemeinderat seit 18 Jahren

Was läuft gut in Inzell?

Martin Hobmaier: In den vergangenen Jahren konnten wichtige Projekte realisiert werden, wie zum Beispiel die neue Wasserversorgung mit der Stadt Traunstein (eine sichere Wasserversorgung war über Jahrzehnte in Inzell eine sehr problematische Angelegenheit). Unsere Gästezahlen haben sich in den vergangenen vier Jahren um rund 90.000 Übernachtungen erhöht. Gleichzeitig konnten mit über 110.000 Gästeankünften in den vergangenen zwei Jahren ein neues Rekordergebnis in der Geschichte der Gemeinde Inzell erreicht werden. Die pro Kopf Verschuldung konnte seit meinem Dienstantritt im Jahre 2002 von zirka 2200 auf aktuell rund 1500 Euro reduziert werden. Schuldenabbau hat oberste Priorität. Durch die Erschließung von Bauland werden ab dem Jahr 2014 Baugrundstücke für Einheimische, Familien aus der Region und zum freien Verkauf in Inzell mittelfristig zur Verfügung stehen. Es handelt sich um 48 Parzellen. Darüber hinaus hat die Gemeinde ein zirka 20.000 Quadratmeter großes Grundstück zur Ansiedlung von Gewerbe erworben, dass voraussichtlich 2014 für interessierte Gewerbebetriebe angeboten werden kann.

Hans Egger: Hier leben freundliche, hilfsbereite und weltoffene Menschen. Das Lachen dieser Menschen ist echt und ansteckend. In unserem Dorf werden Tradition und Weltoffenheit gleichsam gelebt. Diese Menschen haben Inzell groß gemacht und Gutes geleistet, wie zum Beispiel unseren Naturbadesee. Das aktive Vereinsleben aller örtlichen Vereine auch die Musikschule, sind für unsere Kinder und Jugendliche wichtig für eine gute Zukunft. Engagierte Unternehmer im Handwerk oder im touristischen Bereich sowie naturnah arbeitende Landwirte mit ,,Ferien auf dem Bauernhof‘‘ sind wichtige Bestandteile unserer Gemeinde. Unsere Max Aicher Arena ist eine große Herausforderung mit sehr vielen Chancen für Inzells Zukunft, die genutzt werden müssen.

Wo gibt es noch Verbesserungs-Potential?

Martin Hobmaier: Noch nicht zufrieden sind wir mit dem finanziellen Gesamtergebnis für den laufenden Betrieb in der Max-Aicher-Arena. Dieser Herausforderung zur Reduzierung des Betriebsdefizits möchte ich mich mit besonderem Engagement in den nächsten Wochen und Monaten stellen. Dazu wurden bereits erste Maßnahmen getroffen.

Hans Egger: Die Bürgerinnen und Bürger sind das wichtigste in Inzell. Das wurde in letzter Zeit manchmal vergessen. Gute Ideen oder Anregungen fanden zum Teil keinen Anklang oder wurden vernachlässigt. Arbeitsgruppen wurden ins Leben gerufen aber nicht weitergeführt. Ich will die Menschen wieder mitnehmen, da es viele Herausforderungen für uns gibt:

  • der zu hohe Defizitbetrag unserer Max Aicher Arena ist auf Dauer nicht zu stemmen, er muss durch mehr Wirtschaftlichkeit und eine bessere Vermarktung deutlich reduziert werden
  • neue Ideen im Tourismus aufgreifen und umsetzen
  • gesunde Gemeindefinanzen und Schuldenabbau
  • eine solide Finanzplanung für anstehende Investitionen in Inzell (Investitionsstau bei Badepark, Straßen, Schule und mehr)
  • Ansiedlung von zukunftsfähigem Gewerbe
  • Attraktive Gestaltung der Ortsmitte

Es liegt viel im Argen und große Aufgaben vor uns. Das muss gemeinsam geschultert werden. Ich will die Bürger und ihre Anliegen ernst nehmen. Für mich haben Bürgernähe und parteiunabhängige Gemeindepolitik höchste Priorität. Im Gemeinderat gibt es für mich nur eine Partei und das ist Inzell!

Zurück zur Übersicht: Inzell

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser