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Brandbekämpfung aus der Luft

Einzigartiges Helikopter-Training für Feuerwehrler aus Siegsdorf und Inzell

Martin Wellinger und Wolfgang Söldner (von links) nahmen an einer einwöchigen Fortbildung der Firma GHS Kirchanschöring als Bodencrew für Helikoptereinsätze teil.
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Martin Wellinger und Wolfgang Söldner (von links) nahmen an einer einwöchigen Fortbildung der Firma GHS Kirchanschöring als Bodencrew für Helikoptereinsätze teil.

Einwöchige Einweisung als „Bodencrewmitarbeiter“ in Theorie und Praxis: Wolfgang Söldner von der Feuerwehr Siegsdorf und Martin Wellinger aus Inzell trainierten in Brandenburg Brandbekämpfung mit dem Hubschrauber.

Von Hubert Hobmaier

Traunstein/Spree-Neiße – Helikopter spielen bei manchen Feuerwehreinsätzen eine zentrale Rolle. Denkt man beispielsweise an die trockenen Sommer und Waldbrände in der gebirgigen Region so spielen diese Einsatzmittel bei der Brandbekämpfung rasch eine zentrale Rolle. Zwei Einsatzkräfte der heimischen Feuerwehren nahmen jetzt an einer einwöchigen Einweisung als „Bodencrewmitarbeiter“ in Theorie und Praxis teil. Dazu reisten sie nach Welzow in Brandenburg. Mit ihren gewonnenen Erkenntnissen wird nun die Ausbildung der heimischen Einsatzkräfte verbessert.

Zunächst Theorie für Helikoptereinsatz

„Aus der Fachbereichsarbeit heraus hat sich in den letzten Jahren die sogenannte Vegetationsbrandbekämpfung entwickelt“, informiert Kreisbrandmeister Thomas Mayr und freut sich über den Glücksfall, dass mit Wolfgang Söldner von der Feuerwehr Siegsdorf und Martin Wellinger aus Inzell gleich zwei Mitglieder des Fachbereichs an einer einwöchigen Schulung der in Kirchanschöring ansässigen Firma Global Helicopter Service (GHS) teilnehmen konnten. Dabei erwarben sie das Rüstzeug für die Arbeiten mit den unterschiedlichsten Ausrüstungsgegenständen in Zusammenhang mit einem Helikoptereinsatz.

Zunächst gab es eine zweitägige theoretische Unterweisung, ehe sie mit dem Hubschrauber nach Welzow in Brandenburg übersiedelten, um dort fünf Tage lange die praktischen Abläufe zu trainieren. Inhaltliche Schwerpunkte waren der richtige Umgang mit dem Hubschrauber und die Aufgaben beim Tanken, die notwendigen Zeichen zur Kommunikation, das Training mit der Sprechverbindung über Funk und die gesamte Palette an technischem Wissen, wenn ein Hubschrauber zum Einsatz kommt.

Die beiden Feuerwehrler trainierten darüber hinaus, wie man Lasten für einen Transportflug richtig vorbereitet und diese richtig und sicher am Hubschrauber befestigt. Dabei wurde auch der Umgang mit unterschiedlichen Lasthakensystemen und der Einsatz von Außenlastbehältern zum Wassertransport, den sogenannten „Bambi Buckets“, geübt. Damit kann man die Brandbekämpfung aus der Luft durchführen und Löschwasser über den unterschiedlichen Brandherden im Gelände abwerfen.

Kreisbrandrat Christof Grundner freut sich über die erfolgreiche Kooperation mit der Firma GHS. „Diese Ausbildungsmöglichkeit ist schon einzigartig und wird zur Weiterentwicklung der Kompetenzen der heimischen Feuerwehren beitragen und das Vegetationsbrandkonzept des Kreisfeuerwehrverbandes weiter voranbringen“.

Landkreisausstattung soll angepasst werden

Es sei keineswegs selbstverständlich, dass sich ein privates Unternehmen so intensiv um einen guten Austausch bemüh und den Feuerwehren derartige Einblicke und Ausbildungsmöglichkeiten anbiete, heißt es seitens des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein.

Die Mitglieder des Arbeitskreises fassen nun die Erkenntnisse zusammen und passen die bisherigen Unterlagen und Ausbildungshilfen an. „Insbesondere die praktischen Erfahrungen und das Hintergrundwissen sollen auch dazu dienen, die Landkreisausstattung zum Thema Waldbrand weiter anzupassen und um notwendige Ausrüstungsgegenstände anzupassen“, so Kreisbrandmeister Mayr.

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