Gemeinde holt auswärtige Verkehrsüberwachung

Obacht! In Inzell wird bald verstärkt geblitzt

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Inzell - In 30er-Zonen lässt sich die Polizei kaum sehen: Der Gemeinderat hat sich nun dafür ausgesprochen, den "Zweckverband kommunale Verkehrsüberwachung" blitzen zu lassen. 

Einstimmig sprach sich der Gemeinderat am Montag dafür aus, Mitglied im "Zweckverband kommunale Verkehrsüberwachung" zu werden. Der Verband mit Sitz in Töging wird wohl ab dem kommenden Jahr in Inzell blitzen und auch Falschparker abstrafen

Besserung vor allem in 30er-Zonen erhofft

"Viele Bürger wollen, dass beispielsweise auch in den 30er-Zonen kontrolliert wird, auch für die Sicherheit der Kinder. Die Polizei schafft das aber nicht oft", so Bürgermeister Hans Egger im Gespräch mit chiemgau24.de: "Es liegt allein in unserer Hand, wie oft wir den Zweckverband beauftragen. Das können wir je nach Bedarf machen." Die Verbandsversammlung des Zweckverbandes am Jahresende muss noch formal über die Aufnahme Inzells entscheiden, daher wird wohl erst ab 2019 damit begonnen. 

Die "Kommunale Verkehrsüberwachung" verlangt von den Gemeinden 120 Euro pro Stunde fürs Blitzen und 34 Euro pro Stunde, wenn nur der ruhende Verkehr überwacht wird. Dazu kommt eine pauschale von vier bzw. zwei Euro für jeden erwischten Autofahrer. Über 120 Kommunen kooperieren mit dem Verband in Südostbayern, darunter beispielsweise auch Laufen, Ainring, Waging oder Anger. In Traunstein oder ist man probeweise beigetreten.

Für Piding wurde es zum Draufzahlgeschäft 

In Piding entschied man sich erst vorige Woche nach einer Testphase gegen eine dauerhafte Mitgliedschaft beim Zweckverband. Sieben Monate war Piding Probemitglied. Zum einen mussten innerhalb dieses Zeitraums nur vier Prozent der 12.800 gemessenen Autos beanstandet werden, zum anderen wurde die Sache für Piding zum Draufzahlgeschäft. 12.240 Euro musste Piding an den Zweckverband zahlen, im Gegenzug sollten 10.830 Euro zurückkommen - theoretisch: weil viele Autofahrer ihre Bescheide vor Gericht anfechten, wird ein noch größerer Minusbetrag bleiben. 

xe

Rubriklistenbild: © Fotomontage dpa

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