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Wellinger "stört" Vorstellung der Kandidaten

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Hans Egger, Sepp Konhäuser, Sepp Rieder und Claudia Doppler (von rechts) diskutieren Zukunftsfragen

Inzell - Bei der SPD-Veranstaltung haben sich gleich drei Kandidaten für den Kreistag vorgestellt. Sie diskutierten über Zukunftsfragen. Ein Olympiasieger störte zu Beginn der Veranstaltung.

Jubel bei der SPD – Veranstaltung in der Kritischen Akademie Inzell. Pünktlich zu Beginn konnten die Anwesenden den Olympiasieg der Skispringer mit Andreas Wellinger live verfolgen. “Gut für Deutschland und unsere Region, schlecht für unsere Veranstaltung“ begrüßte SPD Ortsvorsitzender Sepp Rieder die Anwesenden in „familiärer Atmosphäre“, bei der sich Landratskandidat Sepp Konhäuser und die Inzeller Kreistagskandidaten auf der SPD-Liste vorstellten.

Aus Inzell kandidieren Claudia Doppler, Hans Egger und Sepp Rieder auf der Liste der SPD für den Kreistag. „Wir müssen uns im Kreistag eine Stimme verschaffen“ meinte Sepp Rieder. Er warb nachdrücklich dafür, dass alle Kandidatinnen und Kandidaten, die aus Inzell und Ruhpolding auf der SPD-Liste für den Kreistag antreten, in beiden Orten gewählt werden. Nur so sei es möglich, dass nicht nur Kandidaten aus den größeren Städten im Kreistag vertreten sind.

Konhäuser: „Ich will Landrat werden"

Mit den Worten „Ich will Landrat werden“ begann Sepp Konhäuser seine persönliche Vorstellung. Der 59-jährige, in Ruhpolding geborene und verheiratete Familienvater hat zwei Töchter und zwei Enkelkinder. Er ist seit zwölf Jahren Stellvertreter des Landrates, davon in den letzten sechs Jahren erster Stellvertreter. Er blickt auf eine über 30-jährige Erfahrung in der Kommunalpolitik zurück.

Beruflich ist der Maschinenbautechniker Konhäuser seit vielen Jahren in leitender Funktion bei einem großen Unternehmen in Traunreut als Sicherheitsingenieur und Umweltschutzbeauftragter tätig. Als Verantwortlicher für viele Mitarbeiter sowie aus seinen früheren Tätigkeiten als Jugendvertreter und Betriebsrat weiß er, wie wichtig sichere Arbeitsplätze sind.

Für ihn ist der Arbeitsplatz das zentrale Element der sozialen Absicherung für die Bürgerinnen und Bürger. Die heimischen Betriebe müssen im Wettbewerb bestehen können, damit weiterhin genügend Arbeit im Landkreis angeboten werden kann. „Deshalb ist es sehr wichtig, dass wir die Infrastruktur immer weiter verbessern“, so der Kandidat. Insbesondere in schnelleres Internet müsse investiert werden, Konhäuser: „Was früher das Wasser für die Industrieansiedlung war, ist heute das Breitbandkabel“

Diese Aussage fand große Unterstützung bei den Anwesenden. „Denn“ so Bürgermeisterkandidat Hans Egger „auch in Inzell müssen wir uns um Ansiedlung von neuem Gewerbe bemühen“.

Aus seiner Arbeit im Kreistag berichtete Konhäuser, dass die Herausforderungen im Bereich Kinder, Jugend und Familie immer größer werden. Die Ausgaben für die Jugendhilfe steigen stetig. Dafür gibt es viele Ursachen. Insbesondere gehen die gewachsenen Sozialstrukturen teilweise allmählich verloren. Die Leidtragenden davon sind meist die Kinder. „Wir müssen in deren Interesse manche Familien tatkräftiger, frühzeitiger und wenn möglich vorbeugend unterstützen“, fordert Sepp Konhäuser.

Er weiß, dass eine abgeschlossene Schulausbildung heute wichtiger denn je ist. Nach seiner Überzeugung können wir es uns nicht leisten, dass auch nur eine Schülerin oder ein Schüler die Schule ohne Abschluss verlässt. Eine gute Schulbildung ist für ihn unabdingbare Voraussetzung für die darauf folgende Ausbildung und eine spätere erfolgreiche berufliche Laufbahn. Sepp Konhäuser, hat deshalb als stellvertretender Landrat in enger Zusammenarbeit mit Landrat Steinmaßl auch tatkräftig das Programm „Bildung und Infrastruktur“ des Landkreises mitgetragen. Und er wird es weiter fortführen, um den Landkreis Traunstein weiter erfolgreich zu gestallten.

Dazu gehören unter anderem:

  • die Beratung der Betriebe durch die Wirtschaftsförderungsgesellschaft
  • ein flächendeckendes und schnelles Internet
  • der Ausbau und die Verbesserung des Straßennetzes
  • der Ausbau und die Sicherung des Schienennetzes mit barrierefreien Bahnhöfen
  • die Unterstützung der landwirtschaftlichen Betriebe, unter anderem bei der Direktvermarktung und beim ökologischen Landbau

Das Energiekonzept für den Landkreis Traunstein sieht vor, den Strom bis zum Jahr 2020 aus erneuerbaren Energien zu gewinnen. Dieses Ziel wurde in den letzten Jahren, dank der vielen Aktivitäten im Landkreis, schon zu über der Hälfte erreicht. „Ich werde mich besonders dafür einsetzen, dass wir bei diesem ehrgeizigen Ziel auch noch weiter vorankommen“. Die Voraussetzung hierfür ist dass alle regenerativen Energien wie Wasserkraft, Biomasse, Sonne und Wind genutzt werden.

Tourismusverband ein fester Bestandteil 

Der neu gegründete Tourismusverband „Chiemgau e. V.“, an dem alle 35 Städte und Gemeinden des Landkreises beteiligt sind und deren zweiter Vorsitzender er ist, ist ein fester Bestandteil des Tourismus in unserem Landkreis. Der Tourismus ist für ihn ein wichtiger Wirtschaftsfaktor mit einem Umsatz von rund 500 Mio. Euro im Jahr. Er sichert ca. 10.000 Arbeitsplätzen und muss deshalb weiterhin fortentwickelt werden. Um nachhaltigen Erfolg zu haben, muss das Ziel sein, das Angebot qualitativ zu verbessern. Vor allem muss es dem Umweltbewusstsein und den veränderten Anforderungen der Gäste angepasst werden. Mit der Ansiedlung weiterer Hotels und mit Programmen für Kleinvermieter kann man versuchen, den Rückgang der Gästebetten zu stoppen, die sich in den letzten 20 Jahren um 15.000 Betten verringert hat. Die Marke „Chiemgau“ ist ein Qualitätsmerkmal geworden und muss weiter gestärkt werden. Dazu gehört auch eine weitere gute Zusammenarbeit mit den Nachbartourismusverbänden.

Auch hier fand Sepp Konhäuser große Unterstützung bei den Anwesenden. Hans Egger führte aus, dass er im Falle seiner Wahl zum Bürgermeister die Weiterentwicklung des Tourismus als einen Schwerpunkt seiner Arbeit betrachte. Egger: „Unsere Veranstaltung am 5. März im Schützenheim sehe ich als Auftakt schon vor der Wahl!“ Claudia Doppler wies darauf hin, dass die künftigen Anforderungen im Tourismus nicht von einem einzelnen Ort gemeistert werden können: „hier ist Zusammenarbeit das Gebot der Stunde!“.

Wichtiger Bestandteil der medizinischen Vorsorge im ländlichen Bereich sind die Kliniken. Aus diesen Grund hat Sepp Konhäuser, der dem Aufsichtsrat unserer Kliniken schon seit Jahren angehört, die Fusion mit den Kliniken des Berchtesgadener Landes mit unterstützt. Auch wenn zurzeit die wirtschaftliche Situation aller kommunalen Krankenhäuser nicht gut ist müssen wir alles dafür tun um sie in kommunaler Trägerschaft zu erhalten. „Nur so“ ist Konhäuser überzeugt „kann die medizinische Versorgung im Landkreis Traunstein weiter aufrechterhalten und die über 3500 Arbeitsplätze gesichert werden.“

Dem stimmte Sepp Rieder zu und bemerkte: „Gesundheit darf nicht ausschließlich unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten gesehen werden, sondern der Mensch muss im Vordergrund stehen!“

Sepp Konhäuser wies darauf hin, dass es für ihn wichtig ist, dass Politik für die Bürger im Landkreis Traunstein gemacht wird und nicht für einzelne Interessen und Parteien. Konhäuser: „Für mich stehen die Bedürfnisse und Anforderungen der Bürgerinnen und Bürger im Landkreis zusammen mit der sozialen und ökologischen Modernisierung im Mittelpunkt“. Zu seinen Wahlchancen befragt, antwortete Konhäuser „Auch wenn ich hier in Inzell natürlich kein Heimspiel habe bin ich mir sicher, dass ich für die Bürger in Inzell eine Alternative zu anderen Landrats - Kandidaten sein kann.“ Er geht davon aus, dass es zu einer Stichwahl kommen wird. Und er hofft, dass er dann einer der beiden Kandidaten sein wird.

Pressemitteilung SPD Ortsverein Inzell

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