DEC Inzell auf dem Weg nach Südkorea

Joel Dufter freut sich auf seine erste WM

Inzell - Mit vier Sportlern vom DEC Inzell haben sich die deutschen Eisschnellläufer auf den Weg zur Einzelstrecken-Weltmeisterschaft ins südkoreanische Gangneung gemacht.

Kommende Woche ist es dann für Roxanne Dufter und Joel Dufter sowie Gabi Hirschbichler und Moritz Geisreiter für den Saison-Höhepunkt soweit. Nach dem Weltcup am Wochenende in Berlin haben sich die Sportler mit ihrem Trainer Danny Leger noch ein paar Trainingseinheiten in der heimischen Max Aicher Arena gegönnt. Die Zeit wurde aber auch genutzt, um die teils durchwachsenen Ergebnisse in Berlin zu verarbeiten. „Ganz klar, wir haben Höhen und Tiefen dort erlebt“, gibt Trainer Danny Leger zu. Deswegen freut er sich umso mehr über die tolle Leistung von Hubert Hirschbichler. Er kam in der B-Gruppe über 1.000 Meter auf den 2. Platz und sicherte der DESG einen dritten Startplatz in der A-Gruppe. Trotz der guten Leistung hat Hirschbichler aber die Teilnahme an der Einzelstrecken- und Sprint-Weltmeisterschaft verpasst. Im internen Duell hat er sich dabei gegenüber Joel Dufter nicht durchsetzen können. „Damit kann ich umgehen, wir sind sehr professionell miteinander umgegangen. Jetzt werde ich ihm am Fernseher die Daumen drücken“, nahm es Hirschbichler sportlich. „Wir haben da kein Problem, schließlich kennen wir uns ewig und teilen uns das Zimmer“, meinte auch Joel Dufter.

Joel Dufter freut sich auf seine erste WM

Für den jungen Inzeller ist es der erste Start bei einer Einzelstrecken-WM. „Ich freue mich drauf. Ich habe schon Bilder von der neuen Halle dort gesehen. Zu verlieren habe ich nichts, ich kann nur gute Leistungen abliefern“, so Dufter. In dieser Saison ist er zwischen dem fünften und 16. Platz bei den Rennen über die 1.000 Meter gelandet. Über einen Top12-Platz würde er sich sehr freuen. Das traut ihm auch sein Trainer zu und das, obwohl der Weltcup in Berlin für den bald 22-jährigen nicht optimal verlaufen ist. „Wichtig ist für mich die Qualifikation gewesen“, meinte er darauf angesprochen. Den unterlegenen Hubert Hirschbichler machte Trainer Danny Leger großen Mut für den olympischen Winter und lobte seinen Einsatz im bisherigen Saisonverlauf. „Er hat ein großes Pensum hinter sich. Die 1.000 und 1.500 und die Teamrennen. Wenn er die Form in die kommende Saison bringt, dann ist Olympia durchaus ein Thema für ihn.“ Mehr erwartet hätte sich Leger von seinen beiden Mädels Roxanne Dufter und Gabi Hirschbichler in Berlin. „Der Knoten soll jetzt bei der WM aufgehen. Am Ende der Saison wird dich niemand danach fragen, wie du beim Weltcup abgeschnitten hast. Entscheidend ist das, was bei einer Weltmeisterschaft rauskommt. Das war unser Ziel und so haben wir trainiert“, stellte der Trainer klar.

Moritz Geisreiter will mit Köpfchen ans Ziel

So sollen die Damen im Team-Pursuit um eine Medaille laufen. Das wünschen sich auch Gabi Hirschbichler und Roxanne Dufter. Dufter wird wohl drei Starts (1.000/1.500/Pursuit) haben. „Wenn ich im Einzel sauber laufe, dann bin ich auch schnell“, weiß die bald 25-jährige. In Berlin kam sie weder über 1.500 und 1.000 Meter in den Top10-Bereich. Auch Gabi Hirschbichler erwischte in Berlin nicht ihre besten Tage. „Da hat es mich sauber gefuchst“, meinte sie in ihrer typischen Art. „Aber, die Topform kommt, ich merke das und in Südkorea habe ich sicher schnelle Haxen (Beine)“. An gewisse Platzierungen will die erfahrene Sportlerin nicht denken. „Ich will für mich das Beste rausholen. Wenn mir ein guter Lauf gelingt, kann es auch nach vorne gehen“, so die Rechnung der 33-jährigen. Weit unter seinen Möglichkeiten in Berlin ist Moritz Geisreiter geblieben. Über 5.00 Meter kam er auf den 14. Platz. „Wichtig ist, das jetzt abhaken. Ich muss auf meine guten Ergebnisse in der ersten Saisonhälfte aufbauen und die im Kopf haben“, sagt der Spezialist auf den langen Strecken und fügt hinzu: „Ich werde mich da rausziehen. In den Rennen schaffe ich es meistens, noch was drauf zupacken. Ich muss positiv aggressiv bleiben.“ Mut mach ihm auch Leger: „Das mit dem Tief hat sich schon zuletzt im Training abgezeichnet. Jetzt kann er ein wenig regenerieren und dann wird es die Leistung bringen, die wir von ihm kennen:“ 

SJH


Rubriklistenbild: © Huber

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