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Mit Olympia als Ziel

Inzeller Eisschnellläufer Joel Dufter trainiert jetzt mit Norwegern

EISSCHNELLLAUF  - SOMMEREIS
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Joel Dufter

Joel Dufter gilt als eine der größten Hoffnungen der deutschen Eisschnellläufer für Olympia. Um den Traum von Peking zu realisieren, wechselt der Sprinter jetzt sogar die Trainingsgruppe.

Inzell - Der Inzeller Eisschnellläufer Joel Dufter hat sich der Trainingsgruppe der norwegischen Sprintmannschaft angeschlossen. Das hat der 26-jährige Kurzstrecken-Spezialist jetzt bekanntgegeben. Dort ist der ehemalige kanadische Weltklasse-Sprinter Jeremy Wotherspoon als Trainer verantwortlich. „Ich musste nach der Entlassung meines Heimtrainers Danny Leger reagieren und diese Entscheidung fällen“, so Dufter der zuletzt bei der Sprint-Europameisterschaft im Mehrkampf den dritten Platz eroberte. Nach dem Ende der Trainertätigkeit von Leger knüpfte Dufter zunächst Kontakte zu Teams in den Niederlanden und hatte dazu ein Angebot aus Kanada. „Diese Möglichkeiten erwiesen sich allerdings alle nicht als ideal. Plötzlich kam die Anfrage von Jeremy und ich habe mich entschlossen, in das norwegische Team zu wechseln“, so Dufter.

Dieser Wechsel führt aber dazu, dass er die Sportfördergruppe der Bundeswehr verlassen muss, der Vertrag dort läuft noch bis in den September. Mittlerweile hat er seine weitere berufliche Zukunft abgesichert, Einzelheiten dazu werden später bekannt werden. Die DESG hatte nach dem Saisonende übrigens mitgeteilt, sie werde Sportlern die ins Ausland gehen wollen, keine Steine in den Weg legen. Durch die Corona-Maßnahmen trainiert er vorerst nach den Trainingsplänen von Wotherspoon in Inzell, dort wird er dazu von Michi Restner betreut. Ein Training beim zuständigen DESG- Trainer vor Ort, Andreas Kraus ist nicht möglich.

Olympische Spiele in Peking fest im Visier

Mit dem neuen Sprinttrainer der DESG, Peter Müller hat Dufter ein ausführliches Gespräch geführt. „Ich habe deutlich gemacht, warum ich diesen Wechsel will“, berichtet der Sportler. Ziel des 26-jährigen ist die Teilnahme an den Olympischen Spielen im kommenden Jahr in Peking, nach 2018 in Südkorea wäre das sein zweiter Auftritt bei Olympia. „2018 war es das Dabeisein, nächstes Jahr will ich natürlich mein Ergebnis toppen. Eine Prognose ist aber schwierig“, meint er nach der vergangenen Saison mit den vielen Einschränkungen durch Corona. Sollten die Maßnahmen demnächst wegen der Pandemie gelockert werden, wird er zur Trainingsgruppe nach Norwegen stoßen um dort an den Lehrgängen in Oslo, Hamar und Stavanger teilnehmen. Beim Sommereis in Inzell ist geplant, dass die norwegische Mannschaft ihre Zelte im Chiemgau aufschlägt.

Bekanntester Sportler in seiner Gruppe ist der 500-Meter-Olympiasieger von 2018, Havard Lorentzen. Von seinem neuen Coach Jeremy Wotherspoon hält Dufter einiges. Der ehemalige Weltrekordler über 500-Meter hat bereits in Inzell als Trainer in der Speedskating Academy gearbeitet. Nach deren Auflösung hatte sich der Kanadier beruflich als Trainer neu orientiert.

„Die Chemie zwischen uns stimmt, er legt sehr viel Wert auf die Technik“, so der Sportler und fügt hinzu, dass er bis zu einem normalen Trainingsbetrieb auch von seinen Erfahrungen seines Ex-Trainers Danny Leger profitiert. „Ich habe ein gutes Stehvermögen“, sagt er schmunzelnd und hat eines bereits festgestellt. „In Norwegen sind Trainingsumfänge intensiv aber kürzer gehalten wie etwa hier bei uns in Deutschland.“

Siegi Huber

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