Inzeller Filze: Hunde anleinen!

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Inzell - Einige Entscheidungen traf jetzt der Gemeinderat. Unter anderem beschloss er eine Leinenpflicht für Hunde in der Inzeller Filze. Auch Camping-Urlaub in der Region war ein Thema.

Einstimmig hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, dass Wohnmobilfahrer und Camper, die nur "zur Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit" in Inzell übernachten, nicht kurbeitragspflichtig sind. Dies gilt jedoch nur, wenn sie nach 20 Uhr ankommen und die Gemeinde spätestens bis 10 Uhr wieder verlassen.

Wie Bürgermeister Martin Hobmaier einleitend berichtete, können Camper in Inzell ihre Wohnmobile oder Wohnwägen vor dem Campingplatz oder am Hausernhof abstellen. Seit 2011 seien die öffentlichen Parkplätze für Wohnmobile gesperrt.

In anderen Kurorten, wie zum Beispiel Bad Tölz, gebe es für Wohnmobil-Urlauber einen sogenannten Wohnmobilhafen. Um in diesen zu gelangen, ist ein acht Euro teures 24-Stunden-Ticket zu lösen, in dem der Kurbeitrag schon enthalten sei. Zum reinen Aufenthalt zur "Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit" werde dort jedoch nichts verlangt. Diese Handhabung deckt sich laut Verwaltung mit einer Anweisung des bayerischen Staatsministeriums vom November 1991.

Eine weitere Entscheidungshilfe fanden die Räte in Paragraf 1 der Inzeller Kurbeitragssatzung. Demnach gilt die Beitragspflicht nur für Personen, die sich zu Kur- und Erholungszwecken im Kurgebiet der Gemeinde aufhalten und denen die Möglichkeit zur Benutzung der Einrichtungen wie zum Beispiel Badepark gegeben wird. Einig war man sich, dass reine Übernachter diese Möglichkeiten nicht haben, bei einem Aufenthalt über 10 Uhr hinaus jedoch sehr wohl.

Wie Franz Egger vom Campingplatz Lindlbauer berichtete, bleiben von zehn angereisten Campern vier länger da und fahren dann durch die Schranke auf den Campingplatz. Sie zahlten dann auch den Kurbeitrag.

Ein weiteres Thema war der Umgang mit Hunden in den Inzeller Filzen. Hobmaier erläuterte, zum Schutz der spazierenden Familien mit Kindern und auch zur Verhütung von Wildschäden sei eine Leinenpflicht für Hunde notwendig. Einstimmig wurde beschlossen, an den Eingängen zu den Filzen mit Schildern auf die Leinenpflicht hinzuweisen.

Ebenso einstimmig billigte der Gemeinderat den Neubau eines Funktionshauses für eine Hackschnitzel-Heizungsanlage für das Tagungshotel "Heißenhof" in Windgart. Das geplante Gebäude ist 18,75 mal 6,50 Meter (122 Quadratmeter) groß und enthält einen Technikraum, einen Lagerraum für Pellets, eine Werkstatt und eine Garage.

Außerdem beschloss das Gremium, die Satzung zur Erhebung der 2005 eingeführten Zweitwohnungssteuer zu ändern. Künftig soll die Steuer nur noch alle fünf Jahre statt jährlich angepasst werden. Für die nächsten fünf Jahre soll der Lebenshaltungsindex vom September 2011 als Bemessungsgrundlage für die Höhe der Steuer maßgeblich sein.

vm/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © pa

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