Jahrbuch des Historischen Vereins erschienen

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Traunstein - Etwas verspätet ist jetzt das Jahrbuch 2009 des „Historischen Vereins für den Chiemgau zu Traunstein e.V.“ erschienen.

Und auch im 21. Jahr des Bestehens ist es Stadtarchivar und Schriftleiter Franz Haselbeck wieder gelungen, eine interessante, vielfältige Mischung von Beiträgen unterschiedlicher Autorinnen und Autoren, darunter auch einige bemerkenswerte Schülerarbeiten, zusammenzustellen. Den Anfang macht die Nußdorferin Susanne Seidl mit ihrem Aufsatz über den 1893 gegründeten, heute nicht mehr bestehenden Musikverein „Harmonie Traunstein“, der im gesellschaftlichen Leben der Stadt über Jahrzehnte präsent war. Familiäre Gründe waren ausschlaggebend für diese Forschung, war doch der einer Traunsteiner Bäckerfamilie entstammende Musik- und Zitherlehrer Otto Weiß, Initiator, erster Vorstand und Dirigent der „Harmonie“, der Ur-Urgroßvater der Autorin. Es folgt die erste von insgesamt drei für diese Ausgabe des Jahrbuches aufbereiteten Schülerfacharbeiten. Katharina Breimann aus Freilassing lässt das „Skispringen in Traunstein“ wieder lebendig werden. Die Bilder der in den 1970er Jahren abgerissenen Bürgerwaldschanze, die Erinnerungen der alten „Traunsteiner Springerheroen“ und die Wettkampfschilderungen sind fast schon ein „Muss“ für jeden, der sich für die Sportgeschichte der Stadt und des Chiemgaus begeistern kann.

Das Phänomen der „Itakerhöfe im Chiemgau“ beleuchtet eine weitere Schülerfacharbeit. Der Ruhpoldinger Fabian Fraunhofer ist selbst in einem Bauernhaus mit den charakteristischen Stilmerkmalen, die es von anderen Höfen unterscheiden, aufgewachsen. Die dadurch geweckt Neugier wurde 2009 nicht nur mit einer ausgezeichneten schulischen Bewertung, sondern auch dem Max-Fürst-Jugendpreis des Landrates belohnt. Nach einem kurzem Abriss über „Marwang und Sondermoning im Besitz der Grafen von Törring“, verfasst von der professionellen Historikerin und ausgewiesenen Törring-Expertin Jolanda Englbrecht aus Westerham, folgt mit Anna Pillatzki aus Bergen eine weitere Trägerin des Max-Fürst-Jugendpreises. Sie schildert das „Ende des Zweiten Weltkriegs in Bergen“ anhand genauer und ausführlicher Zeitzeugenbefragungen, wobei vier Interviews im Wortlaut wiedergegeben werden. Die Autorin nutzte dabei wohl eine der letzten Gelegenheiten, nach 65 Jahren Geschehnisse, Erlebnisse und persönliche Eindrücke im Zusammenhang mit dem Kriegsende in einem oberbayerischen Dorf für die Nachwelt festzuhalten. Eine ausführliche und liebevolle Beschreibung des Tittmoninger Burgmuseums sowie die beiden kurzen Jahresberichte des Heimathauses und des Historischen Vereins runden das Kompendium ab, wobei letzterer vor allem die Verleihung des Max-Fürst-Preises an Willi Schwenkmeier noch einmal in Wort und Bild Revue passieren lässt.

Pressemitteilung Stadt Traunstein

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