Kampf gegen leerstehende Geschäfte

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Die 26 Sitzungsteilnehmer aus den bayerischen City- und Stadtmarketingorganisationen

Traunstein - Mit Leerständen unter zehn Prozent hält sich Traunstein sehr gut. Welche Strategien ein florierendes Zentrum fördern, besprach der Stadtmarketing-Verband in Kitzingen.

26 Kollegen aus den City- und Stadtmarketingorganisationen Bayerns folgten der Einladung des Kollegen Thomas Most nach Kitzingen. Brandaktuell war das Thema der Sitzung: in nahezu allen Städten und Gemeinden Bayerns nehmen die Leerstände im Einzelhandel zu, einzelne Städte verzeichnen bis zu 25 % Leerstand in der Innenstadt!

Um so wichtiger, dass sich die Citymanager und Stadtmarketing-Profis mit dem Thema befassen. Neben Daniel Genee von der Münchner Gesellschaft für Stadterneuerung berichtete auch Christian Bitter als Quartiersmanager München/Pasing und Christiane Kickum aus Passau von ihren Erfahrungen im Leerstandsmanagement. Professionell kann dies nur gelingen, wenn Immobilieneigentümer und Gewerbetreibende mit der Stadt an einem Strang ziehen und ihre Daten untereinander austauschen. Hierbei kommt dem Stadtmarketing/ Citymanagement eine entscheidende Bedeutung zu, denn die Maßnahmen sind zu koordinieren, die Flächenmanagementdateien regelmäßig zu pflegen. Bedauerlicherweise – so stellen die Teilnehmer fest, streben nahezu alle Filialunternehmen an den Stadtrand und schwächen damit die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt!

Dem wollen die Stadtmarketingverantwortlichen entgegenwirken, indem sie den Kontakt zu den Immobilienbesitzern suchen, um durch Zusammenlegung von Leerständen zu erreichen, dass größere innerstädtische Geschäftsflächen entstehen, denn meist scheitert die Ansiedlung neuer Unternehmen daran, dass die heutigen innerstädtischen Flächen für die aktuellen Sortimente zu klein sind. Aber nicht alle Stadtmarketingorganisationen können das sehr zeitintensive Leerstandsmanagement leisten, denn es bindet mindestens eine Arbeitskraft.

Traunstein, so berichtete Stadtmarketing-Geschäftsführer Jürgen Pieperhoff, ist in der glücklichen Lage, noch deutlich unter 10 % Flächenleerstand auszuweisen, dieser bewegt sich im Schwerpunkt unter 100 m² pro Standort und wird - wie auch in anderen Städten - derzeit kaum nachgefragt. Umso intensiver wird das Stadtmarketing Traunstein die Nähe zu Immobilienbesitzern und Maklern suchen, um leerstehende Flächen möglichst schnell wieder zu nutzen. Pieperhoff befasst sich auch auf Landesebene als Vorstandsmitglied des Arbeitskreis der City- und Stadtmarketingorganisationen intensiv mit dem Thema Leerstandsmanagement. 

Pressemitteilung Stadtmarketing Traunstein

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