Kanalbau Traunstein-West geht weiter

Traunstein - Mit dem Anschluss Neulings an das städtische Abwassernetz beginnt in der Woche nach den Osterferien eine der größten Tiefbaumaßnahmen der Stadt in diesem Jahr.

Im Zuge des Kanalbaus Traunstein-West erschließt die Stadt in Neuling 16 Bauernhöfe und Wohnhäuser im Trennsystem, was bedeutet, dass nur das Schmutzwasser durch die Kanalisation zur Kläranlage geleitet wird, während das Regenwasser vor Ort versickert. Bis zum Ende der Bauarbeiten im Herbst verlegen Arbeiter der Firma KST 470 Meter Kanalrohre und eine 540 Meter lange Druckleitung, durch die das Abwasser von einer Pumpanlage nach Einham gepumpt wird. Gleichzeitig erneuern der Wasserbeschaffungsverband Axdorf-Einham Teile der Wasserversorgung und die Stadtwerke Traunstein die gesamte Stromversorgung. Nach Fertigstellung der Leitungen erhält die Straße einen neuen Fahrbahnbelag, zum Teil einen neuen Unterbau und am Neulinger Berg auf einer Länge von 25 Metern eine Hangsicherung.

Kanal- und Straßenbau kosten rund 320.000 Euro. Einen Anteil von 70 Prozent übernimmt der Freistaat Bayern. Umweltminister Markus Söder persönlich hatte im Februar den Förderbescheid an Oberbürgermeister Manfred Kösterke überreicht und dabei die Bedeutung einer gut ausgebauten Abwasserentsorgung für den Gewässerschutz betont: „Durch hohe Investitionen schützen wir unsere wichtigste natürliche Lebensgrundlage vor Verunreinigungen“, waren sich Söder und Kösterke damals einig.

Seit dem Jahr 2001 wurden in Traunstein über zehn Millionen Euro investiert, um das Kanalnetz zu erweitern und möglichst viele Stadtteile anzuschließen. Ebenfalls als Teil des Kanalbaus „Traunstein West“ haben im vergangenen Jahr 46 Haushalte in Einham einen Anschluss an die Kläranlage der Stadt Traunstein erhalten, in der täglich das Abwasser von 30.000 Menschen gereinigt wird. Neben der Großen Kreisstadt sind auch Siegsdorf, Vachendorf, Surberg und Teile von Teisendorf an die Kläranlage angeschlossen. Als weitere Bauabschnitte im Zuge des Kanalbaus Traunstein-West sollen 2012 Höpperding und 2013 Schmidham folgen. Nach der Fertigstellung werden 96 Prozent der Haushalte in Traunstein an das öffentliche Kanalnetz angeschlossen sein. Traunstein liegt dann im bayernweiten Durchschnitt.

Pressemitteilung der Stadt Traunstein

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolfoto)

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