Kinderkrankheiten: Impfung dringend empfohlen

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Impfungen gegen Kinderkrankheiten werden dringend empfohlen.

Traunstein - Masern gelten oft als harmlose Kinderkrankheit. Dabei können sie schwere, bisweilen sogar tödliche Verläufe nehmen. Das Gesundheitsamt rät deshalb dringend zur Impfung.

Im Rahmen der 2. Bayerischen Impfwoche vom 4. bis 9. April wird deshalb mit Plakaten, Aktionen vor Ort sowie Beratungsgesprächen in Arztpraxen und Apotheken verstärkt für die Schutzimpfung gegen Masern geworben. Auch das Gesundheitsamt Traunstein hat bereits an alle Schulen und Kindergärten im Landkreis Informationsmaterial versandt.

Dr. Stephan Gebrande, stellvertretender Leiter der dem Landratsamt angeschlossenen Behörde: „Ab der kommenden Woche werden wir alle Hauptschulen im Landkreis besuchen, um den Kindern der sechsten Jahrgangsstufe Impfungen gegen Masern, Mumps, Röteln und Hepatitis B anzubieten, sofern sie noch nicht geschützt sind.“ Sorge bereitet ihm, dass bei der letzten Impfbuchkontrolle der sechsten Klassen nur rund 80 Prozent der Kinder einen vollständigen Schutz mit zwei Impfungen gegen Masern, Mumps und Röteln nachweisen konnten.

Das Ziel der Weltgesundheitsorganisation, bis 2010 Masern und Röteln in Europa auszurotten, konnte bisher nicht erreicht werden. Angesichts wiederholter regionaler Masernausbrüche auch in Bayern ist jetzt das Jahr 2015 anvisiert. Die Ausrottung dieser Krankheiten kann nur durch eine Unterbrechung der entsprechenden Virenübertragung erreicht werden. Dazu müssten jedoch 95 Prozent der Bevölkerung vor einer Infek-tion geschützt sein – eine Rate, die in mehreren Staaten Europas und auch in Deutschland noch nicht erreicht wurde. Die Länder Amerikas hingegen gelten seit 2002 als masernfrei.

Pressemitteilung Landratsamt Traunstein (Gesundheitsamt)

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