Kohlbrenner-Schule bietet Ringsport an

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Freuen sich über ein reichhaltiges Angebot an Arbeitsgemeinschaften, Wahlfächer und Förderunterrichtseinheiten. Erstmalig bietet die Franz-von-Kohlbrenner-Mittelschule im differenzierten Schulsport auch den Traditionssport Ringen an: Schulrat Otto Mayer, Petar Stefanov, der das Angebot leitet und Schulrektor Hubert Schmid (v.l.) freuen sich über das umfangreiche Angebot.

Traunstein - Die Franz-von-Kohlbrenner-Mittelschule Traunstein, die sich ab diesem Schuljahr „Mittelschule“ nennen darf, hat erstmals auch Ringen im Angebot.

Die 520 Schüler, die von 50 Lehrern in 25 Klassen unterrichtet werden, haben dabei die Möglichkeit im Bereich der Arbeitsgemeinschaften, Wahlfächer und des Förderunterrichts im Schuljahr 2010/ 2011 aus insgesamt 26 Angeboten wie beispielsweise Musik, Ballspiele, Fußball, Buchführung oder die Fotografie auszuwählen.

Neue Sportart „Ringen“

Neu im Angebot ist dabei im Bereich des „differenzierten Schulsports“ die Sportart „Ringen“ die vom Nachwuchstrainer des TV Traunstein, Petar Stefanov angeboten und betreut wird. „Ich freue mich darauf, die Schüler im Ringen zu fördern. Das ist ein toller Sport und kann den Kindern in ihrer physischen und psychischen Entwicklung helfen“ so Stefanov.

Der Umstand, dass die Franz-von-Kohlbrenner-Mittelschule in Traunstein dabei bereits eine Reihe von jungen Ringern als Schüler hat, ist zwar nicht Bedingung für das Angebot gewesen, macht den Einstieg aber noch einfacher. So sind die jungen „Aushängeschilder“ des TVT-Ringsports Artur Tatarinov (Deutscher Meister) und Eduard Tatarinov (3. Deutscher Meister) Schüler an der Schule. Auch die Schüler Ilja Vorobev, Simon Öllinger (Bayerischer Vizemeister), Eduard Hill und Daniel Wert besuchen regelmäßig das Vereinstraining und können im Rahmen des differenzierten Schulsports ihr Können unter der Anleitung Stefanovs noch verfeinern. „Aber das Angebot richtet sich natürlich an alle Schüler, auch an solche, die in den Sport einfach einmal 'hineinschnuppern' wollen und künftig zwei Stunden am Mittwochnachmittag über das eher bubentypische 'Raufen' die Techniken der Sportart erlernen können, die es schon zu Zeiten der Antike gab und die seit Beginn der Olympischen Spiele Teil der sportlichen Wettkämpfe ist.

Schuldirektor Hubert Schmid freute sich über das Angebot: „Wir sind froh, dass wir diese zwei Stunden im differenzierten Schulsport zusätzlich anbieten können. Wir wissen, dass Petar Stefanov ein kompetenter Trainer ist und wollten ihn immer schon in so einem Angebot einsetzen. Das kann daneben auch helfen, dass das Aggressionspotential bei Schülern abgebaut werden kann. Und so mancher 'Schnupperwettkampf' kann helfen, dass die Schüler daneben ihr Selbstwertgefühl steigern".

Schulrat Otto Mayer schlug in seinen Ausführungen einen Bogen von der Schule zu den Vereinen: „Wenn die Arbeitsgemeinschaften in der Schule gut laufen, haben meist auch die Vereine etwas davon.“ Gute und vielfältige Angebote, wie sie in diesem Jahr in der Kohlbrenner-Schule bestehen würden, könnten daneben helfen, die Schüler mehr „an die Schule zu binden“ wie er weiter ausführte. „Das sind gute Pfründe für die Mittelschulen und das gemeinsame Schulleben.“

Sport als Mittel gegen Gewaltprävention

Der differenzierte Schulsport soll als Mittel gegen Gewalt wirken. Untersuchungen des Instituts für Sportwissenschaft der Universität Würzburg haben ergeben, dass „gelenktes Kämpfen“ ein Mittel gegen das unkontrollierte Austragen von Aggressionen sind, wie der Leiter des Institutes, Professor Harald Lange vor Kurzem erläuterte: „Pädagogisch gelenktes Kämpfen kann dazu führen, dass Jugendliche den Gegner als Partner respektieren lernen, dass sie am eigenen Leib den Zusammenhang spüren zwischen dem, was sie tun, und dem, was sie damit bewirken. Es ist ein Weg zur Gewaltprävention.“ Jugendliche würden mit Hilfe klarer Regeln zwischenmenschliche Körpererfahrungen sammeln, Körperkontakt aufnehmen, sich miteinander messen und ihre Grenzen erfahren ist die allgemein vorherrschende Überzeugung in Fachkreisen.

Diese Argumente hat der künftige Betreuer im Schulsportangebot Ringen Petar Stefanov mit im Kopf verliert dabei aber den sportlichen Gedanken nicht aus den Augen: „Natürlich hoffe ich auch, dass wir im Laufe der Zeit bei den bundesweiten Schulsportwettbewerben mit einer eigenen Mannschaft antreten können und dort erfolgreich sind.“ Im Vereinsbereich ist diese Nachwuchsmannschaft bereits vorhanden und belegt dort in der derzeit laufenden „Schüler-Grenzland-Liga“ den 1. Platz.

awi

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