JU Kreisvorsitzender kritisiert Landesvorsitzenden

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Traunstein - In der Diskussion um die Aussetzung der Wehrpflicht hat der Traunsteiner JU Kreisvorsitzende Sigi Walch die Äußerungen des Landesvorsitzenden Müller scharf kritisiert.

Aus einer Pressemeldung von Müller ist hervorgegangen, dass die bayerische JU den Widerstand gegen eine Aussetzung der Wehrpflicht aufgebe, da eine „allgemeine Dienstpflicht“ aktuell politisch nicht durchzusetzen sei. Der Kreisvorsitzende der Jungen Union Traunstein, Sigi Walch reagierte kritisch über die Äußerungen Müllers. Es gäbe eine klare Beschlusslage in der JU Oberbayern und auch im Landesverband, diese solle auch beibehalten werden, so Walch. Mit Justus Pfeifer war die JU Traunstein maßgebend im Diskussionsprozess innerhalb der JU Bayern. Der Kreisverband werde auch weiterhin an der bestehenden Beschlusslage festhalten, so der JU-Chef. „Es zeugt nicht gerade von Rückgrat, wenn man beim ersten Gegenwind umfalle.“, so Walch. Er spielte damit auf die Forderung des Bundesverteidigungsministers zur Aussetzung der Wehrpflicht an. Walch weiter: „Nur weil ein Minister das fordert ändert sich doch nicht unsere Überzeugung.“ Der Kreisverband hatte die Position einer allgemeinen Dienstpflicht für Männer und Frauen ausgearbeitet, durch die jeder einen „Dienst für die Allgemeinheit“ leisten soll. Dies könnte über den Wehrdienst, den Zivildienst oder eben auch andere Möglichkeiten wie Dienst in Kommunen oder Vereinen erfolgen. „Im Kern gehe es darum, dass es wieder Wehr- oder besser gesagt Dienstgerechtigkeit gibt. Davon kann derzeit keine Rede sein!“ so der Kreisvorsitzende abschließend.

„Man muss zur Kenntnis nehmen, dass ein Großteil der Konservativen in diesem Land sich in der CSU nur noch bedingt zu Hause fühlt und es eine große Kluft zwischen den Wahrnehmungen der Bürger und denen der großen Politik gibt.“  hielt Walch fest. Viele inhaltliche Positionierungen, die die Mutterpartei der JU in letzter Zeit vertreten hatte, spiegeln seiner Meinung nach oft nur den Zeitgeist wieder, anstatt diesen aktiv zu gestalten. So lasse sich schlussendlich auch ein Teil des Stimmenverlusts der CSU erklären, so der junge Kreisrat.

„Wenn wir ständig versuchen links der Mitte Stimmen zu gewinnen, werden wir auf lange Sicht verlieren. Eine SPD oder die Grünen können eben im Zweifel immer weiter links agieren.“

Kurz bedeute dies, dass gerade die Interessen der konservativen Wähler von der CSU nicht ignoriert werden dürften. „Wenn es legitim ist, dass es eine demokratische Linke gibt, ist es auch legitim dass es eine aufgeklärte, weltoffene, demokratische Rechte im Land gibt. Gerade auch im Sinne eines demokratischen Gleichgewichts. Der deutsche Bundesadler kann mit einem Flügel eben nicht fliegen.“ so der Stellv. CSU Kreisvorsitzende Sigi Walch abschließend.

Pressemitteilung Magdalena Haas

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