Die Hoffnung ist dahin

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Helga Kugler, Leiterin des Kreiswehrersatzamtes Traunstein (links im Bild)

Traunstein - Das Kreiswehrersatzamt wird geschlossen. Die Enttäschung bei den Mitarbeitern ist groß. Die Hoffnung war noch da, dass der Standort erhalten bleibt.

In Traunstein wird wird es in Zukunft kein Kreiswehrersatzamt mehr geben. Diese Nachricht erreichte die Leiterin Helga Kugler und die 50 Mitarbeiter am Mittwochmorgen. "Die Enttäuschung war natürlich sehr groß," erklärt Kugler. "Bis zuletzt hatten wir gehofft, dass der Standort Traunstein erhalten bleibt. Es war aber auch abzusehen, dass es anders kommen würde."

Karriereberatung statt Musterung

In Zukunft soll aus dem Kreiswehrersatzamt eines von bundesweit 110 sogenannten Karriereberatungsbüros werden. Nur sechs Dienstposten bleiben in Traunstein erhalten. Hier sollen dann an einer Karriere bei der Bundeswehr Interessierte Informationen bekommen. 

Zukunft der Mitarbeiter noch unklar

Was mit den verbleibenden Mitarbeitern passiert, steht bis jetzt noch nicht fest. "Einige ältere Bedienstete werden wohl in den vorzeitigen Ruhestand gehen", so Kugler. Die übrigen Mitarbeiter könnten zum Beispiel in das Bundeswehr-Dienstleistungszentrum nach Bad Reichenhall versetzt werden.

Helga Kugler leitet das Kreiswehrersatzamt Traunstein seit Februar 2009. Welchen weiteren beruflichen Weg sie einschlagen wird, ist unsicher. "Es steht wohl nicht zur Debatte, dass ich weiter in Traunstein bleiben werde und das Karrierecenter leite. Wie sich meine berufliche Zukunft entwickeln wird, kann ich noch nicht sagen." In den nächsten Tagen wird wahrscheinlich die Entscheidung fallen, wohin die Mitarbeiter versetzt werden.

Das neue Konzept, an dem Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière seit Monaten unter strengster Geheimhaltung gearbeitet hatte, wurde vom Bundeskabinett bereits gebilligt. Am härtesten trifft die Reform Bayern, Schleswig-Holstein und das Saarland.

redch24/dpa

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