Hier wird die Justizministerin abgetastet!

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Traunstein - Zur Einweihung des neuen Sicherheitsgebäudes am Landgericht gab sich Justizministerin Beate Merk die Ehre. Auch sie erhielt keine Sonderbehandlung am Eingang.

"In diesen Tagen werden wir alle wieder schmerzlich an den 11. Januar 2012 erinnert," meinte die Justizministerin am Mittwoch bei der Einweihung des neuen Sicherheitsgebäudes am Landgericht Traunstein. Damals wurde der junge Staatsanwalt Tilman Turck im Dachauer Gericht mit einer Schusswaffe getötet. Seit Montag muss sich der mutmaßliche Täter nun vor dem Landgericht München II verantworten. Merk dazu: "Ich bin froh, dass es ihm wohl nicht gelingen wird, sich diesem Verfahren zu entziehen."

Und damit so eine grausame Tat nicht erneut geschehen kann, wurden in der bayerischen Justiz jetzt umfangreiche Maßnahmen getroffen, um effektive Zugangskontrollen während der üblichen Sitzungszeiten zu gewährleisten. Am Landgericht Traunstein entstand ein eigenes Eingangsgebäude, das Zugangskontrollen auf höchstem Standard ermöglichen soll. "Mit dem zentralen Eingangsbereich wird gewährleistet, dass der komplette Besucherverkehr lückenlos kontrolliert wird," meint Tobias Dallmayer, Pressesprecher des Landgerichts Traunstein. Niemand habe dadurch mehr unkontrolliert Zugang zu den Sitzungssälen und zu den Amtsgebäuden.

Und um das auch gleich unter Beweis zu stellen, musste sich selbst die Justizministerin bei ihrer Ankunft einer Sicherheitskontrolle unterziehen. "Da fühlt man sich schon fast wie am Flughafen. Nur das man dort nicht abgetastet wird."

ps/red

Rubriklistenbild: © ps

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