Kaum Rente: Armutswelle im Chiemgau droht

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Landkreis - Dramatische Entwicklung: Weil in der Region rund 21 Prozent der Vollzeitbeschäftigten unterhalb der Niedriglohnschwelle arbeiten, drohen ihnen im Alter ärmliche Verhältnisse.

Jeder fünfte Vollzeitbeschäftigte im Landkreis Traunstein muss künftig mindestens 47 Jahre lang arbeiten, um eine Rente knapp oberhalb der Grundsicherung zu bekommen. Davon geht der Deutsche Gewerkschaftsbund in der Region aus.

Laut DGB ist eine dramatische Entwicklung zu erwarten. Demnach arbeiten im Kreis Traunstein derzeit 21 Prozent der Vollzeitbeschäftigten unterhalb der Niedriglohnschwelle von 1.890 Euro im Monat. Zudem soll das Rentenniveau nach den Plänen der Bundesregierung von heute knapp 50 bis auf 43 Prozent sinken. Altersarmut werde dadurch auch eine Gefahr für Normalverdienende, so der DGB.

Die Durchschnittsrente lag laut der Gewerkschaft im vergangenen Jahr im Kreis Traunstein bei Männern bei 923 Euro beziehungsweise bei 568 Euro bei Frauen. Würde das Rentenniveau von 43 Prozent schon heute gelten, läge die durchschnittliche Rente deutlich darunter.

Der DGB fordert deshalb eine neue Ordnung am Arbeitsmarkt mit einem gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro und zumindest eine Stabilisierung des Rentenniveaus.

Quelle: Bayernwelle Südost

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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