Basismodule der Modularen Truppausbildung (MTA)

101 Nachwuchs-Feuerwehrler meistern Grundlehrgang im Landkreis Traunstein

101 Prüflinge meistern Grundausbildung
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Grundausbildung der Feuerwehr

„Wir brauchen den Nachwuchs in unseren Feuerwehren und sind froh, dass die Überarbeitung des Grundlagenlehrgangs so viel positiven Zuspruch gefunden hat. Damit ist die Tür in die spannende Feuerwehrwelt für die erfolgreichen Frauen und Männer weit geöffnet,“ zeigt sich der Fachkreisbrandmeister für die Ausbildung Josef Linner zufrieden. An fünf Ausbildungsstandorten wurde der gesamte Landkreis abgedeckt und trotz der strengen Hygienevorschriften konnte alles wie geplant von statten gehen.

Landkreis Traunstein - In den letzten Wochen fanden in allen Bereichen des Landkreises die sogenannten Basismodule der neuen Modularen Truppausbildung (MTA) nach den neuen bayerischen Richtlinien statt. Dabei haben 101 angehende Feuerwehrkräfte die erste große Hürde genommen und ihre Bestätigung zum Besuch der weiterführenden Module überreicht bekommen. Um den Anforderungen der Hygienekonzepte gerecht zu werden, war mancherorts Kreativität im Lehrgangsablauf gefragt.

Josef Linner hatte, wie er selbst sagt, die ersten Lehrgänge mit Spannung verfolgt. „Nicht nur, dass wir schauen mussten wie wir Hygiene und Kontaktbeschränkungen unter einen Hut bringen. Vielmehr startete der diesjährige Grundausbildungsreigen mit einem komplett neu überarbeitetem Lehrgangskonzept“. Zahlreiche Ausbilder des Kreisfeuerwehrverbandes hatten bei der Umsetzung mitgewirkt und diesen wichtigen Grundlagenlehrgang überhaupt ermöglicht.

An den Ausbildungsstandorten Grassau, Pittenhart, Fridolfing, Stein und Siegsdorf wurden die jeweils dreiwöchigen Lehrgänge durchgeführt. Inhaltlich befassten sich die Teilnehmer mit Rechtsgrundlagen sowie allen Grundlagen im Bereich Brennen und Löschen sowie der Technischen Hilfeleistung. Praktisch wurde es dann in den Bereichen Brandbekämpfung. Dort wurde beispielsweise geübt, wie man eine Leiter sicher aufstellt oder Hydranten in Betrieb nimmt. Bei der Technischen Hilfeleistung standen unter anderem die Aufgaben der Mannschaft bei einem Verkehrsunfall auf dem Stundenplan.

Den offiziellen Startschuss für den „generalüberholten Lehrgang“ machten die Feuerwehren im südlichen Landkreis Traunstein. Das Feuerwehrhaus in Grassau bildete den Rahmen für den gesamten Lehrgangsbetrieb. Besonders lobend zeigte sich Kreisbrandinspektor Georg König über die Ausbilder der Feuerwehren Marquartstein, Grassau, Schleching, Reit im Winkl, Übersee, Rottau und Staudach. „Sie haben alles unternommen, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen abwechslungsreichen und interessanten Lehrgang angeboten bekamen“.

Durchweg positives Feedback für neues Konzept

Die 25 Lehrgangsteilnehmer der Feuerwehren Rottau, Grassau, Staudach, Oberwössen, Marquartstein,Holzhausen und Bergen gaben indes dem „neuen Konzept“ ein durchwegs positives Feedback. Kreisbrandinspektor Josef Egginger zeigte sich für den Lehrgang in Pittenhart verantwortlich. 17 Frauen und Männer aus den Feuerwehren Pittenhart, Albertaich, Maisenberg, Waldhausen, Seebruck, Seeon und Schnaitsee waren angetreten und meisterten letztlich die praktische und schriftliche Prüfung. Besonders das Feedback eines Teilnehmers hat das Ausbilderteam besonders gefreut. „Menschen, die uns keinen Schmarrn erzählen, sondern mit Spaß und Freude ihr Wissen vermitteln!“ stand auf dem Rückmeldebogen zum Lehrgang. „Das freut und motiviert die Ausbildernatürlich ungemein, wenn wir so etwas zu lesen bekommen“, so Josef Egginger.

Am Feuerwehrhaus in Fridolfing fand der dritte von insgesamt fünf Lehrgängen statt. 25 angehende Einsatzkräfte waren zum Basismodul angemeldet. In 27 Unterrichtseinheiten haben sie das Rüstzeug der Feuerwehrgrundlagen erhalten. „100 Prozent Anwesenheit bei einem Lehrgang über drei Wochen habe ich noch nie erlebt“ freut sich der zuständige Kreisbrandinspektor Günter Wambach und ergänzt, „hoffentlich bleibt diese Begeisterung für die Feuerwehr noch lange erhalten“. Am letzten Prüfungstag konnten alle Teilnehmer der Feuerwehren Asten, Fridolfing, Kay und Pietling die Bescheinigung über die erfolgreiche Teilnahme in Empfang nehmen.

„Die Siegsdorfer Kameraden sowie das gesamte Ausbilderteam hatten den Lehrgang im Feuerwehrhaus Siegsdorf generalstabsmäßig vorbereitet und sogar Plastiktrennwände als Ansteckungsschutz aller Beteiligen organisieren können“, lobt Kreisbrandinspektor Georg König alle Beteiligten. Von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Feuerwehren aus Inzell, Siegsdorf, Ruhpolding, Vogling und Eisenärzt habe er sehr viel positives Feedback mitnehmen können.

Die Feuerwehren Hochberg, Traunstein, Traunreut und Truchtlaching sowie einige Teilnehmer der Werkfeuerwehr BSH Traunreut wurden im Feuerwehrhaus Stein mit den nötigen Grundlagenvertraut gemacht. Dabei haben die Mitglieder der BSH Feuerwehr die Vorbereitungen in Eigenregie getroffen und sind lediglich zum Prüfungsabend angetreten. „Mich hat es gefreut, dass der neuüberarbeitete Lehrgang mit deutlich mehr Praxis ausgestattet ist. Aus den Rückmeldungen der Teilnehmer ist klar abzulesen, dass dies der richtige Schritt für einen guten Einstieg insFeuerwehrhandwerk ist“, zeigt sich Kreisbrandinspektor Martin Schupfner bei der Zeugnisvergabe am Ende des Lehrgangs zufrieden.

Beitrag zum Mitgliedererhalt und zur Mitgliedergewinnung

„Die kontinuierlichen Verbesserungen im Lehrgangswesen soll insbesondere unseren Feuerwehren zugute kommen“, erklärt Josef Linner. Die Verantwortlichen im Kreisfeuerwehrverband versprechen sich mit dem abwechslungsreichen und modernen Ausbildungskonzept unter anderem einen Beitrag zum Mitgliedererhalt bzw. -Gewinnung in den Feuerwehren zu leisten. „Unser Ehrenamt bietet so viele Möglichkeiten und jeder der gerne anderen helfen möchte ist in unseren Reihen herzlich willkommen“, betont Josef Linner und ergänzt, „dass wir als Kreisfeuerwehrverband alles unternehmen, die Feuerwehren bei der Nachwuchsarbeit zu unterstützen.“

Kreisfeuerwehrverband Traunstein/hob

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