Hohe Corona-Zahlen in einzelnen Regionen

Beherbergungsverbot: Das sind die Auswirkungen auf die Region - Rosenheimer auch betroffen?

Max-Josefs-Platz Rosenheim
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Rosenheim liegt wieder über dem Sieben-Tage-Grenzwert. Bewohner der Stadt Rosenheim sind aktuell aber noch nicht vom Beherbergungsverbot betroffen.

Landkreis - Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat am Mittwoch das Beherbergungsverbot für Gäste aus innerdeutschen Risikogebieten verkündet. Welche Auswirkungen hat das auf den Tourismus in der Region und sind Rosenheimer auch betroffen?

Urlauber aus innerdeutschen Corona-Hotspots ohne negativen Corona-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist, dürfen seit Donnerstag, 8.Oktober nicht mehr in bayerischen Hotels und Gaststätten übernachten. Das hat die bayerische Staatsregierung zuletzt beschlossen. Wer aus einem der innerdeutschen Corona-Hotspots einreist und einen negativen Corona-Test vorweisen kann, ist aber auch weiterhin willkommen. Grundsätzlich soll das sogenannte Beherbergungsverbot für Reisende aus Gebieten mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen gelten. Was hat das für Auswirkungen auf die Region?


Beherbergungsverbot in Bayern - das sind die Auswirkungen auf die Region

Dr. Brigitte Schlögl, Geschäftsführerin der Berchtesgadener Land Tourismus GmbH, teilt gegenüber BGLand24.de mit: „Die neue Regelung ist für die Gastgeber einerseits in der Handhabung aufwändig, weil jedes Risikogebiet einzeln betrachtet werden muss. Andererseits ist das Beherbergungsverbot nun klar geregelt.“ Die Gastgeberberatung des Tourismusverbandes erhalte bereits einige Nachfragen zu Handhabung und Stornierungsbedingungen. „Stornierungen geschehen aber im üblichen Ausmaß, die Nachfrage nach Unterkünften ist ungebrochen hoch. Wir finden es richtig, Vorsicht walten zu lassen“, so Schlögl zum Beherbergungsverbot. „Für die Vermieter bedeutet das allerdings zusätzlichen Aufwand. Es ist aber richtig, mit den aktuellen Maßnahmen zu versuchen, möglichst sicher durch den Winter zu kommen.“


Rosenheim über Inzidenzzahl 50 - Beherbergungsverbot greift hier noch nicht

Am Donnerstag, 8. August hat die Stadt Rosenheim die kritische Grenze von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tage wieder deutlich überschritten. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert liegt nach den aktuellsten Zahlen des Gesundheitsamtes derzeit bei 66,3. Die Stadt reagierte bereits mit verschärften Regeln.

Ein Beherbergungsverbot für Gäste aus Rosenheim wird es aber vorerst nicht geben. Laut des bayerischen Gesundheitsministeriums sei es nicht beabsichtigt, innerbayerische Risikogebiete auszuweisen. Die Inzidenzzahl sei laut Ministerium aber nicht das einzige Kriterium. Es handele sich bei der Risiko-Einschätzung um Einzelfallentscheidungen, etwa ob sich die Neuinfektionen in der Mehrheit in einem leicht zu isolierenden Bereich ereigneten, oder ob die Ansteckungsketten bereits außer Kontrolle seien.

Die innerdeutschen Risikogebiete sollen regelmäßig aktualisiert werden. Dazu gehört auch die Beobachtung und Auswertung des jeweiligen Infektionsgeschehens. Die ausgewiesenen Gebiete werden daher in kurzen Abständen überprüft. Da Rosenheim noch nicht als innerdeutsches Risikogebiet gilt, dürfen Rosenheimer auch im Rest von Deutschland noch beherbergt werden.

Das sind derzeit die innerdeutschen Risikogebiete

Das bayerische Gesundheitsministerium hat am Donnerstag eine Übersicht der derzeitigen Risikogebiete in Deutschland veröffentlicht, für die das neue Beherbergungsverbot ab sofort bis zunächst voraussichtlich 14. Oktober gilt:

  • Berlin Mitte hat laut Robert-Koch-Institut (RKI) 71,7 neue Fälle pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen verzeichnet.
  • Berlin Neukölln: In dem Bezirk liegt der 7-Tage-Inzidenzwert laut RKI bei 89,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. 
  • Berlin Tempelhof-Schöneberg meldet einen Inzidenzwert von 61.2 pro 100.000 Einwohner.
  • Berlin Friedrichshain-Kreuzberg verzeichnet 58,9 neue Fälle pro 100.000 Einwohner.
  • Bremen: Der 7-Tage-Inzidenzwert liegt in der norddeutschen Stadt bei 58,1 pro 100.000 Einwohner.
  • Hamm (Nordrhein-Westfalen): Der Inzidenzwert der kreisfreien Stadt liegt bei 77,8 pro 100.000 Einwohner.
  • Remscheid (Nordrhein-Westfalen): 59,3 neue Fälle pro 100.000 Einwohnern meldet das RKI für die Stadt aus NRW.

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