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Aktuelle Analyse und Langzeitvergleich für Kreis Traunstein

Corona-Entspannung? Wo es sich lockert und wo die Zahlen auffällig hoch bleiben

Es sind immer wieder kleine Schritte, aber die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Traunstein sinkt weiter leicht - in welchen Kommunen die Zahlen besonders deutlich sinken und wo es trotzdem noch einen Sprung nach oben gibt.

Landkreis Traunstein - Kreiste die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Traunstein lange Zeit „stabil“ um den Wert von 1500, geht es jetzt nochmal etwas weiter nach unten. Die Corona-Lage scheint sich weiter leicht zu entspannen. 2445 „aktiv“ Corona-Infizierte sind es aktuell im Landkreis - der niedrigste Wert seit Ende Februar. Aktuell gelten damit nur noch 1,38 Prozent aller Landkreis-Bürger als positiv aufs Coronavirus getestet. Im Vergleich zur Vorwoche sind es nur in elf der 35 Kommunen mehr Infizierte.

Nur noch Engelsberg und Nußdorf mit über zwei Prozent Infizierten

Nur noch zwei Gemeinden sind es diese Woche, die mit einer Infiziertenrate über zwei Prozent deutlich über dem Schnitt liegen: Allen voran Engelsberg sticht mit 2,47 Prozent an „positiver“ Bevölkerung heraus. 64 „aktive“ Corona-Fälle werden von dort momentan gemeldet. Auch Nußdorf liegt mit 2,05 Prozent noch über dieser Marke, 50 Positive sind dort aktuell nachgewiesen. Es folgen Kirchanschöring (1,91 Prozent/64 „aktive“ Fälle), Grabenstätt (1,85 Prozent/82 Fälle) und Fridolfing (1,78 Prozent/78 Fälle).

Anzahl der Einwohner und der aktiven Corona-Fälle in den Kommunen im Landkreis Traunstein, Stand 4. April.

Neben Engelsberg, Nußdorf und Grabenstätt haben auch Bergen, Grassau, Obing, Seeon-Seebruck, Übersee und Wonneberg diese Woche steigende Zahlen zu vermelden. Das größte Plus hat mit 13 Engelsberg. Besonders deutlich nach unten geht es dagegen in Traunreut, von 413 auf 329, und Reit im Winkl halbiert den Wert seiner „aktiven“ Corona-Fälle nahezu. Nach absoluten Zahlen führt Traunstein (333 Fälle) vor Traunreut (329), Trostberg (166), Waging (116) und Siegsdorf (111).

Zahl der „aktiven“ Corona-Fälle in Traunreut, Traunstein, Trostberg und Tittmoning in den vergangenen Wochen.

Die Fallzahl in einer Kommune lässt aber keine generellen Rückschlüsse auf die Ansteckungsgefahr vor Ort zu. Denn die Zahl sagt nichts darüber aus, wo sich eine Person mit dem Virus infiziert hat - ob im Gemeindegebiet oder nicht. Zudem sagen die Zahlen nichts über den Zusammenhang einer Ansteckung aus, also ob sich mehrere Personen beispielsweise unabhängig voneinander infiziert haben oder ob sich mehrere Personen innerhalb einer Familie infiziert haben.

Mit Stand vom Montag (4. April) wurden seit Beginn der Pandemie 68.075 Corona-Fälle im Landkreis Traunstein gezählt. In Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung sind insgesamt 336 Todesfälle im Landkreis zu beklagen, zwei mehr als in der Vorwoche. An allen Standorten der Kliniken Südostbayern müssen derzeit fünf (zwei geimpft) Corona-Patienten auf einer Intensivstation behandelt werden - die gleiche Zahl wie in der Vorwoche. 64,3 Prozent sind vollständig gegen das Virus geimpft, 52,7 Prozent sind auch „geboostert“.

xe

Rubriklistenbild: © Sven Hoppe

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