Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Lockerungen für Geimpfte

Impffortschritt in den Chiemgauer Impfzentren - diese Personengruppen sind jetzt dran

Das Impfzentrum in Altenmarkt
+
Das Impfzentrum in Altenmarkt

Wie erfolgreich ist die Impfkampagne in der Region? Aktuelle Zahlen aus Traunstein zeigen, wie viele Menschen bereits geimpft wurden und wer momentan dran ist.

Landkreis Rosenheim - Seit Ende 2020 wird in Deutschland gegen Covid-19 geimpft. Zuerst nur mit dem Impfstoff von Biontech, später auch mit den Vakzinen von Moderna, Astrazeneca und Johnson & Johnson. Und seit dem 6. Mai haben Menschen in Bayern, die vollständig geimpft oder von einer Covid-Erkrankung genesen sind, mehr Freiheiten. Für diese Gruppe entfallen die nächtliche Ausgangssperre sowie die geltenden Kontaktbeschränkungen. Sie werden also bei der Zahl der maximal erlaubten Kontaktpersonen nicht mehr mitgezählt. Die Debatten um diese Lockerungen sind aktuell groß. Die Kritik: Man sollte erst Lockerungen einführen, wenn man allen Bürgern ein Impfangebot machen kann. Wie weit ist der Landkreis Traunsteinschon beim Impfen?

Landkreis Traunstein bei Priogruppe 3 angekommen

Seit Donnerstag, 13.5. liegt die 7-Tage Inzidenz im Landkreis Traunstein unter 100. Die Impfkampagne hat auch hiuer erfolgreich im Dezember 2020 gestartet. „Aktuell werden berechtigte Personen aus der Priorisierungsgruppe 3 im Impfzentrum im Landkreis Traunstein geimpft“, sagt Dr. Herbert Bruckmayer, Leiter des Impfzentrums des Landkreises Traunsteins auf Nachfrage von chiemgau24.de. „Die Zahl der Berechtigten in der Priorisierungsgruppe steigt durch die Aufnahme neuer Berufsgruppen in die Priorisierungsgruppe stetig.“ Daher sei laut Bruckmayer nicht absehbar, bis wann für die Impfwilligen aus der Priorisierungsgruppe 3 spätestens mit einem Impftermin zu rechnen ist.

Die Terminvergabe werde vom System BayIMCO nicht nach Registrierzeitpunkt, sondern prozentual zwischen den online registrierten Personen und den über das Callcenter registrierten Personen aufgeteilt. „Es ist möglich, einen bereits vereinbarten Impftermin zu stornieren. Allerdings ist dann fraglich, wann der nächste freie Termin zur Verfügung steht“, so der Leiter des Impfzentrums. „Auch nach einer möglichen Aufhebung der Impfpriorisierung erfolgen Terminvergaben im Impfzentrum aus Planungs- und Organisationsgründen nur über BayIMCO.“ Mittlerweile wurden im Landkreis Traunstein 58.693 Personen mit der Erstimpfung versorgt, davon haben bereits 15.244 Personen die Zweitimpfung erhalten (Stand 12.5.2020).

Geimpfte Deutschland (Stand 12.5.2021):

Mindestens erstgeimpft: 28.544.440 (34,3%)
Vollständig geimpft: 8.320.680 (10,0%)

Geimpfte in Bayern (Stand 12.5.2021)

Mindestens erstgeimpft: 4.580.941 (34,9%)
Vollständig geimpft: 1.242.007 (9,5%)

Wer gehört zur Priorisierungsgruppe 3?

  • Über 60-Jährige
  • Personen insbesondere mit folgenden Erkrankungen: behandlungsfreie in Remission befindliche Krebserkrankungen, Immundefizienz oder HIV-Infektion, Autoimmunerkrankungen, rheumatologische Erkrankungen, Herzinsuffizienz, Arrhythmie, Schlaganfall, Asthma, chronisch entzündliche Darmerkrankung, Diabetes mellitus ohne Komplikationen, Adipositas (BMI über 30)
  • Personen, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im Einzelfall ein erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus besteht
  • Bis zu zwei enge Kontaktpersonen von pflegebedürftigen Personen, die nicht einer Einrichtung leben und zudem über 60 Jahre alt sind oder eine der vorgenannten Erkrankungen haben
  • Personen, die Mitglieder von Verfassungsorganen sind oder in besonders relevanter Position in den Verfassungsorganen, in den Regierungen und Verwaltungen, bei der Bundeswehr, bei der Polizei, beim Zoll, bei der Feuerwehr, beim Katastrophenschutz einschließlich des Technischen Hilfswerks, in der Justiz und Rechtspflege, im Ausland bei den deutschen Auslandsvertretungen, für deutsche politische Stiftungen oder Organisationen und Einrichtungen mit Sitz in der Bundesrepublik Deutschland in den Bereichen Krisenprävention, Stabilisierung, Konfliktnachsorge, Entwicklungszusammenarbeit oder auswärtige Kultur- und Bildungspolitik oder als deutsche Staatsangehörige in internationalen Organisationen tätig sind
  • Wahlhelferinnen und Wahlhelfer
  • Personen, die in besonders relevanter Position in Einrichtungen und Unternehmen der Kritischen Infrastruktur tätig sind, insbesondere im Apothekenwesen, in der Pharmawirtschaft, im Bestattungswesen, in der Ernährungswirtschaft, in der Wasser- und Energieversorgung, in der Abwasserentsorgung und Abfallwirtschaft, im Transport- und Verkehrswesen sowie in der Informationstechnik und im Telekommunikationswesen
  • Beschäftigte, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit niedrigen Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus tätig sind, insbesondere in Laboren und Personal, das keine Patientinnen oder Patienten betreut
  • Personen, die im Lebensmitteleinzelhandel tätig sind
  • Personen, die in Einrichtungen und Diensten der Kinder- und Jugendhilfe und in Schulen, die nicht Grund-, Sonder- oder Förderschulen sind, tätig sind sonstige Personen, bei denen aufgrund ihrer Arbeits- oder Lebensumstände ein deutlich erhöhtes Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus besteht

Impfpriorisierung soll aufgehoben werden

Aber die Priorisierungen könnten bald der Vergangenheit angehören. Nachdem auf dem Impfgipfel am Montag (26. April) beschlossen wurde, dass im Juni die Impfreihenfolge fallen soll, könnte spätestens dann der viel beschworene „Impf-Turbo“ zünden. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) dauert das jedoch zu lange. Der bayerische Ministerpräsident will nicht bis zum Juni warten, um allen Bürgen ein Impf-Angebot zu machen. Schon im Mai will er damit loslegen. Dann könnte in Bayern bald nach amerikanischem oder israelischem Vorbild geimpft werden. „Generell gilt: wir brauchen Ärzteteams, die in mobilen Impfstationen in Supermärkten impfen können. Auch in Apotheken sollte geimpft werden. Es darf kein Impfstoff liegen bleiben, und vor Ort muss es schnell gehen – ohne lange Wartezeiten“, sagte Söder der Welt.

jb

Kommentare