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Lage teils recht unterschiedlich

Corona-Intensivpatienten und Impffortschritt: Die Entwicklung in unserer Region

  • Xaver Eichstädter
    VonXaver Eichstädter
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Nicht mehr nur die Inzidenz, auch die Lage in den Krankenhäusern wird künftig zentral für Einschränkungen in der Corona-Pandemie. Wir haben die Entwicklung in der Region beleuchtet und analysieren auch Infektionsquellen und Impffortschritt in unseren Landkreisen.

Landkreise - Auch wenn Rosenheims Gesundheitsamtsleiter Wolfgang Hierl die Lage in den Kliniken als „gottlob noch moderat“ bezeichnet, wird die Rolle der Corona-Patienten in den heimischen Krankenhäusern wieder größer. Nur im Landkreis Traunstein gibt es gar keinen Corona-Patienten auf der Intensivstation, im Berchtesgadener Land ist es nach wie vor einer. In den Landkreisen Mühldorf, Altötting und Rosenheim stiegen die Zahlen im Vergleich zur Vorwoche. In Altötting von null auf drei, in Rosenheim von neun auf zehn.

Die Zahl der Corona-Intensivpatienten in den Landkreisen Rosenheim, Traunstein, Berchtesgadener Land, Altötting und Mühldorf in der Entwicklung der vergangenen Wochen und Monate.

Doch auf den Intensivstationen geht es schließlich nicht nur um Covid-19-Erkrankte. Die Lage dort ist in allen Landkreisen allgemein angespannt: Von den insgesamt 192 Intensivbetten in der Region sind gerade mal 30 frei. Im Landkreis Traunstein sind laut DIVI-Intensivregister des Robert-Koch-Instituts sogar alle Intensivplätze belegt. Im Berchtesgadener Land sind es drei freie Betten, im Kreis Altötting sechs, im Landkreis Mühldorf vier und in Stadt und Landkreis Rosenheim zumindest 17 der 97 Intensivbetten. „Es ist davon auszugehen, dass mit rund zweiwöchiger Verspätung sich die Infektionslage auch in den Kliniken auswirken wird“, so Rosenheims Gesundheitsamtsleiter Hierl.

Reiserückkehrer als Treiber des heimischen Infektionsgeschehens

Bei den Neuinfektionen scheinen derzeit Reiserückkehrer eine bedeutende Rolle zu spielen. „Es ist nach wie vor ein verstärktes Infektionsgeschehen im Bereich von Urlaubsrückkehrern aus osteuropäischen Ländern zu beobachten“, heißt es beispielsweise aus dem Landratsamt des Berchtesgadener Landes. Im Landkreis Mühldorf wurde in den vergangenen drei Tagen jede dritte Corona-Neuinfektion bei einem Reiserückkehrer festgestellt - und die Herkunftsländer gleichen sich: Kosovo, Italien, Kroatien, Albanien oder Mazedonien werden immer wieder genannt. In Stadt und Landkreis Rosenheim machen die Reiserückkehrer sogar 45 Prozent der Corona-Neuinfizierten aus.

Altöttinger sind beim Impfen am weitesten in der Region

Und wie kommt die Region beim Impfen voran? Insgesamt betrachtet eher langsam. Nur im Landkreis Altötting bewegt man sich mit fast 61 Prozent zweitgeimpfter Bevölkerung über dem bayernweiten Schnitt von 58,3 Prozent. Alle anderen unserer Landkreise liegen darunter: In Mühldorf sind es knapp 58 Prozent, in Traunstein und dem Berchtesgadener Land haben gerade mal knapp über 50 Prozent schon ihre zweite Corona-Impfung bekommen. Wie sehr eine volle Impfung gegen Viruserkrankungen schützt, beweisen die Zahlen aus dem Kreis Rosenheim: Zwar hatten gut neun Prozent aller zuletzt Infizierten auch schon ihre Zweitimpfung, aber gerade mal zwei vollständig Geimpfte mussten auch in die Klinik - was 0,3 Prozent der Neuinfizierten entspricht.

xe

Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa

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