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Aktuelle Corona-Analyse und Langzeitvergleich

Zahlen ziehen an: Alle „Hotspots“ im selben Eck des Landkreises Traunstein

Im Vergleich zur Vorwoche ziehen die Zahlen der Corona-Neuinfektionen wieder deutlich an: Vor allem ein Eck im Landkreis Traunstein sticht heraus - alle Kommunen mit auffälligen Werten finden sich dort.

Landkreis Traunstein - Lag die Zahl der „aktiven“ Corona-Fälle in den vergangenen Wochen recht stabil zwischen 900 und 1200, gibt sie das Landratsamt für Montag (7. Februar) plötzlich wieder mit 1653 an. Der Anstieg macht sich quer durch den Landkreis Traunstein bemerkbar: Waren es vorige Woche noch 19 Kommunen, die mindestens 20 Corona-Fälle hatten, sind es jetzt 29 der 35 Gemeinden. Im Schnitt gelten derzeit gut 0,9 Prozent aller Einwohner des Landkreises als Corona-positiv.

Steigende Corona-Zahlen vor allem im Nordwesten des Landkreises

Diese Woche sticht besonders heraus, dass alle Kommunen mit den auffälligsten Corona-Werten im Norden des Landkreises liegen - allen voran im Nordwesten. In Relation zur Bevölkerungsgröße ist derzeit Schnaitsee mit Abstand am stärksten belastet. Die 45 Fälle machen dort 2,42 Prozent der Einwohner aus. Es folgen Engelsberg mit 1,66 Prozent (43 „aktive“ Fälle), sowie Trostberg (182 Fälle) und Obing (70 Fälle) mit jeweils 1,61 Prozent. Ein ähnliches Bild beim Vergleich mit der Vorwoche. In vier Kommunen hat sich die absolute Zahl der „aktiven“ Corona-Fälle mehr als verdoppelt: Engelsberg, Schnaitsee, Tittmoning und Trostberg.

Anzahl der aktiven Corona-Fälle in den Kommunen im Landkreis Traunstein, Stand 7. Februar. Das Landratsamt nennt die genaue Zahl nur für Orte mit mindestens 20 Infizierten. Damit will man einzelne betroffene Personen vor einer Identifizierung schützen und soziale Ausgrenzung verhindern.

Bei der absoluten Zahl der „aktiven“ Fälle steht Traunreut mit 262 weiterhin an der Spitze vor Traunstein (209), dann folgt Trostberg, das einen Satz von 68 auf 182 hingelegt hat. Alle weiteren Orte liegen im zweistelligen Bereich. Im Vergleich zur Vorwoche gibt es nur in Waging ein Minus bei der Zahl der „aktiven“ Corona-Fälle. Trotz allem ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Traunstein mit 1169 deutlich niedriger als in allen Nachbarlandkreisen, die um den Wert von 2000 liegen. In den angrenzenden österreichischen Bezirken liegen die Inzidenzen noch höher.

Zahl der „aktiven“ Corona-Fälle in Traunreut, Traunstein und Trostberg in den vergangenen Wochen.

Die Fallzahl in einer Kommune lässt aber keine generellen Rückschlüsse auf die Ansteckungsgefahr vor Ort zu. Denn die Zahl sagt nichts darüber aus, wo sich eine Person mit dem Virus infiziert hat - ob im Gemeindegebiet oder nicht. Zudem sagen die Zahlen nichts über den Zusammenhang einer Ansteckung aus, also ob sich mehrere Personen beispielsweise unabhängig voneinander infiziert haben oder ob sich mehrere Personen innerhalb einer Familie infiziert haben.

Mit Stand vom Montag (7. Februar) wurden seit Beginn der Pandemie 34.295 Corona-Fälle im Landkreis Traunstein gezählt. In Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung sind insgesamt 321 Todesfälle im Landkreis zu beklagen, vier mehr als in der Vorwoche. An allen Standorten der Kliniken Südostbayern müssen derzeit drei (einer geimpft) Corona-Patienten auf einer Intensivstation behandelt werden - gleich viele wie in der Vorwoche. Die neue Corona-Variante „Omikron“ gilt als wesentlich ansteckender als Delta. Gleichzeitig gehen Fachleute davon aus, dass Omikron im Schnitt mildere Krankheitsverläufe verursacht.

xe

Rubriklistenbild: © xe

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