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Prozentzahlen, die aufhorchen lassen

Deutlich mehr als im deutschen Schnitt: So viele hatten in unserer Region schon Corona

Wie viele Menschen haben nach rund zwei Jahren Pandemie schon eine Corona-Infektion durchgemacht? Der Prozentsatz in der Region liegt wesentlich höher als im Bundesschnitt. In unserer Analyse nehmen wir auch die aktuellen Impfquoten mit in den Blick.

Landkreise - Täglich kommt in der Region eine Zahl im vierstelligen Bereich hinzu - nach gut zwei Jahren Corona-Pandemie stellt sich für uns die Frage: Wie viele Menschen haben sich in den Landkreisen Rosenheim, Traunstein, Berchtesgadener Land, Mühldorf und Altötting schon insgesamt mit dem Coronavirus infiziert? 262.355 Infektionen sind allein in den fünf Landkreisen der Region mit Stand vom Montag (21. März) dokumentiert - das entspricht satten 31,3 Prozent aller Einwohner.

In Mühldorf, Traunstein und BGL schon etwa ein Drittel nachweislich infiziert

Am höchsten ist die Infektionsrate mit 33,7 Prozent im Landkreis Mühldorf. Dort wurden 39.027 Fälle registriert. Es folgen das Berchtesgadener Land mit 33,2 Prozent (35.331 Infektionen), der Landkreis Traunstein mit 32,8 Prozent (58.262 Infektionen) und der Landkreis Altötting mit 30 Prozent (33.467 Infektionen). Nur Stadt und Landkreis Rosenheim liegen knapp unter der 30-Prozent-Marke (29,6 Prozent/96.268 Infektionen). Zum Vergleich: In Bayern sind es 26,7 Prozent und in ganz Deutschland mit 22,6 Prozent nochmal wesentlich weniger, die nachweislich mit dem Coronavirus infiziert sind bzw. waren.

Der deutliche Abstand zum bayerischen und bundesdeutschen Schnitt verdeutlicht erneut, dass unsere Region vom Coronavirus immer stärker betroffen war, als andere Landstriche. Beinahe jeder unserer Landkreise machte während der Pandemie das ein oder andere Mal bundesweite Schlagzeilen als „Corona-Hotspot“. Bedacht werden muss jedoch die Dunkelziffer: Experten vermuten, dass mindestens jede zweite Corona-Infektion nicht erkannt wird. Doch das Problem mit der Dunkelziffer dürften alle Regionen Deutschlands gleichermaßen haben.

Weitere Faktoren müssen bei diesen Zahlen berücksichtigt werden. Die Teststrategien seitens der Behörden - ein wesentlicher Hebel zur Erkennung der Infektion - haben sich immer wieder mal verändert. Außerdem haben die Gesundheitsämter längst kapituliert, wenn es darum geht, Kontaktpersonen von Infizierten möglichst lückenlos auszuforschen. Und: Einige Menschen haben sich bereits mehrfach mit dem Virus infiziert. Das Land mit der weltweit höchsten nachgewiesenen Infektionsrate ist übrigens Holland mit etwa 44 Prozent.

Impffortschritt in Südost-Oberbayern im Vergleich zu ganz Bayern und Deutschland

Fortschritt bei den Zweitimpfungen gegen das Coronavirus. Hinweis: Die Quoten können ungenau sein, da das Impfangebot nicht im heimischen Landkreis in Anspruch genommen werden muss.

Etwa ein Jahr, nachdem die Impfkampagne in Deutschland Fahrt aufnahm, soll auch diesbezüglich ein Zwischenfazit gezogen werden. In der Region ergibt sich ein zweigeteiltes Bild: Die Landkreise Mühldorf und Altötting liegen etwa auf dem bayern- und deutschlandweiten Niveau - Altötting mit gut 76 Prozent an Zweitimpfungen leicht darüber, Mühldorf mit knapp 74 Prozent etwas darunter. Wie praktisch seit Beginn der Impfkampagne hinken die Landkreise Traunstein, Berchtesgadener Land und Rosenheim mit rund 65 Prozent an Zweitimpfungen nach wie vor deutlich hinterher. Das tendenziell gleiche Bild ergibt sich auch bei den Zahlen zur Booster-Impfung.

Fortschritt bei den Booster-Impfungen gegen das Coronvirus.

xe

Rubriklistenbild: © Fotomontage Pixabay Antranias/picture alliance Sebastian Gollnow