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Aktuelle Analyse und Langzeitvergleich

Drei Orte machen großen Sprung: Wie die fünfte Corona-Welle den Kreis Traunstein trifft

Durch die Omikron-Variante des Coronavirus hat die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Traunstein wieder die 1000er-Marke übersprungen: Wir analysieren, wie sich das in den einzelnen Kommunen auswirkt - vor allem drei Orte machen in ihrem Trend nach oben jetzt einen großen Sprung.

Landkreis Traunstein - Bei den Corona-Zahlen gibt es im Moment wieder nur eine Richtung: nach oben. 1107 Bürger im Landkreis Traunstein gelten derzeit als „aktiv“ mit dem Coronavirus infiziert, rund 160 mehr als in der Vorwoche. Außerdem hat am Dienstag (25. Januar) die Sieben-Tage-Inzidenz erstmals seit Mitte November 2021 wieder die Marke von 1000 übersprungen. Regionale Lockdowns bei einer vierstelligen Inzidenz wird es aber nach den jüngsten Beschlüssen der bayerischen Staatsregierung nicht mehr geben. Im Schnitt gelten momentan 0,62 Prozent der Bevölkerung im Landkreis als infiziert.

Corona-Analyse: Deutliches Plus in Grassau, Unterwössen und Waging

Ein auffällig deutliches Plus bei den „aktiven“ Corona-Fällen weisen in dieser Woche vor allem drei Orte aus: Grassau, Unterwössen und Waging. In Grassau geht es von 45 auf jetzt 74 hinauf, in Waging von 36 auf 61. Unterwössen lag vorige Woche noch bei unter 20 Infizierten, jetzt sind es 36. Im Verhältnis zur Einwohnergröße führt aber eine andere Gemeinde, nämlich Reit im Winkl. Die 29 Infizierten machen dort 1,25 Prozent aus. Bei der relativen Belastung kommt dann das bereits erwähnte Grassau mit 1,08 Prozent, gefolgt von Schnaitsee und Unterwössen mit jeweils 1,01 Prozent Infiziertenquote.

Anzahl der aktiven Corona-Fälle in den Kommunen im Landkreis Traunstein, Stand 24. Januar. Das Landratsamt nennt die genaue Zahl nur für Orte mit mindestens 20 Infizierten. Damit will man einzelne betroffene Personen vor einer Identifizierung schützen und soziale Ausgrenzung verhindern.

Bei den absoluten Zahlen bleibt Traunstein (132 „aktive“ Fälle) weiter vor Traunreut (119), Grassau (74), Waging (61) und Trostberg (51). Im Landkreis sind es momentan 19 der 35 Kommunen, die die Schwelle von mindestens 20 Corona-Infizierten in ihren Reihen überschreiten, gleich wie in der Vorwoche. In manchen Gemeinden konnten die Corona-Zahlen aber auch deutlich gedrückt werden: In Chieming von 47 auf jetzt 28 oder in Schnaitsee von 54 auf 37. Auch in Kirchanschöring, Marquartstein, Obing, Seeon-Seebruck, Surberg, Tittmoning und Trostberg sanken die Zahlen.

Zahl der „aktiven“ Corona-Fälle in Traunreut, Traunstein, Trostberg und Tittmoning in den vergangenen Wochen.

Zahl der Corona-Intensivpatienten bei Kliniken Südostbayern sinkt

Die Fallzahl in einer Kommune lässt aber keine generellen Rückschlüsse auf die Ansteckungsgefahr vor Ort zu. Denn die Zahl sagt nichts darüber aus, wo sich eine Person mit dem Virus infiziert hat - ob im Gemeindegebiet oder nicht. Zudem sagen die Zahlen nichts über den Zusammenhang einer Ansteckung aus, also ob sich mehrere Personen beispielsweise unabhängig voneinander infiziert haben oder ob sich mehrere Personen innerhalb einer Familie infiziert haben.

Mit Stand vom Montag (24. Januar) wurden seit Beginn der Pandemie 30.131 Corona-Fälle im Landkreis Traunstein gezählt. Als genesen gelten 28.710. In Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung sind insgesamt 314 Todesfälle im Landkreis zu beklagen. An allen Standorten der Kliniken Südostbayern müssen derzeit vier (zwei geimpft) Corona-Patienten auf einer Intensivstation behandelt werden - vorige Woche waren es fünf, vor 14 Tagen waren es noch zehn Corona-Intensivpatienten. Die neue Corona-Variante „Omikron“ gilt als wesentlich ansteckender als Delta. Gleichzeitig gehen Fachleute davon aus, dass Omikron im Schnitt mildere Krankheitsverläufe verursacht.

xe

Rubriklistenbild: © pixabay

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