Hunde unbedingt impfen lassen

Erneute Warnung vor dem Staupe-Virus im Landkreis Traunstein

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Traunstein - Im Januar wurden dem Veterinäramt Traunstein zwei verhaltensauffällige Füchse aus den Gemeinden Traunstein und Übersee gemeldet. Bei ihnen wurde das für Hunde lebensbedrohliche Staupe-Virus nachgewiesen. Noch ist die Bedrohung nicht vorüber:

Hundebesitzer im Landkreis Traunstein müssen weiterhin vorsichtig sein und sollten ihre Tiere impfen lassen. Im Gespräch mit dem Radiosender bestätigt Dr. Jürgen Schmid vom Traunsteiner Veterinäramt, dass inzwischen mehrere Hunde im Landkreis Traunstein erkrankt seien. Darum appelliert Dr. Schmid nochmals an die Hundebesitzer im Gebiet: "Es ist eigentlich fahrlässig, wenn man die Hunde trotz dieser Vorkommnisse an Staupe nicht impft. In einer normalen Hunde-Schutzimpfung ist die Staupe mit enthalten", so Dr. Schmid gegenüber der Bayernwelle.

Für Menschen ungefährlich, lebensbedrohlich für Hunde

Im Januar wurden dem Veterinäramt Traunstein zwei verhaltensauffällige Füchse aus den Gemeinden Traunstein und Übersee gemeldet. In beiden Fällen hatten die Tiere ihre natürliche Scheu vor dem Menschen verloren. Um Tollwut ausschließen zu können, wurden die zwei Füchse zur Untersuchung in das Tierseuchenlabor des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit gebracht.

Tollwut wurde bei beiden Füchsen nicht nachgewiesen. Somit ist der gesamte Landkreis Traunstein weiterhin tollwutfrei. Als Ursache für die Verhaltensauffälligkeit der Füchse wurde die Viruserkrankung Staupe ermittelt. Bei der Staupe handelt es sich um eine für den Menschen völlig ungefährliche, für Hunde aber sehr gefährliche Viruserkrankung.

Veterinäramt rät dringend zur Impfung von Hunden

Gegen Staupe geimpfte Hunde sind geschützt, ungeimpfte Hunde können dagegen durch Wildtiere angesteckt werden. Die Übertragung der Staupe erfolgt teils durch Direktkontakt mit erkrankten Tieren oder indirekt über Futter und Gegenstände, die mit Ausscheidungen erkrankter Tiere verunreinigt sind.

Die Erkrankung kann unter zentralnervösen Erscheinungen zum Verenden der Tiere führen. Behandlungsmaßnahmen bei frei lebenden Wildtieren sind nicht durchführbar. Bei Hunden rät das Veterinäramt Traunstein dringend, den Impfschutz zu überprüfen und gegebenenfalls fehlende Impfungen umgehend durch den Tierarzt ergänzen zu lassen.

mh

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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