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Aktuelle Corona-Analyse und Langzeitentwicklung 

Fast so viele wie in Traunstein: Wo sich die Zahl der Infizierten plötzlich mehr als verdoppelt

Die Sieben-Tage-Inzidenz deutlich über 900, knapp ein Prozent aller Menschen im Landkreis gelten derzeit als Corona-positiv. Im Vergleich zur Vorwoche fällt vor allem ein Dorf besonders auf - dort hat sich die Zahl der Fälle mehr als verdoppelt, jetzt liegt man etwa auf dem Niveau der Großen Kreisstadt Traunstein.

Landkreis Traunstein - Ganze 1659 Menschen im Landkreis Traunstein sind es, die am Montag (15. November) als Corona-Fälle bekannt waren - das sind inzwischen 0,93 Prozent der Bevölkerung, was einen Rekordwert bedeutet. Auch die Siebe-Tage-Inzidenz pendelt bereits seit vergangenem Mittwoch zwischen 900 und 1000. Bei der Analyse fallen diese Woche vor allem die Zahlen aus Ruhpolding negativ auf. Galten vorige Woche dort 66 Menschen als Corona-positiv, sind es jetzt plötzlich 137. Damit liegt Ruhpolding schon fast auf dem Niveau Traunsteins mit aktuell 149 Fällen.

Über zwei Prozent infizierte Einwohner in Wonneberg und Pittenhart

Mit seinen 137 Fällen bzw. 1,97 Prozent der Bevölkerung ist Ruhpolding aber trotzdem nicht Spitzenreiter im Landkreis, was die Belastung im Verhältnis zur Einwohnergröße betrifft. Hier führt, wie auch schon vorige Woche, Wonneberg die Tabelle an. Knapp 2,5 Prozent gelten dort alt coronainfiziert. Die 39 Fälle dort bedeuten aber auch ein Minus im Vergleich zur Vorwoche. Dann folgt Pittenhart mit 2,16 Prozent bzw. 40 Fällen vor Ruhpolding, Engelsberg (1,37 Prozent bzw. 35 Fälle) und Petting (1,3 Prozent bzw. 30 Fälle).

Anzahl der aktiven Corona-Fälle in den Kommunen im Landkreis Traunstein, Stand 15. November. Das Landratsamt nennt die genaue Zahl nur für Orte mit mindestens 20 Infizierten. Damit will man einzelne betroffene Personen vor einer Identifizierung schützen und soziale Ausgrenzung verhindern.

Bei den absoluten Zahlen führt weiterhin Traunreut (152 „aktive“ Corona-Fälle) vor Traunstein (149), Ruhpolding (137) und Trostberg (102). Alle weiteren Orte sind zweistellig. Ein herausragendes Plus an Corona-Infizierten gibt es aber nicht nur in Ruhpolding, sondern auch in Traunstein und Waging. In Traunstein kamen im Laufe der vergangenen Woche 67 hinzu, in Waging wurden es 29 mehr auf jetzt 71. Es gibt aber auch Orte im Landkreis, die ihre Zahlen an Corona-Fällen drücken konnten: Altenmarkt, Obing, Schnaitsee, Tittmoning, Trostberg und Wonneberg.

Entwicklung der „aktiven“ Corona-Fälle in Traunreut, Traunstein, Trostberg und im gesamten Landkreis. Zum Vergleich: Anfang Mai waren es in Traunreut über 350 Fälle und im gesamten Landkreis 1540.

Die Fallzahl in einer Kommune lässt aber keine generellen Rückschlüsse auf die Ansteckungsgefahr vor Ort zu. Denn die Zahl sagt nichts darüber aus, wo sich eine Person mit dem Virus infiziert hat - ob im Gemeindegebiet oder nicht. Zudem sagen die Zahlen nichts über den Zusammenhang einer Ansteckung aus, also ob sich mehrere Personen beispielsweise unabhängig voneinander infiziert haben oder ob sich mehrere Personen innerhalb einer Familie infiziert haben.

Mit Stand vom Montag (15. November) wurden seit Beginn der Pandemie 19.376 Corona-Fälle im Landkreis Traunstein gezählt. Als genesen gelten 17.478. In Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung sind insgesamt 239 Todesfälle im Landkreis zu beklagen - sieben mehr als in der Vorwoche. Zwölf Covid-19-Patienten aus dem Landkreis müssen derzeit auf einer Intensivstation behandelt werden - sechs von ihnen hatten vollständigen Impfschutz. Mittlerweile haben im Landkreis 98.865 Personen eine Zweitimpfung gegen das Coronavirus erhalten - das sind 55,7 Prozent. 7.869 Personen wurden auch schon ein drittes Mal geimpft.

- Lest außerdem: Warum gibt es immer mehr Impfdurchbrüche? Im Gespräch mit Traunsteins Klinik-Chefarzt

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Rubriklistenbild: © Gemeinde Ruhpolding

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