Impfprioriät im Landkreis Traunstein geändert

Erfolg für Ehrenamtliche: Einsatzkräfte der Feuerwehr können sich impfen lassen

Feuerwehr kann sich impfen lassen
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Chefarzt Dr. med. Bruckmayer der Kliniken Südostbayern AG und Leiter des Impfzentrums im Gespräch mit Kreisbrandrat Christof Grundner bezüglich des organisatorischen Ablaufes am Impfzentrum in Altenmarkt.

Ab sofort können sich auch freiwillige Feuerwehrkräfte im Landkreis Traunstein impfen lassen. Sie gehören nun in die Prioritäten zwei und drei.

Landkreis Traunstein - Die 4700 Frauen und Männer der heimischen Feuerwehren können sich ab sofort impfen lassen und können auf kurze Wartezeiten nach der erfolgten Online Anmeldung hoffen. Eine Anfrage des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein direkt beim Bayerischen Innenministerium hat dazu beigetragen, dass die Ehrenamtlichen in die Prioritäten zwei und drei gerutscht sind und somit ab sofort einen Impftermin erhalten können. Die Verantwortlichen hoffen nun auf eine hohe Impfbereitschaft und sehen eine Rückkehr in den Regelbetrieb in greifbarer Nähe.

„Für uns ist das schon ein großer Erfolg“, freut sich Kreisbrandrat Christof Grundner und ergänzt,„dass unsere Feuerwehren täglich bei Einsätzen mit Personenkontakt gefordert und somit einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind“. In einer ausführlichen Begründung, die auch von den Kreisfeuerwehrverbänden Berchtesgadener Land, Mühldorf, Dachau, Starnberg, dem Fachbereich „Ärztlicher Dienst, Gesundheitswesen“ – des Bezirksfeuerwehrverbandes Oberbayern sowie durch die Kreisfeuerwehrärzte aus Traunstein und Rosenheim mitgetragen wurde, schilderten die Verantwortlichen die Notwendigkeit. Nach einigen Gesprächen mit der Behörde dürfen sich nun alle ehrenamtlichen Feuerwehrler um einen Impftermin bemühen.

Gerade im Zusammenspiel mit dem Rettungsdienst vom Roten Kreuz oder den Maltesern sind die Feuerwehren häufig unterstützend tätig - öffnen Wohnungstüren, leisten Tragehilfe, führen Drehleiterrettungen durch oder übernehmen die Erstversorgung bei Unfällen aller Art“, so der Kreisfeuerwehrarzt Holger Hübner. „Die Gemeinden haben zwar innerhalb kürzester Zeit die nötigen Schutzausrüstungen angeschafft, die Impfung gilt aber im Allgemeinen als der wirksamste Schutz vor der Viruserkrankung“, so Holger Hübner im Gespräch mit dem Kreisfeuerwehrverband und appelliert an die Einsatzkräfte, einen Impftermin zu vereinbaren.

Von einer schnellen Impfung profitiert der Einzelne, aber auch das Gesamtsystem Feuerwehr. Bereits wenige Tage nach der ersten Impfung ist ein schwerer Verlauf der Coviderkrankung nahezu unmöglich und bei den Feuerwehren steigt die Zuversicht, dass man mit einer hohen Durchimpfung vielleicht schon in den Sommermonaten weitestgehend zum Regelbetrieb übergehen kann und die derzeitigen Einschränkungen im Dienstbetrieb reduziert werden können. Insbesondere wird durch eine hohe Impfbereitschaft die Gefahr eines Ausfalls ganzer Feuerwehren aufgrund von Ansteckungen deutlich reduziert, so der Tenor der Verantwortlichen.

Die Anmeldung für eine Impfung ist online über die Seite „Impfzentren.Bayern“ möglich. Bei den Fragen gibt es eine Rubrik „Angehöriger einer Feuerwehr“. Wenn man diese auswählt, wird man entsprechend in der Reihung der Terminvergaben nach vorne gerückt und erhält relativ kurzfristig einen Termin. Als Nachweis für das ehrenamtliche Engagement bei der Feuerwehr wird dann der Dienstausweis oder eine durch den örtlichen Kommandanten ausgestellte Bescheinigung akzeptiert.

Dr. med. Herbert Bruckmayer vom Impfzentrum in Altenmarkt bestätigt, dass die Impfungen für Feuerwehren bereits sehr gut angenommen werden und hofft, dass sich noch viele der Freiwilligen Helfer für einen Impftermin registrieren werden. Seinen Worten nach, funktioniert der gesamte Ablauf bei den Impfterminen der Feuerwehrkräfte völlig reibungslos und die Mitarbeiter im Impfzentrum seien allesamt mit der Abwicklung zufrieden.

Hob

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