Pressemitteilung Die Linke Landkreis Traunstein

Fünf Schwerpunkte für die Kommunalwahlen 2020

+

Landkreis Traunstein - Auf einer Klausurtagung haben die Mitglieder der Linken fünf Schwerpunkte für die Kommunalwahl im März 2020 verabschiedet.

Die jeweiligen Sprecher präsentierten das Programm für die Stadtratswahlen in Traunstein und für den Kreistag Traunstein und betonten, dass sie die Wünsche und Anregungen der Mitbürger*innen bei ihren Mitmach-Infoständen einbezogen haben. Hier die Schwerpunkte des Programms in Stichworten:


1. Traunstein traut sich sozial 

"Wir wollen finanziell benachteiligten Gruppen, z.B. Alleinerziehenden, Hartz IV-Empfängern, Geringverdienern, Rentnern, Obdachlosen im Landkreis und im Stadtrat eine Stimme geben. Wir sind die einzige Partei, die sich den Anliegen der Schwächsten der Gesellschaft im Besonderen annehmen wird", betont Kreisvorsitzender Denis Holl, der für den Traunsteiner Stadtrat und für den Kreistag kandidiert. "Die Kommunen können mehr für die gesellschaftliche Teilnahme dieser Gruppen tun, z.B. mit einem Sozialticket, das kostenlose Eintritte zu allen Veranstaltungen ermöglicht. Alleinerziehende wissen derzeit nicht, wie sie z.B. eine Klassenfahrt für ihre Kinder bezahlen sollen". Langfristig müssten die Tafeln überflüssig werden und Menschen wieder von ihrem Einkommen in Würde leben können.

2. Wem gehört Traunstein? 

"Vor allem Greenrock und anderen Monopolfirmen darf Traunstein nicht überlassen werden! Wir fordern, das das fortgesetzte Verschachern von Grund und Boden, der der Allgemeinheit gehört, an den Meistbietenden ein Ende findet", verlangt die Kreisvorsitzende Claudia Thieltges. Die Linke fordert einen streng ökologischen Umgang mit Boden und Flächen nur noch in langfristigen Pachtverträgen, Förderung alternativer Wohnformen wie Inklusionsprojekte, Tiny Houses, generationenübergreifende Wohnprojekte und genossenschaftlichen sozialen Wohnungsbau. "Wir gestalten solidarisches und bezahlbares Wohnen in Traunstein und im Landkreis", so Claudia Thieltges.


3. Traunsteiner Jugend For Future! 

"Wir fordern, dass endlich die Jugend Gehör findet und längst versprochene Jugendprojekte in Traunstein und im Landkreis verwirklicht werden. Jahrelang wurde der Jugendbeirat nicht gehört, kein Jugendzentrum realisiert, weder wurden versprochene Mitbestimmungsrechte den Jugendlichen gewährt, noch wurden wichtige Bedürfnisse der Jugendlichen berücksichtigt", erklärt Simon Prechtl, der auf Platz zwei der Liste für den Kreistag kandidiert. Er fährt fort: "Wir werden mehr Jugend wagen. Wir kämpfen an der Seite der überparteilichen Bewegung "Fridays for Future" für eine klimapolitische Wende, damit unsere Jugend auch weiterhin ihre Familien-planung in Stadt und Landkreis betreiben kann und hier ihre kulturelle und gesellschaftliche Heimat finden kann. Eine Beamtenschlafstadt hat keine Zukunft! Leben heißt Jugend".

4. Wirtschaft geht auch sozial 

Die Linke fordert Unterstützung für diejenigen Unternehmen, die erkannt haben, dass ihr eigentliches Kapital ihre Arbeiter*innen und Angestellte sind, ordentliche Löhne zahlen und das Potenzial und die Mitspracherechte der Mitarbeiter*innen fördern. "Die Kommunalpolitik sollte Aufträge nur an Firmen vergeben, die diese Kriterien erfüllen", verlangt Manuela Pertl. Sie ist die Spitzenkandidatin der Linken für die Kreistagswahl und fordert, dass insbesondere mittelständische Unternehmen angeworben werden, die sowohl Fachkräfte als auch die bei uns lebenden geflüchteten Menschen beschäftigen. "Integrieren heißt Perspektiven schaffen - ein wichtiger Beitrag zum beklagten Fachkräftemangel. Warum werden Menschen, - auch aus unserem Landkreis - abgeschoben, die sich integrieren wollen, die bereits Ausbildung und Arbeit gefunden haben? Welch ein Irrsinn", beklagt Manuela Pertl.

5. Ökologisch vernetzt im Landkreis 

Die Linke fordert einen kostenlosen ÖPNV oder ein Sozialticket, das allen Bürgern ermöglicht, sich frei im Landkreis zu bewegen. Das erfordert natürlich den Ausbau der öffentlichen Verkehrs- wege mit Bus und Bahn.Ein flächendeckendes, zeitlich eng getaktetes Netz müßte mittelfristig für jeden Landkreisbewohner zugänglich sein. Auch Kleinbusse und alternative Verkehrsformen (Carsharing) müssen vermehrt eingerichtet werden. Die Städte sollen zu Fahrradstädten werden! Die Linke fordert den Ausbau aller möglichen erneuerbaren Energieformen wie Wind- Sonnen- und Wasserkraft. Der Landkreis darf keinerlei weitere Massentierhaltung genehmigen und seine Möglichkeiten nutzen, ökologische und nachhaltige Boden- und Waldbewirtschaftung zu fördern. In öffentlichen Einrichtungen und Schulküchen sollte es nur einen "Meat Day" pro Woche geben.

Pressemitteilung Die Linke Landkreis Traunstein

Kommentare