Pressemitteilung Kinderkrebshilfe BGL+TS

Die Kinderkrebshilfe in Zeiten von Corona

Landkreis - Weltweit hat das Corona-Virus alles zum Erliegen gebracht.

Seit bei uns im Berchtesgadener Land am 12. März bekannt wurde, dass der erste Schüler an Covid-19 erkrankt ist und daraufhin die Schulen, Kindergärten usw. geschlossen haben, seit den Ausgangsbeschränkungen und den Beschränkungen der sozialen Kontakte, sieht auch bei der Kinderkrebshilfe der Alltag ganz anders aus. Krebspatienten zählen zu den Hochrisikogruppen in Bezug auf Corona, daher müssen sehr strenge Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden. Verschiedene geplante Veranstaltungen, wie das Familienfrühstück zu Ostern und auch der alljährlich stattfindende Pfingstausflug mussten zwar abgesagt werden, jedoch nicht ersatzlos gestrichen. Statt eines gemeinsamen Frühstücks mit den betreuten Familien, wurden kurzerhand große Brotzeittüten mit regionalen Produkten gepackt und "vom Osterhasen" an die Familien ausgeliefert. Der Pfingstausflug wurde auf Ende August verschoben – in der Hoffnung, dass bis dahin das Reisen wieder möglich sein wird. Zwar musste die Direktbetreuung der betroffenen Familien eingestellt werden, da ja der soziale Kontakt aufgrund der aktuellen Situation in der Corona-Krise weitestgehend eingeschränkt ist. So können die Familien momentan nicht durch Haushaltshilfen unterstützt werden und persönliche Gesprächstermine werden derzeit auch nur noch telefonisch geleistet. Die Kinderkrebshilfe bietet ihren Familien auch an, Besorgungen jeglicher Art für sie zu erledigen.


Doch die Arbeit im Büro läuft ungehindert weiter, wenn auch hauptsächlich vom Homeoffice aus. Auf diese Weise klappt es sehr gut, mit den Familien telefonisch oder per E-Mail in Kontakt zu treten. Auch Anfragen sowie Organisatorisches aller Art lässt sich so gut erledigen. Die Kinderkrebshilfe ist also weiterhin jederzeit erreichbar und einsatzbereit für Familien in den beiden Landkreisen Berchtesgadener Land und Traunstein, in denen ein Familienmitglied, sei es Kind, Jugendlicher oder die Eltern, an Krebs erkrankt ist. Dennoch zeigt sich Rosmarie Baumgartner, 1. Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins, besorgt. Im vergangen Jahr seien um diese Zeit schon mehrere neue Familien aufgenommen worden. Seit Beginn der Corona-Krise in unserer Region hätte sich jedoch kaum eine Familie mehr gemeldet. Sie ist sich sicher, dass das nicht bedeutet, dass es in diesem Jahr weniger Neuerkrankungen gibt, auch wenn das wünschenswert wäre. Wahrscheinlich ist es so, dass diese Familien sich nicht trauen, sich "in Zeiten wie diesen" an die Kinderkrebshilfe zu wenden, so Baumgartner. Für ihre Arbeit ist die Kinderkrebshilfe regelmäßig auf Spendeneinnahmen angewiesen. Allerdings müssen derzeit die meisten Spendenprojekte abgesagt oder verschoben werden. Gerade deswegen freut sich die Kinderkrebshilfe in dieser für alle schwierigen und entbehrungsreichen Zeit über jegliche Unterstützung und Hilfe. Auch der Flohmarkt, der der Kinderkrebshilfe v.a. als Werbeträger und Aushängeschild dient, kann momentan nicht stattfinden. Es ist noch nicht einmal sicher, wann wieder geöffnet werden darf, berichtet Frau Baumgartner. Allerdings könne man jetzt wieder Sachspenden für den Weiterverkauf abgeben - dies ist jedoch nur mit Terminvereinbarung möglich. Sind Sie selbst von der Krankheit Krebs betroffen oder kennen Sie eine Familie, in der ein Familienmitglied erkrankt ist? Zögern Sie nicht und setzen sich gerne jederzeit mit der Kinderkrebshilfe in Verbindung!

Pressemitteilung Kinderkrebshilfe BGL+TS

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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