Einsatzzahlen um fast zehn Prozent gestiegen

Halbjahresbilanz des BRK-Rettungsdienst

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Landkreis Traunstein - Die Rotkreuz-Rettungskräfte rückten in den ersten sechs Monaten des Jahres zu mehr als 15.000 Einsätzen aus. Dies bedeutet eine Zunahme von rund zehn Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Im Landkreis Traunstein sind die Einsatzzahlen des Rettungsdienstes des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) im ersten Halbjahr 2017 erneut deutlich gestiegen. Von Januar bis einschließlich Juni rückten die Rettungskräfte des BRK-Kreisverbandes Traunstein insgesamt 15.096-Mal aus - das bedeutet eine Zunahme von fast zehn Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Durchschnittlich 83 Rettungsdienst-Einsätze pro Tag

Mehr als die Hälfte der Einsätze (8421) entfiel auf Krankentransporte. Hier gab es eine Zunahme von rund 13 Prozent. Die Notfalleinsätze (1471) nahmen gegenüber dem ersten Halbjahr 2016 sogar um 15 Prozent zu. Einen leichten Rückgang von knapp drei Prozent gab es bei der Zahl der Notarzteinsätze (2106). Hinzu kommen nicht verrechnungsfähige Einsätze wie Gebietsabsicherungen, Fehlfahrten oder Werkstattfahren. Durchschnittlich leisteten die BRK-Rettungskräfte an jedem Tag 83 Einsätze.

Die Zunahme an Einsätzen schlägt sich auch in der Zahl der gefahrenen Einsatzkilometer nieder. Mit 493.420 Kilometern haben die rund 100 hauptamtlichen und 150 ehrenamtlichen Rotkreuz-Helfer bereits jetzt rund 32.500 Kilometer mehr zurückgelegt als zum Vorjahreszeitpunkt. Jeden Monat fuhren sie gemeinsam im Schnitt eine Strecke, die zwei Erdumrundungen am Äquator entspricht.

Rettungsgasse bilden und Rettungszufahrten freihalten

Wichtig ist BRK-Rettungsdienstleiter Jakob Goëss, dass seine Mitarbeiter ihre Arbeit so gut wie möglich erledigen können - insbesondere in Notfallsituationen, wenn jede Minute zählt. Darum appelliert er an Verkehrsteilnehmer, sich bereits bei den ersten Anzeichen eines Staus an den linken oder rechten Fahrbahnrand zu orientieren, um eine Rettungsgasse zu bilden. Zudem sollten ausgewiesene Rettungszufahrten an öffentlichen Orten etwa Schwimmbäder oder Badeseen unbedingt freigehalten werden, damit die Rettungskräfte im Notfall keine Zeit verlieren. Ein besonderer Dorn im Auge sind dem Rettungsdienstleiter sogenannte Gaffer, die Rettungsarbeiten an der Unfallstelle behindern und teils auch Aufnahmen mit dem Smartphone machen . "Wir wären sehr froh darüber, wenn wir an der Unfallstelle nicht erst einen Sichtschutz aufstellen müssten. Denn das verzögert unsere eigentliche Arbeit", so Goëss.

Pressemitteilung BRK Traunstein

Rubriklistenbild: © BRK TS

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