Rückgang gegenüber 2018

Deutlich weniger Blutspenden im Landkreis Traunstein

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Mit 7625 Blutkonserven wurden weniger Blutkonserven gespendet als noch im Jahr 2018.

Landkreis Traunstein - Bei den im Landkreis Traunstein getätigten Blutspenden hat es im Jahr 2019 einen deutlichen Rückgang gegeben.

Die Pressemitteilung im Wortlaut

Bei den im Landkreis Traunstein getätigten Blutspenden hat es im Jahr 2019 einen deutlichen Rückgang gegeben. Mit 7625 Blutkonserven wurden weniger Blutkonserven gespendet als noch im Jahr 2018. Auch die Zahl der Erstspender ging stark zurück.


"Ein Teil dieses Rückgangs ist durch die Reduzierung der Blutspendetermine erklärbar. Aufgrund einer Entscheidung auf Landesebene konnten wir 2019 im Landkreis Traunstein 75 Blutspendetermine anbieten. In den Jahren zuvor waren es immer rund 100 Termine pro Jahr, allerdings blieb uns die Zahl der Spender erhalten", berichtet Claudia Schaffner-Konarski, die zuständige Fachkraft beim Rotkreuz-Kreisverband Traunstein. Durch diese Umstellung wird jedoch umgekehrt die Wartezeit für die Blutspender bei den verbleibenden Blutspendeterminen deutlich verkürzt, da nun pro Termin mehr Personal zur Verfügung steht.

Zumindest Spenderanzahl pro Termin konstant geblieben 

Jeden Blutspendetermin im Jahr 2019 nahmen im Schnitt 102 Blutspender wahr. Das entspricht nahezu exakt dem Mittel von 2018 (101 Spender pro Termin). Die meisten Teilnehmer (1.338) erschienen zu den Terminen in Traunstein. Dahinter folgten die Städte Trostberg (823) und Traunreut (781). Bei den Gemeinden lagen Waging (1.028 Blutspenden), Palling (536) und Tittmoning (360) vorne. "Wir freuen uns, dass in vielen Orten die Spenderzahlen gleich geblieben oder sogar gestiegen sind. Leider können wir nicht mehr in allen Landkreisorten Termine anbieten und hoffen, dass möglichst viele Menschen auf Termine in Nachbarorten ausweichen", betont Schaffner-Konarski.


Zahl der Erstspender stark gesunken 

Die Zahl der Erstspender ging von 884 (2018) auf 529 zurück. "Dieser Rückgang ist besorgniserregend. Denn aufgrund der Alterung der Gesellschaft nimmt der Bedarf an Blutspenden in den Kliniken weiter zu. Es ist wichtig, dass auch in der Zukunft genügend Menschen Blut spenden, weil viele moderne Therapieformen ohne Blutkonserven nicht möglich sind", sagt Schaffner-Konarski. Rund die Hälfte aller vom Roten Kreuz gesammelten Blutkonserven wird übrigens zur Therapie bei Krebs-, Herz-, Magen- und Darmerkrankungen eingesetzt. Benötigt wird Spenderblut aber auch bei Geburtskomplikationen, Organtransplantationen, Knochenund Gelenkkrankheiten, Blutarmut sowie diversen Unfällen.

Pressemitteilung BRK Kreisverband Traunstein

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