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Wenn Lichterglanz und Kerzenschein gefährlich werden!

Die Feuerwehren informieren – 40 Prozent mehr Brände in der Weihnachtszeit

An Weihnachten brennt es überdurchschnittlich oft. Offenes Feuer, Kerzen und trockene Tannenzweige sind die häufigsten Brandursachen. Mit ein paar Tipps zeigen die Feuerwehren im Landkreis Traunstein wie man sich bestmöglich vor einer unliebsamen Überraschung schützt. Die Bilderserie zeigt, dass innerhalb von 112 Sekunden ein Christbaum in Vollbrand steht – und damit auch ein ganzes Zimmer!
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An Weihnachten brennt es überdurchschnittlich oft. Offenes Feuer, Kerzen und trockene Tannenzweige sind die häufigsten Brandursachen. Mit ein paar Tipps zeigen die Feuerwehren im Landkreis Traunstein wie man sich bestmöglich vor einer unliebsamen Überraschung schützt. Die Bilderserie zeigt, dass innerhalb von 112 Sekunden ein Christbaum in Vollbrand steht – und damit auch ein ganzes Zimmer!

Wenn es draußen kalt und dunkel ist, dann kommt die Zeit, in der man es sich zu Hause gemütlich macht. Kerzenlicht, Adventskränze und Christbäume gehören hier einfach dazu. Allerdings bergen diese auch Gefahren und die Zahlen der Deutschen Versicherungswirtschaft belegen, dass es hierzulande in der Weihnachtszeit bis zu 40 Prozent häufiger zu Zimmer- und Wohnungsbränden kommt. Durchschnittlich brennt es in Deutschland etwa 8.000-mal pro Monat, im vergangenen Jahr wurden zum Jahresende gut 12.000 Brände gezählt.

Die Mitteilung im Wortlaut:

Landkreis Traunstein - Die Feuerwehren im Landkreis Traunstein geben Ihnen ein paar Tipps an die Hand, damit es bei nicht zu einer „bösen Überraschung“ kommt. So wie über das gesamte Jahr, sind die Einsatzkräfte auch in den kommenden Tagen rund um die Uhr über die Notrufnummer 112 erreichbar und im Falle eines Falles binnen Minuten vor Ort. Die Mitglieder im Fachbereich „Vorbeugender Brandschutz“ im Kreisfeuerwehrverband Traunstein sowie des Landesfeuerwehrverbandes beschäftigen sich das gesamte Jahr damit, wie man Brände verhindert und haben speziell für Weihnachten und Silvester folgende Empfehlungen ausgearbeitet.

Offenes Feuer und Kerzenschein bilden zu Weihnachten die häufigsten Ursachen für den Ausbruch eines Brandes. Deshalb gilt die „Goldene Regel“, lassen Sie offenes Feuer niemals unbeaufsichtigt! Gerade wenn Kinder oder Tiere im Haus sind, ist besondere Vorsicht im Umgang mit Feuer geboten. Achten Sie deshalb auch darauf, dass Zündhölzer und Feuerzeuge für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden. Dies sind sehr interessante „Spielsachen“ und immer wieder Ursache für Brände. Durchschnittlich verletzten sich im Dezember deutschlandweit 60 Kinder „beim Spielen“ mit Feuer.

Tannenzweige an Adventskränzen trocknen in beheizten Wohnräumen sehr schnell aus und bilden einen hervorragenden Nährboden für eine schnelle Brandausbreitung. Ein Experiment der Fernsehsendung Galileo von Pro7 in der Atemschutzübungsanlage des Kreisfeuerwehrverbandes hat gezeigt, dass ein frischer Christbaum innerhalb von 112 Sekunden vollständig in Flammen steht. Ein ausgetrockneter Baum steht bereits in rund 20 Sekunden im Vollbrand. Innerhalb weniger Minuten breitet sich so ein Feuer auf einen gesamten Raum aus und sorgt darüber hinaus für eine beträchtliche Rauchentwicklung. Sorgen Sie bitte dafür, dass ihre Fluchtwege ins Freie nicht eingeschränkt sind.

Ein Christbaumständer mit Wasservorrat sowie ein regelmäßiges Benetzen des Adventskranzes hilft dabei, dass diese nicht so schnell austrocknen. Achten Sie bitte auch darauf, dass Kerzen einen festen Halt haben und rechtzeitig vor dem vollständigen Herunterbrennen ausgetauscht werden. Den Aufstellort sollte man mit ausreichendem Abstand zu brennbaren Möbeln oder Gardinen wählen. Gerade der Adventskranz sollte zudem auf einer nichtbrennbaren Unterlage stehen. Am besten eignet sich dafür eine Glas- oder Porzellanplatte. Der Christbaum sollte zudem einen sicheren und festen Stand haben und gegen Umfallen gesichert sein. Es vergeht kaum eine Woche, in der nicht eine Feuerwehr in der Region zu einem Brandeinsatz ausrücken muss, der als Ursache „angebranntes Essen“ hat. Achten Sie bitte gerade an den Weihnachtstagen darauf, dass Essen auf dem Herd oder im Ofen nicht unbeaufsichtigt ist.

Geräte beim Verlassen der Wohnung kontrollieren

Bitte denken Sie daran, diese Geräte bei Verlassen der Wohnung auszuschalten. Damit stellen Sie sicher, dass Ihr Festtagsmenü ein freudiges Ereignis wird und es nicht zu einer bösen Überraschung kommt. Die Feuerwehr empfiehlt außerdem den Einsatz von LED-Lichtern. Diese werden bei weitem nicht so heiß wie Glühbirnen und bergen daher ein deutlich geringeres Risiko für das Entzünden eines Feuers. Beim Kauf ist dabei auf die Prüfzeichen „VDE“, „CE“ oder „GS“ zu achten. Diese stehen für europäische bzw. deutsche Qualitätsnormen und minimieren das Risiko von Kurzschlüssen. Achten Sie auch darauf, nicht zu viele Verbraucher an eine Steckdose anzuschließen. Hohe Lasten führen zu einer Erwärmung der Leitungen und führen immer wieder zu Kabelbränden. Es wird außerdem empfohlen, beim Verlassen der Wohnung die Netzstecker zu ziehen.

Zudem sollte die Wohnung unbedingt mit Rauchwarnmeldern ausgestattet sein, sie melden frühzeitig Entstehungsbrände und sind mit ihrem durchdringenden Alarm-Ton insbesondere in den Nachtstunden ihre „Lebensversicherung Nummer 1“! Die gesetzliche Rauchmelderpflicht gilt sowohl für Mieträume als auch Wohnräume, die als Eigentum genutzt werden. Halten Sie einen Eimer gefüllt mit Wasser oder einen Feuerlöscher griffbereit. Ein Löschdecke ist in vielen Fällen ebenfalls eine nützliche Hilfe. Sollte es zu einem Entstehungsbrand kommen, bleiben nur wenige Sekunden Zeit, um diesen zu löschen. Gehen sie aber keinesfalls ein unnötiges Risiko ein!

Sollte die Brandausbreitung schon zu weit fortgeschritten sein, so verlassen Sie umgehend und auf dem schnellsten Wege das Zimmer und schließen die Türe hinter sich. Bitte informieren Sie auch Ihre Mitbewohner und verlassen das Gebäude ins Freie. Notrufnummer 112! Setzen Sie umgehend einen Notruf ab. Die Feuerwehr ist innerhalb von wenigen Minuten vor Ort und wird mit der entsprechenden Ausrüstung den Brand löschen. Sollte es Ihnen gelungen sein, ein kleines Feuer selbst zu löschen empfehlen die Feuerwehren dennoch, die 112 zu wählen. Die Einsatzkräfte werden beispielsweise mit einer Wärmebildkamera eine Brandnachschau durchführen und dafür sorgen, dass keine versteckten Glutnester übrigbleiben. In der Regel entstehen Ihnen keinen Kosten für den Einsatz der Feuerwehr. Ein sorgsamer Umgang mit Feuer und Licht ist also ein wesentlicher Beitrag für schöne, entspannte und fröhliche Feiertage. Die Frauen und Männer der heimischen Feuerwehren wünschen allen Bürgerinnen und Bürgern ein frohes, unbeschwertes Weihnachtsfest in den Kreisen ihrer Lieben und viele schöne Momente mit „Kerzenschein und Lichterglanz“, ganz ohne böse Überraschungen.

Pressemitteilung Hubert Hobmaier Kreisfeuerwehrverband Traunstein

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