Pressemitteilung Q3 gGmbH

Das Jugendkurzfilmfestival 2020

Sabina Schneider im Gespräch mit  Q3 Geschäftsführer Danilo Diestch
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Sabina Schneider im Gespräch mit Geschäftsführer Danilo Diestch

Landkreis - „Seid immer mutig und folgt eurer Fantasie!“ Mit diesen Worten wandte sich der bayerische Kultregisseur und Drehbuchautor Marcus H. Rosenmüller zu Beginn der Veranstaltung an die Jugendlichen.

Am Wochenende vom 23. bis zum 25. Oktober fand bereits zum vierten Mal das Jugendkurzfilmfestival statt, in diesem Jahr nur mit einer Ausnahme: die Veranstaltung war online. Das Festival bietet jedes Jahr jungen Filmschaffenden eine Plattform, ihr Können unter Beweis zu stellen und ihre Werke öffentlich zu präsentieren. Eingereicht wurden insgesamt fünfzehn Produktionen, sowohl von Einzelpersonen als auch Gruppen im Alter zwischen zwölf und 20 Jahren. Sabina Schneider und Meret Müller, Mitarbeiter des Veranstalters Q3. Quartier für Medien.Bildung.Abenteuer moderierten das Online-Festival „live“ aus dem Trostberger Kinosaal, dem eigentlichen Veranstaltungsort des Kurzfilmfestivals. 

 Nachdem sich auch die Moderatorinnen mit Popcorn in der Hand in bequeme Kleidung warfen, wurden dann in Blöcken die eingereichten Filme gezeigt. In ihrer Themenwahl waren die jungen Filmschaffenden frei: witzig, dramatisch, gruselig oder direkt aus dem Leben gegriffen. Von einer witzigen Trickfilmproduktion von „Harry Potter und die Minions“ über eine Straßenbefragung der Gruppe „Culture X Change“ zum Thema Ausländerfeindlichkeit bis zu berührenden Anekdoten zu (Tabu-) Themen wie Homosexualität und Selbstverletzung, war die Bandbreite sehr groß. 

 Insgesamt vier Gewinnerfilme in unterschiedlichen Kategorien

Am Sonntag stand dann schließlich die Kürung der Gewinner und Gewinnerinnen durch die Jury an. Durch eine Videobotschaft hatten sich bereits bei der Eröffnung am Freitag die preisgekrönten Jurymitglieder vorgestellt und Einblicke in ihren Berufsalltag gegeben: Schauspieler und Kameramann Michael Sandorov, Filmautor und Medienproduzent Markus Weisheitinger, Jugendbuchautor und Regisseur Hans-Peter Schneider, Medienpädagogin Felicitias Schwarzensteiner und Fernsehreporterin und Bloggerin Stefanie Pröstler-Meckl.

Der Preisverleihung waren die Nominierten zugeschaltet. Statt Platzierungen wurde der Filmpreis in drei Kategorien verliehen: Emotionen, Storytelling und Liebe zum Detail. Gewinnerin in der Kategorie “Emotionen” war der Kurzfilm „Jetzt gerade bin ich einfach nur glücklich“ von Lilly Antonia Jerabek aus München. Der Film erzählt die rührende Geschichte der jugendlichen Sky, die nach einem schweren Schicksalsschlag beginnt, sich selbst zu verletzen und sich ihren besten Freunden darüber anvertraut. Ein weiterer sehr persönlicher und nahegehender Kurzfilm mit dem Titel „Dear 17 year old me“ konnte in der Kategorie „Storytelling“ überzeugen. Die junge Filmschaffende Katrin Kutschera aus Salzburg erzählt hier von ihrem Coming-Out und damit verbundenen Fragen und Problemen. Gewinner in der Kategorie “Liebe zum Detail” wurde „Der Frosch, der seine Heimat suchte“ vom pädagogischen Zentrum Schloß Niedernfels. Als Überraschung gab es noch den Anerkennungspreis des Stadtkinos Trostbergs: Harry Potter & die Minions von Johannes Sens aus Chieming. 
Neben den regulären Kategorien wurde darüber hinaus der EuRegio-Sonderpreis unter dem Titel „Dein Corona-Alltag“ verliehen. Kinder und Jugendliche wurden hierbei dazu aufgefordert, ihren neuen Alltag mit seinen Ecken und Kanten auf die Leinwand zu bringen. Gewinnerin dieses Sonderpreises war Kea Bartsch aus Pfaffenhofen mit ihrem Film „Alternativen“. 

Praktische Schauspiel- und Film-Tipps aus erster Hand konnten die jungen Filmschaffenden in einem weiteren Programmpunkt des Festivals von Schauspieler, Kameramann und Moderator Michael Sandorov am Samstag erhalten. In einem interaktiven Expertentalk beantwortete er bereitwillig Fragen zu seinem Beruf und gab Tipps für den Einstieg in die Medienwelt. Dabei erzählte der gebürtige Traunsteiner über die Anfänge seiner Journalisten-Karriere als Quereinsteiger beim Chiemgau Radio, gab Einblicke in seine Arbeit am Set von „Sturm der Liebe“ und sprach auch darüber, welche Auswirkungen die aktuelle Corona-Situation auf die Filmbranche hat.  

Das gesamte Experteninterview, sowie alle weiteren Programmpunkte sind nachzusehen unter: www.jugendkurzfilmfestival.de

Das Jugendkurzfilmfestival 2020 wurde veranstaltet von Q3. Quartier für Medien.Bildung Abenteuer zusammen mit dem Kreisjugendring BGL, dem Bezirksjugendring Oberbayern und dem Kreisjugendring Rosenheim und FS1. Gefördert und unterstützt wird das Jugendkurzfilmfestival vom Bayerischer Jugendring aus den Mitteln vom Kinder- und Jugendprogramm der Bayerischen Staatsregierung, sowie der EUREGIO und den Landkreisen Traunstein und Mühldorf.

Ein besonderer Dank geht an das Stadtkino Trostberg für die Zusammenarbeit.

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