Kofler: Dieser Tag darf nicht vergessen werden

Equal Pay Day am 10. März 2021

Bärbel Kofler am Equal Pay Day 2020 in Berlin.
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Bärbel Kofler am Equal Pay Day 2020 in Berlin. (Archivbild)

Landkreis - Der „Equal Pay Day“, der internationale Aktionstag für gleiche Bezahlung von Frauen und Männern, beschäftigt auch die heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Bärbel Kofler:

Die Pressemitteilung im Wortlaut

„Gerade in so einer schwierigen Zeit darf dieser Tag nicht vergessen werden. 18 Prozent beträgt die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern. Das sind genau 19 Prozent zu viel. Nach wie vor belegen wir damit einen der hinteren Plätze im Vergleich aller EU-Länder. Die Lohnlücke hat sich in den letzten Jahren kaum geändert. Wir wollen, dass Chancengleichheit von Frauen und Männern selbstverständlich wird. Hierfür setzen wir uns mit aller Entschiedenheit ein!“

In Deutschland arbeiten 5,7 Millionen Menschen in sozialen Berufen - 80 Prozent von ihnen sind Frauen. Wie existenziell und herausfordernd die tagtägliche Arbeit von Pflegekräften und Erzieher und Erziehrinnen ist, wird durch die Corona-Pandemie besonders spürbar. Klar ist: Gute Arbeitsbedingungen und ein fairer Lohn müssen für soziale Berufe selbstverständlich sein. „Dafür sind endlich flächendeckende Tarifverträge für Erziehungs-, Gesundheits- und Pflegeberufe notwendig. Bundesminister Hubertus Heil hält den Druck hoch und setzt sich mit aller Kraft für bessere Löhne für Pflegekräfte ein“, so Kofler.

Auch das Thema Altersarmut ist gerade in Bayern ein vorwiegend weibliches Problem. Die niedrigen Renten sind Folge der im Schnitt deutlich niedrigeren Löhne von Frauen. Darüber hinaus sind es insbesondere Frauen, die oft über Jahre hinweg als Minijobberinnen arbeiten. Im Niedriglohnbereich lassen sich jedoch keine großen Rentenanwartschaften erwerben.

„Die aktuelle Corona-Situation darf nicht dazu verleiten, dass die Krise mit geringeren Löhnen und prekären Beschäftigungsverhältnissen bewältigt werden soll. Dies führt zu noch niedrigeren Alterseinkommen. Die Krise darf der Arbeitnehmerinnen gehen. Die Forderung der Minister Heil und Scholz nach der Anhebung des Mindestlohns auf mindestens 12 Euro pro Stunde ist deshalb richtig. Der Mindestlohn muss bei einer Vollzeittätigkeit ein Leben über der Armutsschwelle im Erwerbsleben und oberhalb der Grundsicherung im Alter garantieren“, so Kofler.

Pressemitteilung Wahlkreisbüro Dr. Bärbel Kofler, MdB

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