Fachtag in Traunreut

Rückführung aus Heimen pädagogisch begleiten

Landkreis Traunstein - Unter dem Titel "Familien im Blick" haben das Jugendhilfenetz Süd-Ost-Bayern und das Amt für Kinder, Jugend und Familie des Landkreises vor kurzem in Traunreut einen Fachtag zur Rückführung aus der Heimerziehung veranstaltet.

Im Rahmen der Hilfen zur Erziehung ist es manchmal notwendig, dass Kinder und Jugendliche in einem Heim oder einer Wohngruppe untergebracht werden. N a ch dem neuen Rückführungskonzept soll in Zukunft während der Phase der Heimunterbringung intensiver mit den Eltern gearbeitet werden. Ziel ist es, dass die Kinder und Jugendlichen, die nach einem Heimaufenthalt in ihr Elternhaus zurückkehren, dort gute Bedingungen für ein gelingendes Zusammenleben haben. Dabei geht es nicht einfach darum, Heimaufenthalte zu verkürzen und dadurch Kosten zu sparen. Vielmehr geht es um eine neue Qualität der Erziehung und darum, dass Heimerziehung nachhaltig wirken soll.

Fachtag in Traunreut

Mehr als 160 Fachkräfte aus dem Jugendamt wie auch von den ambulanten und stationären Trägern der Jugendhilfe folgten der Einladung zum Fachtag - und übertrafen damit bei weitem die Erwartungen der Veranstalter, die ursprünglich einmal mit 80 Teilnehmern gerechnet hatten.

Als "Hausherrin" begrüßte Margarete Winnichner von der Diakonie Traunstein die Gäste. Die Moderation des Fachtags übernahm Heinz Schätzel von Startklar Soziale Arbeit Oberbayern. In ihren Grußworten betonten der Abteilungsleiter im Landratsamt Florian Amann (als Vertreter von Landrat Siegfried Walch) und der Traunreuter Bürgermeister Klaus Ritter, dass es heutzutage besonders wichtig sei, die Familien zu stärken. Beide anerkannten ausdrücklich die gute Zusammenarbeit zwischen den öffentlichen und freien Trägern der Jugendhilfe.

In den nachmittäglichen Arbeitsgruppen ging es zum einen um die konkrete Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Trägern der Jugendhilfe, zum anderen um die notwendige Haltungsänderung und um neue Formen der Elternarbeit. Auch mögliche Schwierigkeiten wurden dabei nicht ausgeklammert. Bei der Präsentation der Ergebnisse wurde deutlich, dass es mit dem Rückführungskonzept Veränderungen für alle Beteiligten geben wird. Zugleich wurde geäußert, dass es ein hohes Maß an Transparenz brauche, um weiter gut zu kooperieren. Und nicht zuletzt gelte es, den Eltern und ihren Kindern viel Wertschätzung entgegenzubringen, gerade auch, wenn diese sich momentan in einer schwierigen Situation befänden.

Auf die Bitte an das Plenum, sich zum Verlauf des Fachtags zu äußern, erhielt Moderator Heinz Schätzel nur positive Antworten. Ein großes Lob erhielt zum Schluss das Wilhelm-Löhe-Heim (mit seiner Küche und seiner Hauswirtschaft) für die logistische Meisterleistung, den großen Ansturm der Teilnehmer so gut zu bewältigen.

Pressemitteilung Landratsamt Traunstein

Rubriklistenbild: © Landkreis Traunstein

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